Forschungsprojekte der Sektion Sprache und Literatur Chinas

Erstellung eines systematischen digitalen Inhaltsverzeichnisses zu Suwenxue congkan

  • Dauer: seit 2013
  • Leitung: Dr. Rüdiger Breuer, Prof. Dr. Christine Moll-Murata
  • Mitarbeiter: Lisa Herrmann, Johanna Marie Poppek, Anna Schulte, Kai Wycisk (2013–2014), Xiong Hongyue (2014), Huang Gufeng (2014–2015), Yang Yang (2015–2016)

Das Projekt gilt der 500-bändigen Sammlung Suwenxue congkan 俗文學叢刊 / Folk Literature: Materials in the Collection of the Institute of History and Philology (Taipei: Shin Wen Feng, 2002–2006), die den Bestand einer der wichtigsten Forschungsbibliotheken zur sogenannten Volksliteratur (darunter Theaterstücke, Erzähltexte, Volks- und Bänkellieder, Scherzgeschichten) im chinesischsprachigen Raum repräsentiert. Die zu erstellende Datenbank wird einen schnellen Zugriff auf die einzelnen Titel und Autoren der Sammlung ermöglichen.

Pseudonyme moderner chinesischer Autoren

  • Dauer: 1999–2005
  • Leitung: Prof. Dr. Raoul D. Findeisen
  • Mitarbeiter: André Frick (1999–2002), Burkhard Risse, Astrid Falk (2002–2005)

In Zusammenarbeit mit Spezialisten an mehreren Forschungszentren (London, Lyon, Shanghai) wurden an der Sektion Daten zum Gebrauch von Pseudonymen bei Autoren des 20. Jahrhunderts gesammelt und aufbereitet:

Raoul D. Findeisen. "Amendments and Additions to the List of Pen-Names of Modern Chinese Authors / Zhongguo xiandai wenxue zuozhe biminglu buyi xubian", Typoskript, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Ostasienwissenschaften, Sektion Sprache und Literatur Chinas, 1999. 3. Ausg. 2001.

Literatur und Verlagswesen in der Republik-Zeit:
Der andere Blick auf die literarische Produktion in China (1912–1949)

  • Dauer: 2003–2005
  • Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
  • Leitung: Dr. Christina Neder

Das Forschungsvorhaben widmete sich dem Verlagswesen der chinesischen Republik-Zeit (1912–1949) als einer der wichtigsten Institutionen des 'literarischen Feldes'. Anhand von Fallbeispielen untersuchte die mentalitätsgeschichtlich orientierte Studie die objektiv-materiellen, psychischen und kulturellen Strukturen, die das chinesische Verlagswesen bei der Produktion, Distribution und Rezeption von Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennzeichneten. Die Studie verstand sich als Beitrag, die Forschungslücke zur Sozial- und Kulturgeschichte des chinesischen Verlagswesens der Republik-Zeit und dessen Bedeutung für die moderne chinesische Literatur zu schließen.

Einrichtung einer Forschungsstelle für taiwanische Kultur und Literatur
(Research Unit on Taiwanese Culture and Literature)

  • Dauer: 1999–2002
  • Förderung: Chiang Ching-kuo Foundation
  • Leitung: Dr. Christina Neder, Dr. Charlotte Dunsing
  • Mitarbeiter: Ines Susanne Schilling (M.A.), Björn Mahr

Auf der Grundlage einer umfangreichen Spezialbibliothek zur taiwanischen Literatur und Kultur, die vor allem auf das Forschungsinteresse des verstorbenen Sektionsleiters Helmut Martin zurückgeht, wurde von September 1999 bis August 2002 ein von der Chiang Ching-kuo Foundation for International Scholarly Exchange, Taipei, Taiwan R.O.C., gefördertes Forschungsprojekt durchgeführt. Im Rahmen des Projektes wurde eine Forschungsstelle für taiwanische Kultur und Literatur (Research Unit on Taiwanese Culture and Literature) etabliert, deren offizielle Eröffnung am 13. November 2002 erfolgte.

Zu den Aktivitäten der Forschungsstelle gehörten bisher der Ausbau der vorhandenen Forschungsbibliothek und ihre Online-Präsentation, die Durchführung von Seminaren mit Gastwissenschaftlern aus Taiwan und der VR China in den Sommersemestern 2000 und 2002, die Veranstaltung eines internationalen Workshops im März 2001, die Publikation einer Forschungsbibliographie und die Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen verwandter Spezialisierung in Taiwan, Europa und den USA.

