Drittmittelprojekte

Drittmittelprojekte

Drittmittelgefördert werden verschiedene Editionen und Reihen, die von Mitgliedern des Instituts herausgeben werden, sowie auch eine Reihe längerfristiger Internationaler Kooperationen, die das Institut unterhält. Die folgende Aufstellung umfasst weitere drittmittelgeförderte Forschungsprojekte, die dort nur zum Teil verzeichnet sind.

Übersicht


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Inhalt:

Kulturen der Gerechtigkeit. Normative Diskurse im Transfer zwischen Westeuropa und Russland
Prof. Dr. Alexander Haardt
Bundesministerium für Bildung und Forschung
www.rub.de/gerechtigkeit
Ziel des fachübergreifenden Verbundprojekts ist es, Formen diskursiver Artikulation von Gerechtigkeitsvorstellungen und Weisen ihrer Einbettung in einen Kulturzusammenhang zu untersuchen (am Beispiel des westeuropäisch-russischen Diskurstransfers). Dabei wird akzentuiert, dass die kulturellen Kontexte von Gerechtigkeitsvorstellungen sowie von deren Institutionalisierung nicht autark sind, sondern sich in Prozessen ständiger Wechselwirkung bzw. Übersetzung befinden.


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Inhalt:

„Die Sprache der Dinge”. Philosophie und Kulturwissenschaften im deutsch-russischen Kulturtransfer der 1920er Jahre
Prof. Dr. Alexander Haardt
Volkswagenstiftung
www.rub.de/gachn
Das Projekt widmet sich einem bislang nur wenig erforschten Kapitel des deutsch-russischen Ideentransfers zwischen 1910 und 1930: der Wirkung der Staatlichen Akademie der Kunstwissenschaften (russische Abkürzung: GAChN) in Moskau. Die Staatliche Akademie der Kunstwissenschaften, die in ihrer kulturellen Bedeutung mit dem deutschen Bauhaus vergleichbar ist (und auch wie dieses maßgeblich von W. Kandinsky mit gestaltet wurde) bildete von 1921 bis 1929 den zentralen Ort der Diskussion um eine neue Bestimmung der Kultur- und Kunstwissenschaften in Russland. Der russische Husserl-Schüler Gustav Špet wirkte an der Akademie in seiner Funktion des Vize-Präsidenten als wichtiger Vermittler in der Rezeption und Weiterführung deutscher hermeneutischer, kultur- und kunstphilosophischer Konzeptionen. Die am Projekt beteiligten Forscher planen, nicht nur Špets umfassend angelegte Grundlegung der Kulturwissenschaften zu untersuchen, sondern auch ihre Anwendungen auf die verschiedenen Disziplinen der Kunstwissenschaften im Rahmen der GAChN zu rekonstruieren.


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Inhalt:

„Person” und „Subjekt” im deutsch-russischen Kulturtransfer. Untersuchungen zum Begriffsfeld der ‚Personalität in interkultureller Perspektive
Prof. Dr. Alexander Haardt
Volkswagenstiftung; die Gesellschaft der Freunde der Ruhr-Universität; DFG
www.rub.de/personalität
Das Projekt setzt sich als Hauptziel, den geschichtlichen Wandel des philosophischen Verständnisses von ‚Personalität’ im deutsch-russischen Kultur- und Wissenstransfer zu untersuchen. Der Gegenstand der Untersuchung ist das philosophische Vokabular, mit dem die personale Identität des Menschen beschrieben wird. Das Vorhaben ist interdisziplinär ausgerichtet und wird in Zusammenarbeit von Philosophen, Sprachwissenschaftlern und Historikern durchgeführt. Die Zielsetzung ist in der Ansicht begründet, dass die Beziehung zur deutschen Philosophie für die Entwicklung des kulturellen Bewusstseins in der russischen Moderne und Gegenwart von fundamentaler Bedeutung ist. Eine Schlüsselrolle in diesem intellektuellen Transfer kommt dem philosophischen Verständnis von ‚Person’ und ‚Subjekt’ zu. Anhand einer Untersuchung des Transfers und der Adaptation dieser für den europäischen Kulturraum zentralen Konzepte lassen sich sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der kulturellen Entwicklung beider Länder im Zeitalter der Moderne verstehen.


