Fachgebiete der Fakultät für Ostasienwissenschaften (mit Kurzbeschreibungen)

 

slcDer Fachbereich bietet ein breites Lehrangebot zu den Bereichen chinesische Sprache, Literatur und Kultur. Zentraler Forschungsschwerpunkt der Sektion ist die chinesische und taiwanesische Gegenwartsliteratur. Insbesondere zum Themenbereich Taiwan verfügt die Sektion über einen umfangreichen Forschungsapparat mit chinesisch- und westlichsprachigen Quellen zur taiwanesischen Literatur, Literaturgeschichte und -kritik.

Die Sektion beschäftigt sich aus philosophischer und historischer Perspektive mit China von den Anfängen bis zur Gegenwart als Teil Ostasiens und der Weltgemeinschaft. Besonderes Augenmerk gilt der chinesischen Ethik, der Geschichte des Konfuzianismus, sowie der Sozial- und Wirtschaftgeschichte Chinas im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.



Allgemein gesprochen vermittelt das Studium der Geschichte Japans wichtige Grundlagen für die Beschäftigung mit verschiedensten Bereichen der japanischen Kultur. Um in der Auseinandersetzung mit Japan nicht in die vielfach verbreiteten Stereotypen über den ‚Mythos Japan' zu verfallen, sind umfassende Kenntnisse über die geschichtlichen Wurzeln der heutigen japanischen Kultur und Gesellschaft notwendig. Wer sich diese Art von Wissen über die Geschichte eines international immer wichtiger werdenden Landes, gepaart mit soliden Sprachkenntnissen, erwirbt, qualifiziert sich damit nicht nur für eine akademische Tätigkeit im Rahmen der Geschichtswissenschaft, sondern kann diese Kenntnisse auch gewinnbringend in vielfältigen Berufen in Politik, Medien, Kultur und Wirtschaft einsetzen.

Der Fachbereich Sprache und Literatur Japans befaßt sich im Rahmen der Ostasienforschung mit der japanischen Sprache und Literatur aus linguistischer und philologischer Perspektive.

Seit Bestehen der Ruhr-Universität bis 1989 hatte Prof. Dr. Bruno Lewin den Lehrstuhl inne. Mit dem Amtsantritt von Prof. Dr. Jens Rickmeyer im Oktober 1991 erhielt die Sektion dann eine noch stärker sprachwissenschaftlich orientierte Ausrichtung. Nachdem Prof. Dr. Jens Rickmeyer im August 2008 in den Ruhestand getreten ist, vertrat Prof. Dr. Alexander Vovin, Professor für ostasiatische Sprachen an der University of Hawai'i at Manoa, für ein Jahr den Lehrstuhl. Im September 2009 hat Prof. Dr. Tomasz Majtczak von der Jagiellonen-Universität Krakau für ein Jahr die Vertretung übernommen.

Koreanistik als akademisches Fach kann eine Vielfalt Korea-bezogener Themen behandeln und sich geistes- oder gesellschaftswissenschaftlicher Methoden bedienen. Gemeinsam ist der Koreanistik die philologische Basis, nämlich die Erarbeitung ihrer Themen insbesondere anhand originalsprachlicher Quellen. Koreanistische Quellen können dabei in modernem Schrift- oder Umgangskoreanisch, aber auch in älteren Sprachstufen des Koreanischen bzw. in chinesischer Schriftsprache verfasst sein (bis 1900 mehr als 90% aller Quellen).

Institutionell sowohl dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) als auch der Fakultät für Ostasienwissenschaften zugehörig, widmet sich das Fachgebiet Religionen Ostasiens den Traditionen des Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus sowie dem Einfluss des Christentums in der Moderne. Dem relationalen Forschungsparadigma von CERES entsprechend werden in Lehre und Forschung Akzente auf die Wechselbeziehungen zwischen den religiösen Traditionen untereinander und zu anderen gesellschaftlichen Feldern, sowie auf die Region übergreifende Entwicklungen gelegt.

Die Sektion Politik Ostasiens begreift sich als Teilbereich der gegenwartsbezogenen Ostasien-Forschung und arbeitet an der Analyse der politischen Systeme und internationalen Politik Ostasiens. Dabei betrachtet sie es als ihre vorangige Aufgabe, mit Hilfe eines theoriefundierten, gegenwartsbezogenen und praxisnahen Studienangebots Studierende auf ostasienrelevante Tätigkeiten in Forschungsinstitutionen, Regierungsministerien, internationalen Organisationen, transationalen Unternehmen sowie in den Medien vorzubereiten.

gkoDie Juniorprofessur für Gesellschaft und Kultur Ostasiens begreift sich als Querschnittsbereich sowohl der Fachausrichtungen (also Politikwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Kultur) als auch der Schwerpunktländer (China, Japan, Nord- und Südkorea) der übrigen Fachgebiete der Fakultät für Ostasienwissenschaften. Spezialisiert auf die Gegenwart, beschäftigen sich Lehre und Forschung in diesem Bereich mit aktuellen sozial- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen, unter anderem zur Entstehung und Funktion von Zivilgesellschaft, Recht, Medien und Kunst sowie Fragen nach Ursachen und Bedingungen gesellschaftlicher Stabilität in den Gesellschaften Ostasiens.