Profil Forschung - Sozialwissenschaft

Das Profil Forschung – Sozialwissenschaft ermöglicht es den Studierenden, den empirischen Forschungsprozess im Rahmen einer intensiven Betreuung von Anfang bis Ende kennenzulernen. Alle für die Bearbeitung des Untersuchungsthemas notwendigen Methoden und Techniken werden erörtert (z. B. Kontaktaufnahme mit Interviewpartnern, die Anwendung qualitativer und quantitativer Verfahren der Datenerhebung und Datenauswertung; Schreiben des Projektberichts; Vortrags- und Präsentationstechniken). Die empirischen Daten werden entweder selbst erhoben oder in Form von Datensätzen zur sekundäranalytischen Auswertung zur Verfügung gestellt. Die inhaltlichen Fragestellungen variieren von Projekt zu Projekt und entstammen dem gesamten Spektrum der Sozialwissenschaft: Soziologie, Politikwissenschaft, Sozialökonomik, Sozialpolitik, Sozial- und Kulturpsychologie sowie und Sozial- und Kulturanthropologie.
Der Gegenstand des gewählten Empiriemoduls bildet als zentraler Bestandteil der forschungsorientierten Lehre in der B.A.-Phase die Grundlage für empirische B.A.-Arbeiten und für weiterführende Masterstudien. Es werden integrative wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen vermittelt, indem Studierenden an die eigenständige Durchführung von theoretisch fundierten und methodisch kontrollierten empirischen Projekten in forschungs- oder anwendungsorientierten Untersuchungsfeldern herangeführt werden. Die Anwesenheit in diesen Veranstaltungen ist insofern nach § 64 (2a) HG verpflichtend.

Empiriemodul (15 CP) Ergänzendes Modul in Absprache mit der Betreuerin / dem Betreuer (5 CP)

Aufbau des Profils Forschung – Sozialwissenschaft

Das Profil Forschung – Sozialwissenschaft kann jedes Semester aufgenommen werden. Es besteht aus dem Empiriemodul und einem individuell abzusprechenden weiteren Modul. Das frei wählbare Empiriemodul besteht i. d. R. aus einem zweisemestrigen Forschungsseminar und einer umfangreichen Projektdurchführung und entsprechender Projektausarbeitung (15 CP). Zusätzlich gehört ein ergänzendes Modul im Umfang von 5 CP zum Profil. Dieses Modul aus dem Modulangebot des Optionalbereichs wird individuell mit der Betreuerin / dem Betreuer vereinbart und dient dazu, forschungsrelevante Kompetenzen in enger Abstimmung mit dem gewählten Empiriemodul zu erwerben.

Kompetenzen

Die Studierenden
  • kennen ausgewählte Methoden und Techniken empirischer Sozialforschung,
  • können die erworbenen Kenntnisse anwenden, also kleinere (quantitative oder qualitative) empirische Untersuchungen planen, durchführen und reflektieren,
  • sind fähig, (ihre) Forschungsergebnisse kritisch zu beurteilen, im Forschungsbericht darzustellen und öffentlich zu präsentieren.

Voraussetzungen

Studierende können sich ab dem 2. Studienjahr mit der Beauftragten für das Profil Forschung – Sozialwissenschaft, Frau Inga Bienert, M.A., in Verbindung setzen und sich um die Teilnahme bewerben. Anzugeben sind

  • Name und Matrikelnummer,
  • Studienfächer
  • sowie ein kurzes Motivationsschreiben, warum man das Profil Forschung – Sozialwissenschaft und das entsprechende Empiriemodul studieren möchte.

Arbeitsaufwand

Die Modulprüfung und -note des Empiriemoduls basiert auf einer Projektdurchführung und der schriftlichen Ausarbeitung. Der Abgabetermin wird mit den Lehrenden abgesprochen. Ggf. sind unbenotete Teilleistungen zu erbringen. Modulnote und -prüfung des ergänzenden Moduls sind der jeweiligen Modulbeschreibung zu entnehmen.

Einführende Literatur

  • Diekmann, Andreas (2010): Empirische Sozialforschung: Grundlagen, Methoden, Anwendungen, 4. Auflage, Reinbek bei Hamburg.
  • Mey, Günter/ Mruck, Katja (Hg.) (2010): Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie, Wiesbaden.
  • Schnell, Rainer/ Hill, Paul/ Esser, Elke(2008): Methoden der empirischen Sozialforschung, 8. Auflage, München.
  • Strauss, Anselm L./ Corbin, Juliet M. (1996): Grundlagen qualitativer Sozialforschung, Weinheim.

Ansprechpartnerin

Inga Bienert
M.A. (Beauftragte für das Profil Forschung – Sozialwissenschaft)
GBCF 04/610
Fon: +49(0)234-32-29226
bienert-optionalbereich@rub.de

Empiriemodule (WS 2017/18)

Empiriemodule (SoSe 2017) – keine Neuaufnahmen möglich

  • Bildung und Ungleichheit: Empirische Fragen der Bildungsökonomie, Frau Dr. Zeyer
  • Engagement in der Ruhr-Metropole als öffentliche Sozialforschung, Frau Jun.-Prof. Zajak, Frau Dr. Gottschalk
  • Erst stirbt die Zeche, dann die Stadt? Der Strukturwandel von Wohnquartieren im Ruhrgebiet, Herr Prof. Strohmeier, Herr Dr. Letzel
  • Gesundheit und gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen, Frau Prof. Ott, Herr Prof. Schäfer
  • Gesundheitliche Versorgung in Wattenscheid, Frau Prof. Ott, Frau Dr. Böhm