exmf - experiments in music and film

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Veranstaltungen im Wintersemester 2016/17

Series #4

23.11.2016: Robert Lepenik (AT): Popo Experimentale

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

PoSTepeno

Robert Lepenik hat als Gitarrist und Komponist zahlreiche Tonträger unter eigenem Namen veröffentlicht. Neben seiner intensiven Beschäftigung mit Improvisation und elektronischer Musik interpretiert er Kompositionen Neuer Musik. Er kuratiert verschiedene Filmreihen, schreibt aber auch selbst Musik für Film und Theater – seine Arbeiten fürs Theater gewannen mehrfach wichtige Theaterpreise. Als Mitbetreiber des Rockarchivs Steiermark gibt er die Publikation „Rockmusik in der Steiermark 1959 bis 1975“ mit heraus. Lepenik veröffentlicht, spielt und tourt mit den Bands The Striggles, The Gitarren der Liebe, Fetish 69, Melville, Laleloo, Das Fotogene Gedächtnis, Picknick mit Weismann u. v. a. Und er ist Mitglied in den Künstlerkollektiven TONTO und crew8020_music.

In der Goldkante führt Robert Lepenik in seine Arbeitsweise ein und spielt ein Set seiner neuesten Kompositionen..

robert.lepenik.at

Robert Enlightened Kl

Photo by Michael Anacker

 

 

26.10.2016: Katarina Zdjelar (RS/NL): Video Works

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Malaika

Die künstlerischen Arbeiten von Katarina Zdjelar (Rotterdam/Belgrad) bewegen sich zwischen Film, Klang, Performance und Buchprojekten. In der Goldkante zeigt und diskutiert sie eine Auswahl ihrer Videoarbeiten der letzten zehn Jahre, die um die politischen und expressiven Dimensionen von Sprache und Stimme, Geste und Musik kreisen. Es geht darin etwa um die Aneignung und Optimierung von Verhalten im Zuge von Migrations - und Integrationsprozessen, die Frage der Übersetzbarkeit kultureller Normen und die ästhetischen Effekte unbewusster Fehlleistungen und bewusster Abweichung.

Katarina Zdjelars Arbeiten werden international gezeigt, wie jüngst in Einzelausstellungen im Muzeum Sztuki in Lodz (PL), der Akademie der Künste der Welt Köln, dem Kunstverein Bielefeld und dem Centre d'Art Contemporain in Fribourg (CH).

http://katarinazdjelar.net/

 

Dezember 2016: TBA

 

Veranstaltungen im Sommersemester 2016

Series #3

Lecture performance

13.07.2016: the [law-rah] collective (NL): from our minds to yours

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Law Rah Sw

Seit 16 Jahren ist Bauke van der Wal (NL) in der Experimentalmusik als the [law-rah] collective aktiv. Mit modularen, teils selbst konstruierten Synthesizern entwickelt er Klangflächen, deren plastischer Sog mit einer ganz eigenständigen Dynamik den meditativen Rahmen der Drone-Music sprengt und wohl am treffendsten als Power-Ambient bezeichnet werden kann. Aus dem fiktiven Kollektiv hat sich im Laufe der Jahre ein reales entwickelt, an dem Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten mitwirken. Bei aller Unterschiedlichkeit ist den Veröffentlichungen von the [law-rah] collective gemeinsam, dass sie ausgehend von einer situativen Spannung im Kollektiv und Kunstformen übergreifend experimentieren.

Am 13. Juli führt Bauke van der Wal im Rahmen einer Live Performance und im Gespräch mit dem Publikum durch dieses kollektive Bewusstsein.

www.darkambient.net

Law-rah Small

Photo by Katrin Mundt

 

 

Lecture performance

22.06.2016: Jo Thomas (UK):
Sculpting Electronic Sounds into an Aural Tapestry of Technological, Biological and Emotional States

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Jo Sw

Die Londoner Komponistin Jo Thomas formt elektronische Klänge zu einem akustischen Gewebe aus technologischen, biologischen und emotionalen Zuständen. Ihre Arbeiten kreisen um die menschliche Fehlbarkeit. Dabei erscheint das Menschliche als ein Zusammenspiel von filigranen und kleinteiligen akustischen Störungen, die auf Microsound, mikrotonalem Material und Glitch beruhen. Auf diese Weise erschafft sie organisch komplexe Musiken, die sowohl auf spezielle Orte und Räume bezogen als auch für spezifische Tonaufzeichnungssysteme geschrieben sind. Ihr Werk bewegt sich zwischen den Extremen von Miniatur und großflächiger Klangtextur und versucht so, die unterschiedlichen Aufmerksamkeitsformen von kurzfristigem Engagement bis zu konzentriert-kontinuierlichem Hören zu (v)erarbeiten.
Ihre vielfach ausgezeichneten Arbeiten sind als Installationen in Galerien, Museen und Kirchen in ganz Europa präsentiert worden. Jo Thomas spielt aber auch live in klassischen Konzert-Settings an konventionellen und unkonventionellen Orten. 2012 erhielt sie den Golden Nica des Prix Ars Electronica für ihre Arbeit Crystal.

