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090 350: Zentrifugale und zentripetale Kräfte in der chinesischen Politik (dr. andreas pigulla)

 Modul: RIO, 2 st.
Mo 16.00-18.00, GB 04/159
Empfohlenes Semester: 7, CP: 4,5
Voraussetzungen: B.A.

Die Volksrepublik China wurde in der westlichen Wahrnehmung lange zeit als einheitliches, zentral gelenktes Reisenreich rezipiert. Spätestens seit den offensichtlichen Disparitäten zwischen reichen Küstenprovinzen und armen
„Hinterland“ im Zuge der wirtschaftlichen Modernisierungen der 90er Jahre, wurde deutlich, dass selbst die politische Einheit des chinesischen Staates nicht mehr selbstverständlich ist. Die hinzukommenden Konflikte mit ethnischen und religiösen Gruppen an der Peripherie der Volksrepublik brachten nicht wenige Chinawissenschaftler zeitweise zu Prognosen, die den baldigen Zerfall Chinas voraussagten.
Im Seminar werden die Kontiuitäten der Friktion zwischen Zentralmacht und Provinzen sichtbar gemacht. Es wird dann zu erarbeiten sein, welche Mittel die Zentrale zur Verfügung hat und welche sie einsetzt, um die staatliche Integrität zu
wahren und welche Interessen eher separatistische Tendenzen bestärken.

Vorbesprechung: 12.04.2010
Sprechstunde: vor und nach den Sitzungen

Literatur:
Schmidt-Glintzer, Helwig: China: Vielvölkerreich und Einheitsstaat: von den Anfängen bis heute, München (Beck) 1997