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Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Geschichtswissenschaft
44780 Bochum


E-Mail:
Katharina.Breidenbach [at] rub.de


Sprechstunden im SoSe 2017

  • donnerstags, Anmeldung per E-Mail

Lehrveranstaltungen im WiSe 2017/18

  • 040119 Seminar:
    Übung zu speziellen Methoden und Theorien: Flüchtlinge, Asylsuchende, Auswanderer. Aspekte frühneuzeitlicher Migrationsbewegungen (17./18. Jahrhundert)

Katharina Breidenbach, M.A.

Dissertationsprojekt (Arbeitstitel):

Kommissare, Gesandte, Diplomaten, Geistliche, Agenten - Netzwerke, Handlungsspielräume und Machtkonstellationen von Mittelspersonen innerhalb protestantischer Emigrationsbewegungen des 17. und 18. Jahrhunderts

Curriculum Vitae

  • Seit August 2016 freiberufliche Dozentin in der Erwachsenenbildung

  • Seit April 2016 Promotion am Lehrstuhl Geschichte für Frühe Neuzeit & Geschlechtergeschichte an der Ruhr-Universität Bochum

  • September 2014 Master of Arts

  • WS 2010/11 bis SS 2014 Studium der Geschichtswissenschaft und Gender Studies im Rahmen des 2-Fächer Masters an der Ruhr-Universität Bochum

  • September 2010 Bachelor of Arts

  • WS 2008/09 bis SS 2010 Studium der Geschichtswissenschaft und Geographie im Rahmen des 2-Fächer Bachelors an der Ruhr-Universität Bochum

  • Oktober 2007 bis Januar 2008 Tutorin für Erstsemester an der Fakultät Chemie und Biochemie der Ruhr-Universität Bochum

  • WS 2006/07 bis SS 2008 Studium der Fächer Chemie und Geographie im Rahmen des 2-Fächer Bachelors an der Ruhr-Universität Bochum

  • 2006 Abitur am Ganztagsgymnasium Johannes Rau in Wuppertal

  • 1987 geboren in Hattingen

 

Publikationen

Tagungsberichte

Aufsätze

  • Die „Keimzelle“ der Reformation in Bochum: Die Sylvesterkapelle zu Haus Weitmar, in: Arno Lehmann/Peter Luthe/Stefan Pätzold (Hgg.), Bochumer Fenster zur Vergangenheit: Die Reformation in Bochum und der Grafschaft Mark (Evangelische Perspektiven, 10), Norderstedt 2017, S. 121-126.

 

Mitgliedschaften/Aktivitäten

  • Bundeskoordinatorin des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG) [Link]

  • Mitglied des Executive Boards der Research School Plus der Ruhr-Universität Bochum [Link]

 

Forschungsschwerpunkte und -interessen

  • Historische Migrationsforschung
  • Konfessionsgeschichte der Frühen Neuzeit
  • Geschichte des Pietismus
  • Geschlechtergeschichte
  •  

    Projektskizze Promotion

    Flucht, Migration und Vertreibung sind über die Epochen andauernde Phänomene. Diese prägten auch die Frühe Neuzeit und waren im 17. und 18. Jahrhundert meist an konfessionelle Konflikte gekoppelt. Zu den großen Migrationen der Zeit gehörten die Waldenser und Hugenotten (1680/90er Jahre), die Pfälzer (1709) sowie die Salzburger Protestanten (1730er Jahre). Vielfach wurden diese durch Netzwerke von Personen und Gruppen unterstützt, die den Migrantenverbänden mal mehr, mal weniger helfend zur Seite standen. Zu diesen Personengruppen gehörten sich durch unterschiedliche Aufgaben auszeichnende „Kommissare“, Gesandte, Diplomaten, Geistliche und „Agenten". Diese Mittelspersonen bekleideten jeweils spezifische Positionen zwischen den Migranten, den Obrigkeiten und Institutionen innerhalb der oben genannten Emigrationskontexte. Die Rollen und Aufgaben dieser diversifizierten Mittler stehen im Mittelpunkt der Untersuchung. Anhand der signifikanten Positionen dieser Personen sollen deren Netzwerke und Handlungsspielräume innerhalb der jeweiligen Machtkonstellationen untersucht werden. So geht die Untersuchung davon aus, dass sich innerhalb von Emigrationszusammenhängen spezifische Machtverhältnisse entwickelten, die von den Mittelspersonen sowohl zu ihrem eigenen Vorteil als auch zum Vorteil anderer Akteure genutzt werden konnten. Methodisch stützt sich die Untersuchung auf einen Ansatz der soziologischen Netzwerkanalyse. So führte der Migrationssoziologe Markus Gamper vor, wie gut sich Norbert Elias‘ Begriff der „Figuration“ eignet, um in Verbindung mit weiteren Faktoren wie Handlungen, Interessen, Machtinstrumenten historische Netzwerke zu untersuchen. In Anlehnung an Gampers Überlegungen wird der Eliassche Figurationsbegriff mit dem Bourdieuschen Kapitalbegriff verbunden. Dadurch lassen sich Macht, persönliche Interessen und Handlungsspielräume der Mittelspersonen in den Emigrationsnetzwerken differenzierter untersuchen. Es werden die Korrespondenzen, Briefe und Berichte der Beteiligten herangezogen, um so deren Einflussmöglichkeiten auf das Migrationsgeschehen herauszuarbeiten. Ergänzend werden auch herrschaftliche Privilegien und zeitgenössische Publikationen, wie Zeitungen und Flugschriften zu den Wanderungsbewegungen einbezogen, um so auch die Steuerungsversuche der von den Migrationsvorgängen betroffenen Obrigkeiten, Institutionen und in diesem Beziehungs- und Handlungsgeflecht besonders aktive Migranten auf die Mittler in den Blick nehmen zu können. Auf diese Weise kann insbesondere der Frage nach den Machtkonstellationen und Handlungsfeldern der unterschiedlichen Akteure nachgegangen werden.