Deutsch-chinesische Wissenschafts- und Kulturbeziehungen in NRW.
Bisherige Entwicklung und Perspektiven

  • Dauer: 1996–1999
  • Förderung: Wissenschaftsministerium NRW
  • Leitung: Prof. Dr. Helmut Martin †, Dr. Christina Neder
  • Mitarbeiter: André Frick, Alexandra Wiegand

Nach Abschluss des Projektes wurde eine Studie erstellt, die die im Rahmen einer Umfrage evaluierten Beziehungen an den Hochschulen und Kultureinrichtungen in NRW dokumentiert und darüber hinaus ein wichtiges Handbuch der Institutionen liefert, die diese Beziehungen unterstützen:

Helmut Martin und Christina Neder (Hg.): "Kompendium der deutsch-chinesischen Wissenschafts- und Kulturbeziehungen in NRW". Bochum: Ruhr-Universität, Fakultät für Ostasienwissenschaften, Sektion Sprache und Literatur Chinas, 1999.

Kompendium und Abschlussbericht sind zum Selbstkostenpreis von 15 EUR über die erhältlich. 

Geschichte der deutschsprachigen Chinawissenschaften

  • Dauer: 1996–1999
  • Förderung: Wissenschaftsministerium NRW
  • Leitung: Prof. Dr. Helmut Martin †
  • Mitarbeiter: André Frick, Britta Jubin

Das Projekt widmete sich der Aufarbeitung der Geschichte der deutschsprachigen Sinologie, um die Entwicklung der einzelnen Fachrichtungen der Wissenschaftsdisziplin zu untersuchen. Es gliederte sich in verschiedene Teilprojekte:

1997 wurde der Band Clavis Sinica – Zur Geschichte der Chinawissenschaften: Materialien für die 8. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Chinastudien (DVCS) herausgegeben. Die Sammlung enthält zentrale Texte, die verschiedene historische und inhaltliche Aspekte der Fachdisziplin behandeln. Der Band ist mittlerweile in zweiter Auflage erschienen und über die erhältlich.

Ein weiterer Beitrag stellt die Herausgabe der Konferenzbeiträge der 8. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Chinastudien (DVCS) dar, die im Oktober 1997 das Thema "Chinawissenschaften - Probleme und Perspektiven der deutschsprachigen Entwicklung" behandelte. Die Vorträge wurden als zweiter Band der Clavis Sinica beim Institut für Asienkunde, Hamburg, veröffentlicht:

Helmut Martin / Christiane Hammer (Hg.): Chinawissenschaften – Deutschsprachige Entwicklungen. Geschichte, Personen, Perspektiven. Hamburg: Institut für Asienkunde, 1999. (Mitteilungen des Instituts für Asienkunde; 303)

Insbesondere biographische Materialien stellen einen wichtigen Aspekt der historischen Aufarbeitung dar. Hierzu wurde der erste Teil der Autobiographie Wolfgang Frankes (Im Banne Chinas. Autobiographie eines Sinologen: 1912–1950 [edition cathay; 11]) in zweiter Auflage vorgelegt. Der zweite Band der autobiographischen Schriften Frankes ist 1999 erschienen.

Europäisches Projekt zur Modernisierung in China:
Kultureller und wirtschaftlicher Wandel in der Gegenwart

  • Dauer: 1990–1995
  • Förderung: Volkswagen-Stiftung
  • Leitung: Prof. Dr. Helmut Martin †, Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath
  • Mitarbeiter: Caroline Blank, Stefanie Elies, Christa Gescher, Christina Neder, Karin Schalber u.a.

Der vollständige Projektbericht ist in der Reihe edition cathay erschienen:

Helmut Martin / Carsten Herrmann-Pillath. Vernetzungen. Wirtschaftlicher und kultureller Wandel in China: Entwicklungen, Strukturen, Protagonisten. Europäisches Projekt zur Modernisierung in China. Bericht über Forschungsergebnisse und Publikationen 1991–1997. Bochum 1998, ISBN 3-89733-003-2. 206 S.; 23DM, 168 öS, 21 sFr.