 www.jothomas.me

 Jo Performing

Photo by Katrin Mundt

 

 

Screening, music, and talk

25.05.2016: Vika Kirchenbauer (DE): Looking and Being Looked at in Times of Transparency

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Vika Small

Die Künstlerin und Autorin Vika Kirchenbauer (Berlin) untersucht in ihren Arbeiten das Opake, Undurchsichtige in der Repräsentation des „Anderen“. Dabei nutzt sie bewusst widersprüchliche Verfahren wie übertriebene Explizitheit, exzessive Formen des (Mit-)Teilens und Pervertierungen des Partizipatorischen. Sie diskutiert Probleme des Blickens und angeblickt Werdens sowie deren affektive Wirkung auf die/den Einzelne/n im weiteren Kontext von Arbeit im Postfordismus und in der Erlebnisökonomie, dem modernen Drohnenkrieg und seiner Fixierung auf den einseitigen Blick. Sie befragt die Machtstrukturen der Psychiatrie, das Verhältnis zwischen Performer/in und Zuschauer/in, die Präsentation zeitgenössischer Kunst, queere Repräsentationspolitik und die alltäglichen Erfahrungen von uneindeutig gegenderten Menschen.
Ihre Auseinandersetzung mit dem technologisch unterstützten Sehen und dem unerwiderten Blick in Liebe und Krieg findet in ihrem Musik/Perfomance-Projekt COOL FOR YOU ihre Fortsetzung. Im Rahmen des Screenings wird sie neben Videoarbeiten ein kurzes Set daraus präsentieren.
Ihre vielfach ausgezeichneten Arbeiten sind in etwa 40 Ländern und unterschiedlichsten Kontexten gezeigt worden, u.a. im Neuen Berliner Kunstverein, Kunstmuseum Bonn, beim Ann Arbor Film Festival, Images Festival Toronto, Flaherty Seminar NYC Series, Bucharest International Experimental Film Festival, den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und dem European Media Art Festival, Osnabrück.
Sie ist die Autorin von ‘Infrared Dreams in Times of Transparency – The Love Life of Drones and Other Western Cyborgs’ und war zu Gastvorträgen u.a. an der New York University, Goldsmiths University of London, University of Copenhagen, der Universität der Künste, Berlin, der Kunsthochschule für Medien, Köln und der Kunsthochschule Kassel eingeladen.

Vika Live

Photo by Michael Anacker

 

Veranstaltungen im Wintersemster 2015/16

Series #2: More Space(s)

Screening and talk

20.01.2016: Anouk De Clercq (BE): Architectonics

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Thing Small

Anouk De Clercq zeigt eine Auswahl ihrer Videoarbeiten, in denen sie die audiovisuellen Potenziale zur Erzeugung möglicher Welten durch Computersprachen untersucht. Sie entwickelt narrative Räume ausgehend vom Pixel als kleinster Einheit des digitalen Bildes, erforscht nie realisierte Architektur-Utopien im animierten Modell oder verknüpft 3D-Scans realer Stadtlandschaften mit Reflektionen über die Stadt als Vorstellungs- und Erinnerungsraum.
Anouk De Clercq studierte Klavier und Komposition in Gent und Film an der LUCA School of Arts in Brüssel. Sie ist künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der School of the Arts University in Gent und Mitbegründerin der Produktions- und Distributionsplattform Auguste Orts in Brüssel.
http://www.portapak.be/


  Anouk Almostblack Small

 Photo by Matthias Lahme

 

Lecture performance

25.11.2015: Martin Kohout (CZ): Durst

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Sjezd-martin Kohout Small

Martin Kohout spricht über seine Arbeit mit Action Kameras - sowohl über sein Interesse an den Bildern, Klängen und Bewegungen, die sie erzeugen, als auch ihre Bedeutung für die Vermittlung von Erfahrung, ihr Verhältnis zu Realismus, field recordings und neuen Formen von Kommunikationsverhalten. Neben eigenen Videoarbeiten präsentiert er Videos von Nichtkünstlern und eine Soundperformance seines Projekts TOLE.
Martin Kohout (geb. 1984) hat an der Filmakademie FAMU in Prag, der Universität der Künste in Berlin und der Städelschule in Frankfurt/Main studiert. Er ist Künstler und Verleger und lebt in Berlin und Prag. Gegenwärtig arbeitet er an zwei Einzelausstellungen mit dem Projekt „Jokes Machines Make about Humans“, einer Performance mit seinem Audioprojekt TOLE und hat jüngst zwei neue Publikationen in seinem Verlag TLTR Press herausgegeben. 2014 war er für den renommierten Jindrich Chalupecky Award, den tschechischen Nationalpreis für Junge Künstler, nominiert.

