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Aktuelles

liebe angesichts des todes

"Lange lebe der Tod" heißt der neue Rap von Casper.
In seiner letzten Vorlesung des Sommersemesters über die Thessalonicherbriefe stellte Prof. Thomas Söding diesen Song als Beispiel einer säkularisierten Apokalypse vor, die zeigt, wie Liebe und Tod verbunden sind, auch wenn Gott unausgesprochen bleibt. Im Internetmagazin "Theologie und Kirche" erscheint ein Essay die "Leibes-Apokalypse" auf die Eschatologie der beiden Briefe zurückbezieht die sich von unterschiedlichen Seiten aus dem Thema widmen, dass jede menschliche Zeit begrenzt ist. Sein Schluss: "Wer mit den Augen und Ohren der Theologie Casper sieht und hört, wird verstört von der schrecklichen Schönheit des Todes und vom schönen Schrecken der Liebe. „Lang lebe der Tod“ – im Herzen des christlichen Glaubens schlägt der Glaube an die Auferweckung des Gekreuzigten. Nichts wird vergessen, alles bleibt in Erinnerung. Der Auferstandene ist und bleibt der Getötete. In der Liebe Gottes kann der Tod endlich sterben, um ewig zu leben. Unser täglich Brot."



Glückwunsch

Dr. Philippe Van den Heede wird der erste Doppel-Doktor am Lehrstuhl sein. Nach seiner philologischen Promotion hat er frisch seinen theologischen Doktortitel erworben. Mit einer Studie über die johanneische Offenbarungstheologie "Der Exeget Gottes" und nach der erfolgreichen Ablegung der Rigorosa hat der Aissistent am Lehrstuhl für Neues Testament sich bestens qualifiziert gezeigt. Der akademische Weg geht weiter. Das NT-Team von Bochum gratuliert und freut sich auf weitere Zusammenarbeit.













über ehe und familie

Am 9. Dialog vom 14.-17. Juni 2016 zwischen dem Moskauer Patriachart, der russisch-orthodoxen Kirche, und der Deutschen Bischofskonferenz nahm Prof. Thomas Söding teil. Er referierte über "Ehe und Familie im Licht des Evangeliums". Seine These: "Vom Neuen Testament her wird deutlich, dass sowohl das ehelose als auch das eheliche Leben eine Berufung ist, ein Charisma (1Kor 7,7). Dass es diese Liebesgeschichten geben kann und dass sie sich in die große Liebesgeschichte Gottes mit der Welt einfügen, ohne sie erschöpfen zu können, ist die große Verheißung, mit der Jesus das Evangelium verkündet."

Presserklärung der Deutschen Bischofskonferenz

Kommunique der Dialoggruppe

Meldung und Bilderstrecke des Moskauer Patriarchates



karl lehmann

Am Pfingstmontag feiert Kardinal Karl Lehmann seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass findet in der Rheingoldhalle zu Mainz ein Festakt statt. Phönix überträgt ab 13.00 Uhr. Grußworte sprechen Ministerpräsidentin Malu Dreyer von Rheinland Pfalz und Ministerpräsident Volker Bouffier von Hessen. Einen politischen Festvortrag hält Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments. Die theologische Laudatio hält Thomas Söding vom Lehrstuhl Neues Testament der RUB.
Bochumer Glückwünsche an den Kardinal

Pressestelle Bistums Mainz - Festreden

Forum für Theologie - SWR
Festspiele - katholisch.de
Glücksfall - Mainzer Allgemeine Zeitung
Vor Ort - Phoenix
Es geht weiter - Domradio
Selig, wer liest - Mainz&
Christliches Europa - ZDF heute
Youtube
Wechsel - ZDF Blog
Zu viel des Lobes? - Tagespost
Denken können - Bonifatiusbote



Am 12. Mai 2016 hielt Prof. Thomas Söding die jährliche Lectio Strossmayer. Sein Thema ist auf das "Jahr der Barmherzigkeit" abgestimmt. Er sprach über die Seligpreisung der Barmherzigen: "Barmherzigkeit ohne Heuchelei". Seine Kernthese: "Die kleine Versuchung, die im Jahr der Barmherzigkeit und in jedem Jahr des Herrn bestanden werden muss, ist die Verblendung, nicht selbst der Barmherzigkeit bedürftig zu bleiben, wenn man in der Lage ist, barmherzig zu sein; die große Verheißung, unter der das Jahr der Barmherzigkeit und jedes Jahr des Herrn steht, ist die Himmelsherrschaft selbst, in der diejenigen Barmherzigkeit erlangen werden, die selig sein dürfen, barmherzig sein zu können, und diejenigen gesättigt werden, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten."

