Pleasures and Distractions. Early entertainment culture around 1900 in the twin cities

Dr. Hilde Hoffmann (Institut für Medienwissenschaft)

Near the turn of the century (1880-1930) European metropolises such as Berlin, Vienna and Paris underwent drastic change.

With the increasing mobility – made possible with the advent of the automobile and steam trains; the electrification of cities with luminous architectures and brightly lit shop windows; and with emerging possibilities of urban entertainment in the form of panoramas, amusement parks and Varietés new forms of public perception came into being. Within this context cinema marks a climax.

We will approach cultural and media history of urban experience through works from Walter Benjamin, Siegfried Krakauer, Georg Simmel e.g.

In the second part of the seminar we will approach the entertainment culture of our own metropolis. In the center of our weekly excursions we will be focusing on the historic spaces of distraction like the fairground, dance halls and movie theatres.

Homepage des Projekts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Close Viewings. Filmkritik heute (Lehrprojekt: Über Film sprechen IV)

Dr. Hilde Hoffmann (Institut für Medienwissenschaft)

Filmkritik muss sich vielfältigen Neuerungen stellen. So wie der Film seit einigen Jahren auf verschiedenen Ebenen radikale Verände-rungen erlebt, so hat auch die Filmkritik auf eine veränderte Rezeption, auf neue Technik und auf eine neue Filmökonomie zu reagieren. Film wird nicht mehr nur im Kinosaal projiziert: Film läuft im Fernsehen, er findet in der Galerie und dem Museum statt, läuft auf dem Laptop oder dem Smartphone.
Der Zeitraum in dem eine Filmkritik zum Kinobesuch inspirieren kann ist kurz geworden. Viele Filme laufen nur noch für eine sehr begrenzte Spanne im Kino. Ein Teil der Filme wird aktuell direkt für den Heimmarkt produziert. Wird die Spannung zu groß, ist man nicht mehr an die Vorgaben der Verleiher und das Kinoprogramm gebunden, oft kann man sich Filme schon vor dem Kinostart aus dem worldwideweb besorgen.
Die Zeitung als angestammter Ort der Filmkritik hat an Wichtigkeit verloren – besonders für junge FilmliebhaberInnen. Feste Anschlagszahlen spielen keine Rolle mehr. Die meisten Filmkritiken werden auf social media Plattformen oder in blogs gelesen und von usern selbst geschrieben. Hier geht es dann weniger um gesellschaftliche oder filmästhetische Einordnung als um das Beschreiben subjektiven Erlebens.

Die Veranstaltung close viewings. filmkritik heute fragt nach neuen Aufgaben und Formen der Filmkritik. Wie kann Filmkritik dazu beitragen, dass sich die spezifische Wahrnehmungsform des Kinos weiter behaupten kann? Wie kann kritische Öffentlichkeit, für die das Kino eine Zeit lang stand, durch Filmkritik befördert werden? Wie kann das riesige künstlerische Erbe des Films durch die Filmkritik zugänglich gehalten werden? Und unter welchen Bedingungen kann man heute seinen Lebensunterhalt als KritikerIn verdienen?

Homepage des Projekts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Kino gewesen. Geweint (Lehrprojekt: Über Film sprechen III)

Dr. Hilde Hoffmann (Institut für Medienwissenschaft)

KinoMit diesem verheißungsvollen Seminartitel wurde unser Interesse geweckt. Ein Seminar am Freitagabend ist erfahrungsgemäß eigentlich nicht das, was sich ein durchschnittlicher Student wünschen würde. Und doch wirkte die Aussicht auf „weniger Theorie und mehr Film“ durch den alternierenden Kino- und Seminarbesuch für uns teilnehmende Studierende offenbar verlockend. Der erste Eindruck war, dass sich hier eine Gruppe gefunden hatte, die nicht nur gerne ins Kino ging, sondern die es auch liebte über das eigene Filmerleben zu sprechen.

Auch die Zusammensetzung der Studenten im Seminar versprach interessante Diskussionen. Denn neben Medienwissenschafts-Studenten der RUB nahmen auch Bochumer Studenten der Geografie und der Literaturwissenschaft sowie Erasmus-Studenten aus Ungarn und Österreich teil.
So unterschiedlich die Teilnehmer waren auch die Erwartungen und Ansprüche an das Seminar. Während Studenten aus anderen Disziplinen das Hobby „Kino“ gerne einmal von einer filmwissenschaftlichen Perspektive aus betrachten wollten, war eine häufige Erwartung der Medienwissenschaftler gerade die Praxisnähe, die sie sich vom Seminar erhofften. Für sie schien es zudem besonders relevant zu sein, sich für eine potenzielle Laufbahn rund um den Film mit einer sprachlichen Kompetenz auszustatten, die es ermöglichen sollte sowohl fachlich fundiert als auch allgemeinverständlich über Film zu sprechen.

