Kürzlich abgeschlossene Promotionsprojekte

Aktuell promovieren an der Fakultät für Philologie über 400 Doktorandinnen und Doktoranden. In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu kürzlich abgeschlossenen Promotionsverfahren an der Fakultät für Philologie.

Die Fakultät gratuliert herzlich!

 

 

 

 

 

 

Sprachförderung im Regelunterricht der Grundschule: eine Evaluation der generativen Textproduktion

Dr. Hendrike Frieg (Sprachwissenschaftliches Institut)

Sprachförderung ist in aller Munde: ob in der Kindertagesstätte, der Grundschule oder der weiterführenden Schule, überall wird diskutiert, wie die Sprachentwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert werden kann. Dies bezieht sich meist nicht nur auf Kinder, die Deutsch als Zweitsprache sprechen. Auch die, die zwar mit Deutsch als Erstsprache, aber in einem anregungsarmen sprachlichen Umfeld aufwachsen, zeigen immer häufiger Schwierigkeiten in ihrer Sprachentwicklung. Die Generative Textproduktion (G. Belke, 2008a, 2012; Frieg, Hilbert, E. Belke, & G. Belke, 2012) ist ein inputspezifizierendes Sprachförderkonzept für den Regelunterricht, das LehrerInnen in der Anwendung als erfolgreich empfinden.

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Interaktive Gestaltung von Textherstellungsprozessen

Dr. Nicole Hinrichs (Germanistisches Institut)

Texte entstehen auf vielfältige Weise. Häufig gibt es nicht nur einen Verfasser, sondern es sind zwei, drei oder noch mehr Personen, die an einem Text mitschreiben. In solchen Konstellationen müssen die Schreibenden nicht nur viele kleinere Teilaufgaben im Schreibprozess bearbeiten, sondern sie müssen auch den Schreibprozess und parallel ihre Interaktion gestalten. In den USA wurden Schreibinteraktionen als Teilbereich des kollaborativen Lernens und im Zuge der Schreibprozessforschung bereits in den 1980er Jahren thematisiert und didaktisiert. Ede und Lunsford (1992:62) haben mit einer groß angelegten quantitativen Studie nachgewiesen, dass gemeinsames Schreiben durch die unterschiedlichen Sichtweisen und Expertisen der Schreibenden zu einem besseren Schreibprodukt führt.

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Metaphern im Fremdsprachenunterricht: Englisch, Französisch, Spanisch

Jun.-Prof. Dr. Corinna Koch (Romanisches Seminar)

Die Dissertationsschrift Metaphern im Fremdsprachenunterricht: Englisch, Französisch, Spanisch verortet sich im Bereich der gegenstandsorientierten, fremdsprachendidaktischen Grundlagenforschung der drei modernen Schulsprachen. Die Metapher wird in dieser Arbeit und in Anlehnung an die konzeptuelle Metapherntheorie als Denkphänomen betrachtet, das alle Menschen tagtäglich bei der Wahrnehmung und Verarbeitung ihrer Umwelt nutzen, das sich in der Sprache widerspiegelt und aus ihr heraus das Denken beeinflusst. Neben lexikalisierten Metaphern, die als feste Bestandteile der Sprache von Muttersprachlern nicht mehr als Metaphern wahrgenommen werden, und innovativen Metaphern, die vermehrt, aber nicht ausschließlich in der Literatursprache präsent sind, sind für den Fremdsprachenunterricht vor allem diejenigen Metaphern von Bedeutung, die zwar in der Fremdsprache lexikalisiert, für einen Lernenden jedoch aufgrund seiner divergierenden kulturellen Prägung neuartig sind.