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Ausgabe der ausgewählten Werke von Wilhelm Dilthey in russischer Sprache
Dr. Nikolaj Plotnikov
Fritz Thyssen Stiftung
Das Projekt, das in Kooperation mit der Dilthey-Forschungsstelle am Institut für Philosophie I der Ruhr-Universität sowie einem Übersetzer-Team aus Moskau durchgeführt wird, beinhaltet die Edition einer sechsbändigen Werkauswahl Diltheys in russischer Sprache.
Bisher erschienene Bände:

  • Dil’tej, Vil’gel’m: Sobranie sochinenij v schesti tomach. Pod obschej redakciej N. Plotnikova [Dilthey, Wilhelm: Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Herausgegeben N. Plotnikov]. Moskva: Tri quadrata 2000f.
  • Tom 1. Vvedenie v nauki o duche. Perevod s nemeckogo pod redakciej V. S. Malachova [Band 1: Einleitung in die Geisteswissenschaften. Herausgegeben von V. S. Malachov]. 2000, 762 S.
  • Tom 4. Germenevtika i teorija literatury. Perevod s nemeckogo pod redakciej V. V. Bibichina i N. S. Plotnikova [Band 4: Hermeneutik und Literaturtheorie. Herausgegeben von V. V. Bibichin und N. S. Plotnikov]. 2001, 531 S.
  • Tom 3. Postrojenie istoricheskogo mira v naukach o duche. Perevod s nemeckogo pod redakcijej V. A. Kurennogo [Band 3: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften. Herausgegeben von V. A. Kurennoj]. Moskva: Tri quadrata 2004, 488 S.


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The Reception of Isaac Newton in Europe
Prof. Dr. Helmut Pulte
DFG, Fritz Thyssen Stiftung
Isaac Newton (1642 resp. 1643 – 1727) is rightly regarded as one of the greatest scientists and mathematicians of all times. His contributions to the development of the calculus, the foundations of rational mechanics and gravitational theory and his discoveries in optics are landmarks in the history of modern science. Beyond his scientific achievements, his reflections on scientific method and the basic concepts of natural philosophy had an enormous impact on the philosophy of science. It nearly goes without saying that Newton’s thinking became an integral part of the enlightenment and of the modern history of ideas in general.
The international project „The Reception of Isaac Newton in Europe“ is part of the series „Reception of British Authors in Europe“ (Series Editor: Elinor Shaffer, Institute of Germanic Studies, School of Advanced Study, University of London). The series includes literary and political figures, as well as philosophers, historians and scientists. Each volume examines the ways in which selected authors have been translated, published, distributed, read, reviewed and discussed in Europe. In doing so it throws light not only on the specific strands of intellectual and cultural history but also on the processes involved in the dissemination of ideas and of texts.
More than 40 authors from all over Europe, the United states and Canada will be involved in the project. It will cover up the reception of Newton’s whole work, i. e. his mathematics, physics, philosophy and religious thinking, and it will take into account the different receptions in different European contexts: The editorial plan considers about 10 articles for different countries and regions, more than 20 articles for the different research areas and themata and about 15 articles for Newton’s impact on outstanding scientists and philosophers (as, for example, I. Kant, G. W. Hegel or A. Einstein).


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Gedankenexperiment, Metapher, Modell: Analogische Formen von Erkenntnis und Darstellung in Philosophie und Wissenschaften ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Prof. Dr. Helmut Pulte
DFG
Das Projekt untersucht, ausgehend von der neueren wissenschaftstheoretischen Diskussion, das Eindringen, die Bedeutungszunahme und die Selbstthematisierung analogischer Erkenntnis- und Darstellungsformen in ‚wissenschaftsbestimmenden’ Disziplinen des späteren 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Physik und Mathematik) und deren Wirkung auf den Wissenschafts- und Wahrheitsbegriff in diesen Wissenschaften wie auch in der Wissenschaftstheorie der Zeit. Hauptziel ist es, den Beitrag dieser Formen zu einer ‚Modernisierung’ des Wissenschaftsbegriffs zu analysieren. Insofern es dabei mit der Ausweitung der ‚logisch-propositionalen’ Perspektive auf Wissenschaft einen spezifischen Zug moderner Wissenschaft herausarbeitet, leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Verständnis einer wissenschaftlichen Weltsicht, in der Wissenschaft als eine spezifische ‚Weise der Weltererzeugung’ (N. Goodman) neben anderen begegnet.