Livestream der Vorlesung:

Englisches Interview mit Studierenden:



pfingsten

Am Pfingstmontag strahlt das ZDF von 18.15-19.00 Uhr eine Dokumentation mit Petra Gerster über Pfingsten aus.
Fachberater und Interviewpartner ist Thomas Söding.
Er sagt: "Pfingsten ist das Fest der internationalen Verständigung. Die Verkündigung der großen Taten Gottes kann alle Grenzen überwinden. Die Pfngstbotschaft ist aktueller denn je.
Drehorte neben Bochum sind auch Leipzig, Jerusalem, Armenien und Granada.



theologie fussball wäre

dann wäre die neutestamentliche Exegese der Sechser,
sagt Thomas Söding und denkt an Toni Kroos in Länderspielform.











auf der flucht

Am 4. und 5. April findet in der Akademie "Die Wolfsburg" der IV. Mühlheimer interreligiöse Dialog statt, diesmal aus aktuellem Anlass und wegen seiner grundlegenden Bedeutung unter dem Titel: "Wer glaubt, ist ein Flüchtling". Unter anderem referieren Prof. Bernhard Uhde von der Uni Freiburg, Prof. Daniel Krochmalnik von der Jüdischen Hochschule Heidelberg und Prof. Milad Karimi von der Uni Münster, einer der Organisatoren der Tagung. Prof. Thomas Söding stellt den Ersten Petrusbrief als Paradigma des Urchristentums dar. "Deshalb ist für den Ersten Petrusbrief weder die Fremde die Heimat noch die Heimat die Fremde. Vielmehr soll eine Heimat in der Fremde gefunden werden. Die Heimat ist nicht erst die Verheißung eines künftigen Himmels, sondern schon hier und jetzt die Gemeinschaft der Gläubigen."



reformation heute

Am Montag, 21. 3., präsentierte Prof. Thomas Söding, Vorsitzender des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses, zusammen mit seinem Co-Editor, Prof. Dr. Uwe Swarat, die neu erschienene Quaestio disputata zu 500 Jahren Reformation aus multilateraler Perspektive in der Johannes a Lasco - Bibliothek zu Emden. Das Buch ist posthum Friedrich Weber gewidmet, früher Landesbischof von Braunschweig, langjähriger Vorsitzender der ACK und Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa. Die Laudatio hielt Bischof Dr. Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
In seiner Präsentation fragte Thomas Söding: "Wird die Vielfalt nicht zum Fetisch, wenn das Widerlager der Einheit fehlt – so wie die Einheit zur Uniformität verkümmert, wenn sie nicht den Reichtum und die Spannungen entbirgt, die ihr innewohnen müssen, wenn sie irgendeinen Sinn haben soll?"


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kompass der ethik

"Nächstenliebe" ist der Titel des neuen Buches von Thomas Söding. Es ist aus einer Mastervorlesung im Wintersemester 2013/14 an der RUB hervorgegangen. Das Buch diskutiert die ethische Leistungsfähigkeit des Liebesgebotes. Die These: Jesus entwickelt eine Ethik auf Sichtweite: Es kommt darauf an, das Gegenüber, auch wenn es feindlich gesonnen ist, als einen Menschen zu sehen, der einem nahegeht - egal, von wie weit weg er kommt. Die Nächstenliebe ist kein abstraktes Prinzip der Moral, sondern eine konkrete Option für Menschlichkeit. Der ethische Ernstfall ist immer hier und jetzt."

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Buchbesprechung im: Wiener „Sonntag"








Das Wort zum Wort

„Es gibt noch vieles anderes, was Jesus getan hat. Wenn das alles im einzelnen aufgeschrieben würde, könnte, scheint mir, die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären.“

Joh 21,25

Das Wort im Buch


Umkehr

Topicbild

Freiburg - Basel - Wien 2014


"Kehrt um
und glaubt an das Evangelium"
(Mk 1,15)



kirchenreform - von anfang an

Der Reformdebatte in der katholischen Kirche fehlt es an der großen Idee. Die entscheidende Inspiration muss von Jesus kommen. Die Kirche des Anfangs ist die Kirche des Aufbruchs. Sie ist es bis heute geblieben. Thomas Söding beschreibt die Wegweiser, die das Neue Testament aufstellt und leitet daraus Konsequenzen für heute ab. "Man darf nicht an den Symptomen herumdoktorn, sondern muss der Sache auf den Grund gehen", ist seine Überzeugung. "Der Schlüssel für eine Kirchenreform ist die Erneuerung des Glaubens".