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Die Braut des Königs

Jun.-Prof. Dr. Rabea Kohnen (Germanistisches Institut)

Geschichten über die gefährliche Werbung um eine Frau gehören zum weltweiten Erzählgut und vom russischen Zaubermärchen bis zum Hollywoodfilm finden sich immer wieder die gleichen narrativen Elemente: der mutige Werber, die schöne Braut, ihr böser Vater, gefahrvolle Prüfungen und zumeist ein glückliches Ende. In der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters gibt es eine Gruppe von sechs Texten, in denen diese gemeinsamen Elemente derart zu einem narrativen Muster verdichtet sind, dass sie einen eigenen Erzähltypus bilden. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich die Forschung zumeist aus strukturalistischer Perspektive auf dieses verbindende Erzählmuster konzentriert hat und die Brautwerbungserzählungen König Rother, Kudrun, Ortnit, Orendel, Salman und Morolf und Dukus Horant in erster Linie als Realisierungen des sogenannten Brautwerbungsschemas in den Blick genommen hat.

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Embracing Differences: transnational cultural flows between Japan and the United States

Dr. Iris-Aya Laemmerhirt (Englisches Seminar)

Das Dissertationsprojekt untersucht die amerikanisch-japanische kulturelle Interaktion mit Hilfe neuerer Theorien der transnationalen Studien. Neben dem kulturellen Austausch wird insbesondere der Einfluss, den ein Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Kulturen auf die nationale Identität eines Landes haben kann, näher betrachtet. Das Buch ist aus einer transnationalen Perspektive geschrieben, d.h. es wird die amerikanische sowie japanische Sichtweise berücksichtigt. Besonders in den American Studies wurde die Bedeutung Japans für die amerikanische und damit westliche Kultur lange Zeit vernachlässigt. Das Buch verdeutlicht jedoch, dass die unterschiedlichsten Populärkulturen ohne den ständigen Austausch zwischen Japan und den USA in der Zukunft kaum noch gedacht werden können.

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Klassik und Didaktik. Die Konstituierung des deutschen Unterrichts 1871-1914 im synergetischen Verhältnis zur Rezeption Lessings, Goethes, Schillers

Dr. des. Manuel Mackasare (Germanistisches Institut)

Die Arbeit untersucht die Rezeption der sogenannten „Klassiker“ Lessing, Goethe und Schiller im Kontext des sich etablierenden Deutschunterrichts 1871-1914. Sie folgt einem literarhistorischen Ansatz, für den rezeptionsgeschichtliche, historisch-fachdidaktische und wissensgeschichtliche Interessen leitend sind. Bisher ist die Genese des Deutschunterrichts in ihrer elementaren Verknüpfung mit dem historischen literarischen Kernkanon nicht in ausreichender Tiefe analysiert worden. Diese Lücke beabsichtigt die vorliegende Studie zu schließen. Im Ergebnis zeigt sich, dass das Verhältnis zwischen „Klassik“ und Didaktik ein synergetisches ist: Nicht nur bedienen sich die „Schulmänner“ der literarischen Stoffe, um bestimmte pädagogische Vorstellungen zu realisieren, sondern die historischen pädagogischen Vorstellungen werden auch durch affirmative „Klassiker“-Rezeption beeinflusst.

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Im Anfang war das Experiment. Das Weimarer Radio bei Hans Flesch und Ernst Schoen

Dr. Solveig Ottmann (Institut für Medienwissenschaft)

Im Oktober 1923 wurde mit dem Rundfunk in Deutschland ein (Massen-)Medium eingeführt, das neue Formen der Kommunikation und der Wahrnehmung mit sich brachte. Die bisher bekannten akustischen Konventionen wurden von der Technologie aufgebrochen und die raum- und zeitübergreifende Kraft rief Faszination und Unbehagen gleichermaßen hervor. Der Rundfunk der Jahre 1923 bis 1933 war eine Experimentalanordnung, so die These der Dissertation, deren experimenteller Charakter in der Wissensgeschichte des Radios begründet lag, weder technisch noch konzeptionell ausgereift war und neue künstlerische, soziale und politische (Medien-)Konzepte erforderte.

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