Lebenszyklusorientierte Optimierung modularer Produktprogrammarchitekturen

Produktprogrammentscheidungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg und werden mit zunehmendem Koordinationsbedarf von Kunden-, Markt- und technologischen Anforderungen komplizierter. Vornehmlich werden diese Entscheidungen für das gegenwärtige Produktprogramm betrachtet. Die Variantenkonfiguration sollte jedoch auch zukünftige Veränderungen im Produktprogramm geeignet antizipieren.

Zum Umgang mit gestiegener Produktkomplexität und Variantenvielfalt sowie zur Verbindung der generischen Wettbewerbsstrategien Kostenführerschaft und Differenzierung werden insbesondere im Automobilbau Modularisierungsprinzipien aufgegriffen. Anknüpfungspunkte modularer Produkte bestehen jedoch auch für andere Branchen, etwa für den Maschinen- und Anlagenbau, oder die Optimierung modularer Sach- und Dienstleistungen. Aufgrund vielfältiger Gestaltungs- und Kombinations­möglichkeiten mit Modul- und Plattformstrategien ergibt sich eine anspruchsvolle Entscheidungssituation des Produktmanagements.

Hierfür wird in der Ausarbeitung ein neuartiges Entscheidungskonzept entwickelt, in dem ökonomische Kriterien und technische Anforderungen in innovativen gemischt-ganzzahligen Optimierungsmodellen verknüpft werden. Diese quantitative Entscheidungsunterstützung ermöglicht die optimale Modularisierung in Produktprogrammen, die für eine lebenszyklusorientierte Produktgestaltung weiterentwickelt wird. Produktrisiken werden über Simulationsmodelle und Methoden der robusten Optimierung explizit einbezogen.

Schlagworte:
Lebenszyklusrechnung, Modularisierung, Produktarchitektur, Produktkomplexität, Produktlebenszyklus, Produktprogrammgestaltung, Lineare Optimierung, Mathematische Entscheidungsunterstützung, Management Science, Operations Research, Robuste Optimierung

 

Pietschmann, Urs (2013): Lebenszyklusorientierte Optimierung modularer Produktprogrammarchitekturen,
zugl. Diss. Ruhr-Universität Bochum, 2013, Hamburg 2013.

 

 

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