Forschendes Studieren in der Germanistischen MediÄvistik
Neue Medien in der Vormoderne
WS 2012/13 bis SoSe 2013 (20 CP)
Anmeldung:
per E-Mail bis zum 08.10.2012 per Mail an Prof. Dr. Bernd Bastert.
Auswahlgespräche: 10.10.2012
Zielgruppe: Studierende aller Fakultäten ab dem 2. Fachsemester mit Interesse am Mittelalter, der mittelalterlichen Sprache und medialen Fragestellungen.
Module des Projekts
- Literatur, Kultur und Medien der Vormoderne (5 CP, Gebiet 4)
- Neue Medien in der Vormoderne: Entwicklung und Durchführung
eines spezifischen Forschungsprojekts (10 CP, Gebiet 5) - Neue Medien in der Vormoderne: Ergebnissicherung und Präsentation
(5 CP, Gebiet 2)
Inhalt:
Medienwandel beschreibt den Einschnitt in der europäischen Schriftkultur durch die Verdrängung der Handschrift durch den Druck seit der Mitte des 15. Jh. Doch kann tatsächlich von einer medialen Revolution gesprochen werden? Wie verändert sich die Textpräsentation und -organisation im neuen Medium und wie wirkt sich die Druckschriftlichkeit auf die Literaturproduktion aus? Anhand von ausgewählten Druckbeispielen des 15. und 16. Jh sollen diese Fragen in den Fokus der Übung gestellt werden. Auf diese Weise werden wichtige methodische Grundlagen und Arbeitstechniken der germanistischen Mediävistik vorgestellt und eingeübt. Die Betrachtung der historischen Sprachstufen des Deutschen soll auch dazu anleiten, Phänomene der Gegenwartssprache beobachten, verstehen und erklären zu lernen.
So entwickeln die Studierenden Schritt für Schritt ein Projekt zu medialen Inszenierungen von Handschriften und Drucken des 15. und 16. Jh. Untersucht werden Übersetzungen ‚klassischer‘ Texte – etwa von Aesop, Boethius, Cato, Cicero oder Vergil –, die ungefähr gleichzeitig sowohl in handschriftlicher als auch in gedruckter Form entstanden sind und so den Medienwechsel der Vormoderne und die daraus resultierenden Probleme widerspiegeln. Zum Abschluss präsentieren die Studierenden Ihre Forschungsergebnisse in einem Schülerlabor.



