Lebenslauf Prof. Dr. Dorothea Prütting

Professorin Dr. Dorothea Prütting wurde 1949 in Marburg/ Lahn geboren. Nach Abschluss des humanistischen Gymnasiums im Jahr 1968 nahm sie zeitgleich die Ausbildungen zur Pharmazeutin und Juristin auf. Sie studierte in Marburg und Erlangen. Die Approbation zur Apothekerin erhielt sie im Jahr 1978, das zweite juristische Staatsexamen schloss sie 1982 zeitgleich mit ihrer Promotion zum Dr. rer. nat. bei Prof. Eberhard Nürnberg im Fach pharmazeutische Technologie ab. Die Weiterbildung zur Apothekerin für öffentliches Gesundheitswesen schloss sie 1983 ab.

Nach Tätigkeiten in öffentlichen Apotheken in Hessen und im Saarland sowie freier Mitarbeit bei der pharmazeutischen Zeitung, Frankfurt, trat sie 1986 in den Landesdienst Nordrhein-Westfalens ein. Zunächst arbeitete sie für kurze Zeit als Pharmaziedezernentin bei der Bezirksregierung Köln und wechselte 1988 auf der Basis grundlegender Arbeiten für das zur damaligen Zeit von der Landesregierung implementierte „Methadon-Programm“ in das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW. Dort in verschiedenen Funktionen und Aufgabenfeldern tätig übernahm sie im Jahr 2002 die Leitung der Personalabteilung und ab 2005 bis zu ihrem Ausscheiden im Jahr 2016 die Leitung der Gesundheitsabteilung.

Sie ist Herausgeberin und Mitautorin des „Prütting, Medizinrecht“, das seit 2010 in vier jeweils erweiterten Auflagen erschienen ist, und im Jahr 2016 durch ein in gleicher Konstellation editiertes Formularbuch ergänzt worden ist. Eine Reihe von nordrhein-westfälischen Landesgesetzen wie das Krankenhausgesetz, das PsychKG, das Maßregelvollzugsgesetz und das Rettungsgesetz hat sie ebenfalls über zum Teil mehrere Auflagen kommentiert. An anderen Werken ist sie als Mitautorin beteiligt. Dazu zählt z.B. Huster/ Kaltenborn, Krankenhausrecht. Sie ist Autorin zahlreicher aktueller Beiträge in den relevanten Zeitschriften des Medizin- und Gesundheitsrechts.

Frau Prof.‘in Prütting engagierte sich sowohl in der Ausbildung nichtärztlicher Heilberufe als auch der pharmazeutischen und medizinischen Aus- und Weiterbildung in NRW. Das Engagement für nichtärztliche Heilberufe setzt sie derzeit durch eine Hochschulratstätigkeit fort. An der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen lehrte sie im Rahmen der Amtsarztweiterbildung von 1991 bis 2009, den Vorsitz bei der Amtsapothekerprüfung behielt sie bis 2016 bei. Seit dem Wintersemester 2009/ 2010 hält sie als Lehrbeauftragte Vorlesungen im Bereich Sozial- und Gesundheitsrecht an der Ruhr-Universität und wirkt an der juristischen Ausbildung im Schwerpunktbereich 2 mit. Studierenden gab sie immer wieder Gelegenheit, ministerielle Tätigkeit in der Praxis zu erfahren. Im Wintersemester 2015/ 2016 wurde sie zur Honorarprofessorin ernannt.

 

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