Martin Kohout

www.martinkohout.com

 

Lecture performance

28.10.2015: Christian Jendreiko (DE): Phantombilder der ewigen Geste

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

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Christian Jendreiko nimmt uns mit auf einen Streifzug durch sein Schallarchiv. Dabei stellt er uns nicht nur veröffentlichte und unveröffentlichte Mitschnitte aus seinem eigenen Schaffen vor und berichtet von den Hintergründen ihrer Entstehung, sondern auch Aufnahmen, die ihn in seiner Arbeit maßgeblich geprägt haben.
Christian Jendreiko (geboren 1969 in Recklinghausen) studierte Medienwissenschaft bei Friedrich Kittler und katholische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. Er beschäftigt sich mit dem Entwurf von Instrumentalaktionen in Form von Verbalnotationen und wird von Museen, Galerien und Kunst- und Kultur-Institutionen in der ganzen Welt eingeladen, um seine Notationen als Aktionen zu verwirklichen. Als Spin Offs seiner Tätigkeiten entstehen außerdem Zeichnungen, Collagen und Installationen.
2003 wurde eine Reihe seiner Kompositionen in der Sammlung des Musée d'Art Moderne, Centre Pompidou, Paris aufgenommen.
Jendreiko arbeitet gerne kollaborativ: seit 30 Jahren mit Stefan Werni als Duo Werni & Jendreiko, seit 1998 als Mitglied der Düsseldorf-Londoner Künstlergruppe hobbypopMUSEUM.
Jendreiko war Gastprofessor an der Akademie der bildenden Künste, Nürnberg, und unterrichtet an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf.

Photo by Matthias Lahme

 Photo by Matthias Lahme

Veranstaltungen im Sommersemster 2015

Series #1: Space(s)

Lecture performance

01.07.2015: Jan-Peter E.R. Sonntag (DE): raum-Arbeiten

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Die Arbeiten des Künstlers und Komponisten Jan-Peter E.R. Sonntag erforschen und inszenieren die Schnittstellen zwischen menschlichem Körper und technisch-medialen Systemen. Seine meist ortsbezogenen, interaktiven Installationen machen mit Hilfe von monochromatischem Licht, stehenden Druckwellen oder steigenden Rausch-Volumina Raum konkret physisch erfahrbar. Sonntags Videoarbeiten setzen an historischen Ereignissen, gefundenen Bildern oder Klängen an, die in eine verdichtete Form raum-zeitlicher Wahrnehmung übertragen werden. Grundlegend für seine künstlerische Praxis ist die stete Rückkopplung mit medientheoretischer und wissenschaftshistorischer Forschung. Jan-Peter E.R. Sonntag lebt und arbeitet in Berlin.

J-p Sonntag

 Photo by Katrin Mundt

 

Filmprogramm

03.06.2015: Kevin J. Everson (US): They Run White

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

 Kevin J. Everson, einer der wichtigsten Vertreter des US-amerikanischen Experimentalfilms der Gegenwart, stellt in einem kommentierten Filmprogramm seine Arbeit vor. Eversons Filme setzen in einer eigenwilligen Verbindung aus dokumentarischem Blick und formalem Experiment Landschaften, Orte und historische Augenblicke in Szene. Im Zentrum steht dabei immer die afroamerikanische Working Class, deren Arbeitsalltag und Lebensumstände Everson beobachtet und ästhetisch verdichtet: Alltägliche Handlungen werden zu theatralen Gesten, historische Beobachtungen mit aktuellen Erzählungen verwoben und reale Menschen zu Akteuren in der fiktionalen Version ihres eigenen Lebens.
Kevin J. Everson (*1965 in Ohio) ist Professor für Kunst an der University of Virginia, Charlottesville. Seine Filme wurden weltweit in Ausstellungen und auf Filmfestivals gezeigt, u.a. im Museum of Modern Art, New York, Whitney Museum of American Art, New York, Centre Pompidou, Paris, Whitechapel Gallery, London, auf dem Sundance Film Festival, New York Film Festival, Rotterdam Film Festival, CPH:DOX, Kopenhagen, Viennale, Wien und den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.

http://people.virginia.edu/~ke5d/

 

Photo by Qian Ran

 

 

Lecture performance

06.05.2015: Esther Venrooy (BE): We Meet on Empty Walls

20:00 h; Goldkante, Alte Hattinger Str. 22, 44789 Bochum

Rechthoek Blauw Small

 Esther Venrooy is an artist working in the field of music, sound and installation art. Her compositions range from purely electronic music to improvised combinations of electronics with traditional instrumentation such as piano, percussion and guqin. She has created site-specific works as well as drawings, performances and installations. Esther uses manipulated sound and collage techniques and she is fascinated by the sonic “objet trouvé” like radio transmissions, satellite sounds and ghost recordings. From the physical and spatial qualities of sound she manages to distil an abstract poetry.
Apart from her artistic activities, Venrooy is a lecturer on 20th century Music, performance and experimental arts at the Ghent school of fine arts, where she also runs atelier Mixed Media. In 2009 Esther started her PhD research on “Audio topography – (re)constructing auditive spaces”. With this research she will explore the auditory experience of space and the interaction between the auditory senses and the built environment.

http://www.esthervenrooy.net/

Photo by Christian Koch