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Otto Friedrich Bollnow: Schriften. Studienausgabe in 12 Bänden
Prof. Dr. Frithjof Rodi
Robert Bosch Stiftung
www.rub.de/philosophy/dilthey/bollnow_schriften.html.de
Die Studienausgabe der Schriften von Otto Friedrich Bollnow (1903-1991)wird herausgegeben von Gudrun Kühne-Bertram, Hans-Ulrich Lessing und Frithjof Rodi zusammen mit Ursula Boelhauve (RWTH Aachen). Sie will die systematischen Hauptwerke des Philosophen und Pädagogen, die zum Teil seit Jahren vergriffen sind, einer neuen Lesergeneration wieder zugänglich machen. Die Schriften sind nicht nach der Chronologie ihrer Entstehung, sondern nach Sachgruppen geordnet. Sie erscheinen in Auswahl in der jeweils letzten, vom Autor selbst besorgten Fassung. Die Schriften werden für die Edition in der Studienausgabe formal überarbeitet, Anmerkungen werden vereinheitlicht und Druckfehler stillschweigend korrigiert. Bislang sind 6 Bände erschienen.


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Was ist und was kann ein Gen nicht? Negativbestimmung des ontologischen Status des Gens als Grundlage einer nicht-essentialistischen Biologie
Dr. Kirsten Schmidt
DFG
Seit der Etablierung des molekularen Genbegriffs ab Mitte des 20. Jh. werden „die Gene“ häufig zu Unrecht als die Essenz eines Lebewesens, als Grund seines spezifischen Wesens angesehen. Die moderne Genetik kann jedoch, wie die aktuelle Krise des molekularen Genkonzeptes zeigt, nur nicht-essentialistisch verstanden werden. Eine angemessene Berücksichtigung dieser Tatsache ist von biophilosophischer Seite bisher vernachlässigt worden. Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist es daher, die argumentative und begriffliche Grundlage für eine explizit nicht-essentialistische Biophilosophie zu liefern. Dazu werden zunächst die negativen Folgen genessentialistischer Vorstellungen am Beispiel der Bewertung von Mensch-Tier-Chimären verdeutlicht. Mögliche Gründe für das Festhalten am Genessentialismus sollen in einem weiteren Schritt anhand der Analyse der Gensprache aufgespürt werden. Kern der Untersuchung ist die negative Bestimmung des ontologischen Status des Gens: Was sind Gene nicht und was können sie nicht? Das Projekt soll einen biophilosophischen Beitrag zur Klärung des Genkonzeptes und der Rolle genetischer Faktoren für die Individualentwicklung leisten und zugleich Missverständnisse ausräumen, die zu einer verzerrten Wahrnehmung der Biologie führen können.


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Edition des Briefwechsels Wilhelm Diltheys 1852-1911. 3 Bde.
Prof. Dr. Gunter Scholtz
DFG
www.rub.de/philosophy/dilthey/gesammelte_schriften.html.de
Ziel des seit Dezember 2006 laufenden Projektes ist es, den Briefwechsel Wilhelm Diltheys (1833-1911) aus den Jahren 1852-1911 zu edieren (Herausgeber: Gudrun Kühne-Bertram und Hans-Ulrich Lessing). Die Ausgabe ist chronologisch angelegt. Die Briefe werden kommentiert. Die Briefbände geben nicht den gesamten umfangreichen Briefwechsel Diltheys wieder, sondern präsentieren eine Auswahl von Briefen an und von Dilthey. Bei der Mehrzahl der Briefe handelt es sich um Handschriften aus den Nachlässen Diltheys, die im Literaturarchiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin und in der Handschriftenabteilung der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen hinterlegt sind, und denen seiner Briefpartner, die bundes- und europaweit in Archiven deponiert sind. Ergänzt wird die Sammlung durch bereits veröffentlichte Briefe, welche gemäß den handschriftlichen Originalen wiedergegeben werden, soweit diese auffindbar sind. Geplant sind 3 Bände. Der 1. Band, der den Zeitraum 1852-1882 umfasst, ist im Mai 2011 erschienen.


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