Gebiete im Optionalbereich

Studierende, die ihr Studium zwischen dem WS 2001/02 bis einschließlich Sommersemester 2016 aufgenommen haben, müssen Module aus mindestens drei von sechs Gebieten im Verlauf des Bachelor-Studiums wählen.


Gebiet [1] - Fremdsprachen

Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen sind in einer globalisierten Welt für Studium und Beruf unerlässlich. Das Gebiet 1 soll die Fremdsprachen­kenntnisse der Studierenden fördern und sie mit anderen Kulturen vertraut machen. Studierenden wird im Gebiet 1 die Möglichkeit geboten, im Kontext der jeweiligen Kulturen neue Sprachen zu erlernen oder vorhandene Kenntnisse in den ihnen entsprechenden Kompetenzstufen zu vertiefen. Darüber hinaus werden Module angeboten, in denen zielspachlich orientiert Präsentieren und Kommunizieren vermittelt wird, sowie Module, die einen stärkeren Berufsfeldbezug haben (z.B. in den Bereichen Wirtschaft, Medien, Recht).



Struktur des Angebots

Das Fremdsprachenangebot des Optionalbereichs, das zurzeit über 20 Sprachen umfasst, ist untergliedert in „europäische", „außereuropäische" und „alte Sprachen". Die Sprachen werden in Kompetenzstufen angeboten, die sich an internationalen Standards (z.B. Cambridge Certificate) bzw. bei den alten Sprachen an den entsprechenden staatlichen Prüfungen (Latinum, Graecum, Hebraicum) orientieren.
Die Angebote des ZFA (Zentrum für Fremdsprachenausbildung) sind nach dem Europäischen Referenzrahmen gegliedert (A1 - C2). Weitere Informationen über die Aufteilung der Kurse, Anforderungen und Kompetenzen finden Sie hier.


Gebiet [2] - Kommunikation, Präsentation, Argumentation

Die heutige Informationsgesellschaft bietet ein Höchstmaß an Wissen und erfordert zugleich die Aufbereitung und Vermittlung dieser Informationen in übersichtlicher, verständlicher und ansprechender Form. Dabei sind Verfahren der verbalen, schriftlichen und medialen Kommunikation zu berücksichtigen. Die in Gebiet 2 erworbenen Kompetenzen sind für das Studium sowie für die spätere Berufspraxis unabdingbar. Das Gebiet ist in Grundlagen der Kommunikation und das Berufsfeld Medien/PR unterteilt.

Struktur des Angebots

Grundlagen der Kommunikation

Erwerb von Grundkenntnissen im sprachlichen, argumentativen und kommunikativen Bereich, um selbstständig unter Einbeziehung geeigneter Medien wissenschaftliche oder berufsbezogene Themen zu kommunizieren. Das hier vermittelte Wissen soll gleichermaßen für das weitere Studium als auch für das spätere Berufsleben von Nutzen sein, wobei keine Festlegung auf bestimmte Berufsgruppen erfolgt. Die Module in diesem Bereich sind besonders geeignet für Studienanfänger/innen und für Studierende ohne bzw. mit geringen Vorkenntnissen.

Berufsfeld Medien/PR

Erwerb von speziellen, auf das Berufsfeld Medien bezogenen kommunikativen und berufsorientierten Kompetenzen. Hierzu gehören z.B. Einführungen in die Grundlagen des journalistischen Arbeitens, in die unterschiedlichen Formen der Berichterstattung, der Themenfindung und in die Recherche sowie die angestrebte Professionalisierung in medienrelevanten Spezialgebieten wie z.B. Moderation und Medientechnik.

Berufsfeld Wirtschaft

Erwerb von speziellen, an der Praxis ausgerichteten und auf das Berufsfeld Wirtschaft bezogenen kommunikativen und berufsorientierten Kompetenzen sowie der Erwerb der dafür erforderlichen wirtschaftlichen Grundkenntnisse.

Berufsfeld Unterricht

Erwerb von Methodenkompetenz zur eigenständigen Entscheidung, wie Lerninhalte zielgruppengerecht vermittelt werden können, sowie Vermittlung von psychologischem, pädagogischem und didaktischem Grundlagenwissen. Module im Berufsfeld Unterricht stellen Kontakt zu unterschiedlichsten Vermittlungstätigkeiten im schulischen und außerschulischen Bereich her.



