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PCB-Informationsstelle
E-Mail: pcb@ruhr-uni-bochum.de

Prävention 

Zusätzlich zu technischen und baulichen Lösungen zur Reduzierung der Raumluftbelastung, die vom BLB in Auftrag gegeben werden, besteht die Möglichkeit präventiver kurzfristiger Maßnahmen.

 

Regelmäßiges Lüften

Es hat sich herausgestellt, dass die wirksamste kurzfristige Maßnahme ein regelmäßiges und ausgiebiges Lüften der belasteten Räume ist. So kann die PCB-Belastung erheblich reduziert werden. Dies spiegelt sich auch in den geringen Belastungen technisch belüfteter Räume wider.

Als besonders wirkungsvoll hat sich regelmäßiges Stoß- und Querlüften herausgestellt.

Die technische Regel für Arbeitsstätten 3.6 - Lüftung gibt folgende Empfehlung zur Stoßlüftung:

  • Unter Stoßlüftung wird der kurzzeitige (ca. 3 bis 10 min), intensive Luftaustausch zur Beseitigung von Lasten aus Arbeitsräumen verstanden.
  • Eine Stoßlüftung ist in regelmäßigen Abständen nach Bedarf durchzuführen. Als Anhaltswerte werden empfohlen:
        • Büroraum nach 60 min
        • Besprechungsraum nach 20 min
  • Die Mindestdauer der Stoßlüftung ist von der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen und dem Wind abhängig. Es kann von folgenden Orientierungswerten ausgegangen werden:
        • Sommer: bis zu 10 min (unter Berücksichtigung der Außentemperatur)
        • Frühling/Herbst: 5 min
        • Winter: 3 min

Zudem sollte vor Beginn der Raumnutzung die Lüftungszeit ca. 15 min betragen.

 

Regelmäßige Reinigung

Regelmäßige Reinigung verhindert, dass sich Stäube längerfristig anlagern. Besonders horizontale Flächen sollten daher wöchentlich gereinigt werden.

Vor Umzügen werden im Regelfall Akten, Bücher und Inventar durch ein Reinigungsunternehmen von Altstäuben befreit.

 

Hinweise für Schwangere und Stillende

Eine fruchtschädigende Wirkung beim Menschen ist bislang nicht sicher nachgewiesen. Aufgrund der Ergebnisse aus Tierexperimenten muss jedoch angenommen werden, dass negative Auswirkungen auf das ungeborene Kind bestehen können. Auch eine Belastung von Säuglingen über die Muttermilch ist nicht auszuschließen.

Das Mutterschutzgesetz verbietet gemäß § 4 Abs. 1 Schwangere und Stillende mit Arbeiten zu beschäftigen, bei denen sie schädlichen Auswirkungen durch gesundheitsgefährdende Stoffe ausgesetzt sind. (siehe auch Mutterschutzrichtlinienverordnung §5 Abs.1 S.3). Hiervon ist auszugehen, wenn der Vorsorgewert von 300 ng PCB pro m3 Raumluft überschritten wird.

Es werden deshalb alle Mitarbeiterinnen und Studentinnen gebeten, sich mit der Abteilung Arbeitssicherheit in Verbindung zu setzen sobald Kenntnis über eine Schwangerschaft vorliegt, um im Einzelfall die notwendigen Maßnahmen abzustimmen.