Was ist der Optionalbereich?

Der Optionalbereich wurde als fakultätsübergreifende Einrichtung 2001 gegründet. Mit dem Optionalbereich hat die Ruhr-Universität Bochum einen zentralen Ort zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen geschaffen, der in dieser Form einmalig ist. Er stellt gleichermaßen die Plattform für Angebote aus Fächern und von externen Anbietern sowie für die Nachfrage der Studierenden dar.

Aufgabe

Aufgabe des Optionalbereichs ist – in Ergänzung der wissenschaftlichen Ausbildung im Fachstudium – berufsqualifizierende Schlüsselkompetenzen zu vermitteln, die Auseinandersetzung mit interdisziplinären Fragestellungen anzuregen und eine insgesamt praxisnähere Hochschulausbildung anzubieten, um den Berufseinstieg der Absolventinnen und Absolventen der gestuften Studiengänge in den Arbeitsmarkt zu verbessern.

Studium

Studierende im 2-Fach-Bachelor-Studiengang erwerben 30 CP im Optionalbereich. Diejenigen, die ihr Studium zwischen dem Wintersemester 2001/02 und dem Sommersemester 2016 aufgenommen haben, müssen mindestens drei Gebiete im Verlauf des Bachelor-Studiums wählen. Studierende, die sich ab dem Wintersemester 2016/17 erstmalig für den 2-Fach-Bachelor-Studiengang an der RUB einschreiben, wählen eins von acht Profilen. Inzwischen bietet der Optionalbereich auch zahlreichen 1-Fach-Bachelor-Studiengängen die Teilnahme am Angebot mit unterschiedlichem Umfang.
Die Bochumer Bachelor-Studiengänge beinhalten eine Kombination aus integrativen und additiven Elementen. Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Schlüsselkompetenzen per Definition nicht einmalig erworben werden können. In zahlreichen Fächern steht der Erwerb von entsprechenden Kompetenzen daher in unterschiedlichen Modulen im Vordergrund. Darüber hinaus werden so genannte „Soft Skills“ wie u. a. Sprachkompetenz, Kommunikation, Moderationsfähigkeiten, Selbständigkeit, Kreativität und Flexibilität, Organisationstalent, Fähigkeit zur Problemlösung sowie Teamfähigkeit und Sozialkompetenz – in unterschiedlichem Umfang – verstärkt in den Modulen des Optionalbereichs vermittelt, trainiert und gefördert.

Auszeichnung und Förderung

Dass sich der Optionalbereich mit dieser Entwicklung von Beginn an auf dem richtigen Weg befand, belegen seine zahlreichen Auszeichnungen und Förderungen (z. B. 2001 im Rahmen der Studienreform 2000plus des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, 2005 im Rahmen der SCHLÜSSELQUALIFIKATIONENplus des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft und der Stiftung Mercator, 2012-2016 inSTUDIES gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) und die Tatsache, dass viele Hochschulen das Konzept in Teilen oder als Ganzes übernommen haben. Die Kompetenzausrichtung des Optionalbereichs hat zudem über die Jahre ein neues Nachdenken über Studienangebote zahlreicher Lehrender der Ruhr-Universität Bochum angeregt.