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Gebiet [3] - Informationstechnologien

Der sichere Umgang mit den verschiedenen Formen der Informationstechnologien in ihrer jeweils aktuellen Ausprägung ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium und unentbehrliche Grundlage für jede berufliche Praxis. Das Angebot ist in drei Kategorien unterteilt: Anwendungsbezogenes Grundlagenmodule, Berufsfeldorientierte Module für Fortgeschrittene und Theorien der Informationstechnologien. Während in den beiden ersten Kategorien die anwendungsspezifische Ausbildung immer die universitäre und die berufliche Nutzung zum Ziel hat, wird in der dritten Kategorie besonderer Wert auf wissenschaftliche Fachkenntnisse gelegt.

Struktur des Angebots

Anwendungsbezogene Grundlagenmodule

Befähigung zum eigenständigen und kompetenten Umgang mit aktuell gebräuchlichen Informationstechnologien und ihren Software-Systemen im Hinblick auf Studium und Beruf sowie deren Transfer auf vergleichbare Anwendungsbereiche. Die Module in diesem Bereich sind besonders geeignet für Studienanfänger/innen und für Studierende ohne bzw. mit geringen Vorkenntnissen.

Berufsfeldorientierte Module für Fortgeschrittene

Vorhandene Grundlagenkenntnisse, die durch bereits besuchte Module oder vergleichbare Leistungen nachzuweisen sind, werden unter dem Gesichtspunkt der Berufsfeldorientierung exemplarisch erweitert.

Theorien der Informationstechnologien

Auf hohem wissenschaftlichem Niveau werden Fachspezifika der Informationstechnologien, bestehend aus praktischen und theoretischen Bestandteilen, für interessierte Studierende aller Fachrichtungen verständlich aufbereitet und vermittelt.



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Gebiet [4] - Interdisziplinäre Studieneinheiten

Das Gebiet 4 dient vorrangig der Möglichkeit, das in den studierten Fächern erworbene Wissen in größere interdisziplinäre Zusammenhänge zu stellen. Ziel der interdisziplinären Studieneinheiten ist es, den Studierenden die Fähigkeit zu vermitteln, Theorien, Methoden und Kompetenzen verschiedenster Fachgebiete zur Lösung komplexer Probleme zu verbinden. Diese interdisziplinäre Kompetenz stellt für das gesamte Spektrum beruflicher Tätigkeiten eine Schlüsselqualifikation dar; für Berufsfelder, in denen vernetztes Denken und Arbeiten eine zentrale Rolle einnimmt, ist sie unverzichtbar.

Des Weiteren besteht in Gebiet 4 im Rahmen ergänzender Studieneinheiten anderer Fächer die Möglichkeit, sich mit den Methoden und zentralen Fragestellungen anderer Fächer auseinander zu setzen sowie aus anderen Fächern stammende fachbezogene Grundlagenkenntnisse und Kompetenzen zu erwerben, die für das spätere Berufsleben nützlich sind.

Struktur des Angebots

Grundlagenmodule anderer Fächer

Die Studierenden erwerben in diesen Modulen Grundkenntnisse und Basiskompetenzen in anderen als den von ihnen studierten Fächern.
Sie erwerben einen Einblick in Methodik und zentrale Fragestellungen anderer Wissenschaften. Der Besuch der Module setzt keine speziellen Vorkenntnisse voraus. Die Module sind daher für Studienanfänger/innen geeignet.

Berufsfeldorientierte Studieneinheiten anderer Fächer

Die Studierenden erwerben in diesen Modulen aus anderen als den von ihnen studierten Fächern spezielle Kenntnisse und Kompetenzen, die ihnen den Einstieg in verschiedene Berufsfelder ermöglichen bzw. erleichtern. Die vermittelten Kenntnisse und Kompetenzen sind polyvalent und qualifizieren für verschiedene wissenschaftliche bzw. nicht-wissenschaftliche Tätigkeiten. Der Besuch eines Moduls setzt ggf. Vorkenntnisse voraus, die im Rahmen von – höchstens – einem Modul des Optionalbereichs erworben werden können.