Homepage des Projekts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Filme befreien den Kopf. Über Film sprechen mit jungen Gefangenen in der JVA Wuppertal (Lehrprojekt: Über Film sprechen II)

Dr. Hilde Hoffmann (Institut für Medienwissenschaft)

Film sprechenDie Veranstaltung bietet für alle Beteiligten eine einmalige Chance: Für die Jugendlichen in Haft ist die Veranstaltung eine Einladung zur Begegnung mit Filmkunst. Filme sind in besonderem Maß in der Lage die Emotionen junger Menschen zu spiegeln und als Medium komplexer Gefühlslagen zu dienen. Das gemeinsame Erleben im Kinodunkel bietet eine positive Gruppenerfahrung. Die Filme bieten einerseits vielfältige Anknüpfungspunkte an die eigene Biographie, andererseits werfen sie die ‚großen Fragen’ nach Liebe, Freiheit und individuellen Entscheidungsmöglichkeiten auf. Sie können neue Sichtweisen vermitteln, und Lust auf andere Erfahrungen machen. Kritische Situationen sowie bisher Unerreichbares kann ‚durchgespielt’ werden. Die anschließende Diskussion setzt der Sprachlosigkeit und Ohnmacht der Haft etwas entgegen. Die Jugendlichen werden in ihren Erfahrungen und Meinungen ernst genommen und erfahren Respekt und Interesse. Überdies bieten die wöchentlichen Treffen eine willkommene Unterbrechung der Isolation in Haft.

Für die teilnehmenden Studierenden bietet die Veranstaltung die Einführung in die Praxis der Filmvermittlung. Vom Auswählen und Zusammenstellen von Filmreihen, dem Erarbeiten von Fragestellungen und dem Vorstellen von Filmen bis zum anschließenden gemeinsamen Gespräch über Film. Bisherige Studieninhalte werden in die Praxis übersetzt und wöchentlich ausgetestet. Das Filmerleben der Jugendlichen in Haft kann reflektiert und eigene Sicht- und Redeweisen in Frage gestellt werden. Die gewonnenen Erfahrungen begleiten die Studierenden in ihre spätere Arbeitswelt als Redakteure, Produzenten oder in Kulturmanagement und -verwaltung. Darüber hinaus ist die Veranstaltung eine Gelegenheit Gefängnis – einen unsichtbaren und unzugänglichen Bereich von Gesellschaft –  zu erleben und zu reflektieren.

Homepage des Projekts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Manuskript zum Buch. Ein editionsphilologisches Projekt

Dr. Stephanie Heimgartner (Sektion Komparatistik)

In dem editionsphilologischen Projekt "Vom Manuskript zum Buch" wird Studierenden die Möglichkeit gegeben, an unveröffentlichten Quellen zu forschen. Kern des Projekts waren Exkursionen ins Deutsche Literaturarchiv nach Marbach. Dort wurden vor Ort unveröffentlichte literarische oder dokumentarische Quellen erfasst, die anschließend nach editionsphilologischen Kriterien aufbereitet und veröffentlicht wurden. Auf diese Weise war es möglich, Einblick in einen grundlegenden Zweig literaturwissenschaftlicher Arbeit zu gewinnen und darüber hinaus Erfahrungen mit Dokumentations-, Bearbeitungs- und Veröffentlichungsprozessen zu sammeln, die für das Berufsleben z. B. in einem Verlag, einem Archiv oder der Universität von zentraler Bedeutung sind.

Homepage des Projekts

Manuskript3Manuskript2Manuskript4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kritische Edition des Schlegel/Tieck-Shakespeare – Projektmodul InStudies im Optionalbereich

Prof. Dr. Peter Goßens (Sektion Komparatistik)

EditionDie kritische Edition des Schlegel/Tieck-Shakespeare wird erarbeitet von Studierenden der Komparatistik und anderer Philologien an der Ruhr-Universität Bochum unter Leitung von PD Dr. Peter Goßens. Das Ziel des Projektmoduls im Bereich InStudies im Optionalbereich ist es, eine kritische Edition dieser wohl wichtigsten deutschsprachigen Übersetzung der Dramen William Shakespeares vorzulegen und dabei alle relevanten Quellen – von der erhaltenen Handschrift über die zahlreichen Drucken zu Lebzeiten bis hin zu den ›kritischen‹ Editionen des 19. Jahrhunderts – zu berücksichtigen.
Die Studierenden werden im Rahmen des Projektes alleine oder im Tandem an der kritischen Edition der übersetzten Dramen arbeiten und ihre analytischen Ergebnisse in einem begleitenden Essay kommentieren. Im Rahmen der Präsenzveranstaltungen werden sie in grundlegende Probleme der Literaturwissenschaft wie des Edierens eingeführt. Zugleich sammeln sie Erfahrungen im Bereich der Dokumentations-, Bearbeitungs- und Veröffentlichungsprozesse, die für das Berufsleben z.B. in einem Verlag, einem Archiv oder der Universität von zentraler Bedeutung sind. Die fertiggestellte Edition soll im Rahmen der geplanten kritischen Ausgabe veröffent-licht werden; die Studierenden halten damit ein Produkt in den Händen, das sie auch als Referenz bei der zukünftigen Berufssuche vorlegen können.

Homepage des Projekts