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JANA SCHULTZ (M.A.)                                       

  Janaschultz    
   

     Sprechstunde im Wintersemester 2017/18:     

     Donnerstags, 10:00-12:00 Uhr


 

 

 

 

Kontakt:

Ruhr-Universität Bochum

Universitätsstraße 150

GA 3/32

D-44780 Bochum 

Telefon:  +49234/32-24717                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       
E-Mail: jana.schultz@rub.de

 

Forschungsinteresse: 

Dissertation (verteidigt im Juli 2016) zum Thema “Formung und Umwendung der Seele – Eine Rechtfertigung ambivalenter Darstellungen in der Literatur im Rahmen von Platons Politeia“.

Diese Untersuchung zu Platons Politeia eröffnet einen Weg, ambivalente Darstellungen in die Literatur des idealen Staates zu integrieren, ohne den Rahmen von Platons Psychologie, Epistemologie und Kunstkritik zu verlassen. Platon bewertet Literatur im Hinblick auf ihren erzieherischen Nutzen. Die Charakterformung verlangt eine Lenkung durch eindeutige Beispiele. Ambivalenzen sind ein Risiko, da sie die nicht-rationalen Seelenteile zu falschem Streben anleiten. Doch in der Umwendung zum Intelligiblen nützen ambivalente Erscheinungen. Eine paradoxe Verknüpfung von Gegensätzen zeigt der Vernunft, dass sie Eigenschaften nur in den Ideen adäquat erfassen kann. Dieser Nutzen ermöglicht eine sinnvolle Integration von Ambivalenzen, sofern Stilmittel eine negative Beeinflussung verhindern.

Oktober 2016 – September 2019

DFG-Projekt „Women and the Female in Neoplatonism“ unter der Leitung von James Wilberding.

Im Neuplatonismus stellt sich die Frage nach der Frau und dem Weiblichen auf verschiedenen Ebene. Weibliche Entitäten sind zentrale Strukturelemente in der Metaphysik neuplatonischer Autoren (z.B. bei Jamblichus und Proklos).  Werden diese metaphysischen Systeme mit der griechischen Theologie oder theurgischen Praktiken verbunden, so erlangen die Göttinnen der Mythologie (z.B. Athena und Aphrodite) den Status metaphysischer Prinzipien. Neuplatoniker thematisieren das Weibliche auch in Bezug auf die menschliche Seele und ihre Tugenden, das politische Leben, die menschliche Reproduktion und die Rolle der Frau in der Philosophie bzw. den philosophischen Schulen.

Der Schwerpunkt dieses Projektes liegt darauf, die Verbindung zwischen der Funktion weiblicher Prinzipien in der Metaphysik und der Position neuplatonischer Autoren bezüglich der  sozial-politischen Partizipation der Frau zu untersuchen.

 

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