Interdisziplinäre Studieneinheiten

Den Studierenden wird auf Grundlage der von ihnen in ihrem Fachstudium erworbenen Kompetenzen und Kenntnissen gezielt die Fähigkeit zu überfachlicher Zusammenarbeit vermittelt (interdisziplinäre Kompetenz). Die Studierenden lernen, die zuvor erworbenen Kompetenzen und Kenntnisse im Rahmen interdisziplinärer Veranstaltungen und Projekte auszutauschen und sie losgelöst von ihrem jeweiligen Fachzusammenhang vernetzt einzusetzen.
Die so erworbene interdisziplinäre Kompetenz zielt auf zahlreiche Berufsfelder ab, für die die Fähigkeit zu vernetztem Denken und zum Arbeiten im Team in hohem Maße erforderlich ist.



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Gebiet [5] - Praktikum

Das Praktikum im Optionalbereich dient der Berufsfeldorientierung und ermöglicht auf der Basis gesammelter Studienerfahrungen einen Einblick in ein angestrebtes Arbeitsfeld. Die Möglichkeit, sich im Optionalbereich ein Praktikum kreditieren zu lassen, soll Sie motivieren, frühzeitig den Kontakt zur Berufspraxis herzustellen und erste Erfahrungen zu sammeln. Es dient der Reflexion und Überprüfung des Berufwunsches sowie der Anwendung der zuvor in den studierten Fächern, im Optionalbereich und ggf. außerhalb der Hochschule erworbenen Kompetenzen.

Es ist daher auch nicht möglich, das in der Regel vor Studienbeginn zu absolvierende obligatorische Eignungspraktikum für Studierende mit dem Berufsziel Lehramt als Praktikum anzuerkennen. Das Praktikum im Optionalbereich vermittelt einen Eindruck von den eigenen Kompetenzen und eventuell noch vorhandenen Schwächen, so dass im weiteren Studium festgestellte Defizite ausgeglichen bzw. die vorhandenen Stärken ausgebaut werden können. Das Praktikum wird Ihnen daher dringend empfohlen.



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Gebiet [6] - Schul- und unterrichtsbezogene Studien

Im Rahmen des Bachelor-Studiums können Sie bereits die Weichen für eine Berufstätigkeit als Lehrerin oder Lehrer stellen. Neben Ihrer fachlichen Ausbildung (in zwei Fächern, die für die Lehramtsausbildung zugelassen sind) sollten Sie daher auch erste berufspraktische Erfahrung sammeln. Zulassungsvoraussetzung zum Master of Education sind sechs Wochen Praxisstudien in Berufsfeldern der (Wissens-) Vermittlung.

Die Module in Gebiet 6 bieten Ihnen daher die Möglichkeit, diese Zulassungsvoraussetzung (in unterschiedlichem Umfang) zu erfüllen und zugleich eine Leistung im Optionalbereich zu erbringen. Die Module in Gebiet 6 stehen allen Studierenden offen. Auch wenn Sie nicht Lehrerin oder Lehrer werden möchten oder Fächer studieren, die Ihnen den Zugang zum Master of Education nicht eröffnen, sind die in Gebiet 6 zu erwerbenden Kompetenzen hilfreich und sinnvoll (z.B. in der Erwachsenenbildung, in sozialen Einrichtungen, in der internen Fortbildung).

Struktur des Angebots

Schul- und unterrichtsbezogene Basismodule

Diese Module bietet Ihnen die Möglichkeit, wissenschaftliche Theorien schul- und praxisorientiert kennen zu lernen und anzuwenden. Sie haben die Gelegenheit, theoretische und praktische Ausbildungselemente aufeinander zu beziehen, in der Regel erstmals die Perspektive der Lehrerin bzw. des Lehrers einzunehmen und die getroffene Berufswahl zu überprüfen.

Schul- und unterrichtsbezogene Aufbaumodule

Vorhandene Grundlagenkenntnisse, die durch bereits besuchte Module oder vergleichbare Leistungen nachzuweisen sind, werden unter speziellen Gesichtspunkten erweitert.



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