Digitale Ressourcen zur Frühen Neuzeit

Hier finden Sie verschiedene digitale Angebote, die Ihnen den Einstieg in das historische Arbeiten zu Themen der Frühen Neuzeit erleichtern. Bitte beachten Sie, dass einige Seiten ausschließlich über die Rechner auf dem Uni-Campus oder via VPN-Tunnel zu erreichen sind.


Hilfsmittel und Nachschlagewerke

  • Ad Fontes – Eine Einführung in den Umgang mit Quellen im Archiv

    Die Lernplattform der Universität Zürich bietet eine Einführung im Umgang mit Quellen im Archiv und richtet sich hauptsächlich an Studierende der Geschichtswissenschaft und verwandter Fächer. Diese sollen mit dem Programm an einen eigenständigen Archivbesuch herangeführt werden. Im Vordergrund steht die Arbeit mit deutschsprachigen Handschriften zwischen 1300-1900, an denen das Lesen, das Datieren und die Einordnung von Quellen geübt werden sollen. Hinzukommen grundlegende Informationen zur Geschichte des Archivs und zu den Möglichkeiten, Quellenmaterial in den Archiven ausfindig zu machen.

  • Clio-Guide
    Mehr als 50 Historikerinnen und Historiker sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekare haben mit einem Online-Handbuch, Clio-Guide - Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften, ein neues Hilfsmittel geschaffen, das einen Einstieg in die digitale Fachinformation für die Geschichtswissenschaft bieten soll. Die Grundlage bildet eine Open Access zugängliche Publikation, die als Band 19 in der Reihe „Historisches Forum - Themenhefte von Clio-online“ erscheint. - Für die Frühe Neuzeit besonders relevant darin, der epochenbezogene Beitrag von Wilfried Enderle (Stabi Göttingen).

  • Enzyklopädie der Neuzeit Online
    Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, basierend auf der Druckausgabe der Enzyklopädie der Neuzeit (EdN, 2005-2012), ist das zentrale Nachschlagewerk für die Frühe Neuzeit und bietet mit über 4.000 untereinander verlinkten Schlagwörtern und kommentierten Abbildungen einen umfangreichen Blick auf die Zeit von ca. 1450-1850. Am Ende jedes Artikels finden sich zentrale Quelleneditionen sowie weiterführende wichtige Forschungsliteratur. Seit 2017 wird die Online-Ausgabe der EdN regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt.

  • Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte
    Das Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte (HRG) ist das wichtigste Nachschlagewerk zur deutschen Rechtsgeschichte. Das HRG sammelt und präsentiert die Ergebnisse interdisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Fächer in mehr als 5.000 Lemmata. Inhaltlich werden vor allem das Mittelalter und die Frühe Neuzeit behandelt, wobei in der zweiten Auflage die neuere und neueste Rechtsgeschichte sowie die Rechtsgeschichte einzelner europäischer Länder stärker berücksichtigt werden. Die ersten drei Bände der Neuauflage sind online vollständig verfügbar, der letzte Band soll 2028 abgeschlossen werden. Die einzelne Bände sind in Lieferungen unterteilt, sodass sich einzelne Abschnitte auch vor dem eigentlichen Abschluss eines Bandes bereits online abrufen lassen.


  • Jüdisches Lexikon - Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens
    Das zwischen 1927 bis 1930 erschienene vierbändige Jüdische Lexikon ist bis heute das umfangreichste vollständige deutschsprachige Nachschlagewerk zum Judentum. Die Universitätsbibliothek der Goethe-Universität in Frankfurt bietet ein vollständiges und downloadbares Digitalisat der Enzyklopädie.

Zeitgenössische Lexika

  • ARTFL Encyclopédie
    Die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des artes et des métiers von Diderot und D’Alembert gilt als Vorbild für alle Enzyklopädien und ist eines der Hauptwerke der Aufklärung. Zwischen 1751 und 1772 erschienen 17 Text- und 11 Bildbände mit rund 74.000 Artikeln. Die im Rahmen des ARTFL-Projektes der University of Chicago entstandene Online-Edition kann, neben einer Volltextsuche, anhand verschiedener Suchoptionen wie Autor oder Sachgebieten durchsucht werden. Vereinzelt gibt es englischsprachige Übersetzungen der Artikel. Das Projekt bietet zusätzlich eine iPad-App an.

  • Encyclopédie de Diderot, de D'Alembert
    Die französischsprachige Online-Edition L’Èdition numérique collaborative et critique de l’Encyclopédie (ENCCRE) der Pariser Académie des sciences bietet ebenfalls die Möglichkeit einer Volltextsuche und stellt Transkript und Digitalisat direkt nebeneinander. Die Bände können nach spezifischen Sachgebieten oder Autoren durchsucht werden.

  • Enzyklothek – Historische Nachschlagewerke
    Die privat (!) betriebene und laufend ergänzte Datenbank Enzyklothek will langfristig alle von der Antike bis etwa 1920 verfasste Nachschlagewerke erfassen. Die Seite bietet derzeit einen Gesamtbestand von rund 21.700 Titeln (Stand Feb. 2017). Erfasst werden Werke in diversen europäischen Sprachen. Ein Sammelschwerpunkt liegt auf argrar- und gartenwissenschaftlichen Werken, ein anderer auf historischen Werken zur Enzyklopädistik selbst. Neben den bibliographischen Angaben werden, sofern vorhanden, Digitalisate verlinkt und Inhaltsverzeichnisse und Literaturhinweise angegeben.

  • Johann Georg Krünitz: Oekonomische Encyklopädie, oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung, 1773-1858
    Der „Krünitz“ ist mit 242 Bänden eine der umfangreichsten Enzyklopädien und wird als wichtige wissenschaftsgeschichtliche Quelle für die Zeit des Wandels zur Industriegesellschaft bis weit ins 19. Jahrhundert hinein betrachtet. Während das Original zu 90% in Fraktur gesetzt wurde, ist die elektronische Volltextversion in modernen Lettern zugänglich und per Volltext einfach zu durchsuchen. Wie der „Zedler“ kann der „Krünitz“ als Versuch der Abbildung des zeitgenössischen Wissens in seiner ganzen Bandbreite betrachtet werden.
  • Johann Heinrich Zedler: Großes vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschafften und Künste, 1731-1754
    Das Universal-Lexikon „Zedler“ mit enzyklopädischem Charakter besteht aus 64 Bänden und 4 Supplementbänden und umfasst auf ca. 63.000 zweispaltigen Folio-Seiten rund 284.000 Artikel und weitere 276.000 Verweise. Die Artikel decken den gesamten Raum des Wissens im 18. Jahrhundert ab. Suchanfragen können nicht nur über einzelne Schlagwörter gestellt werden, sondern auch über Kategorien und per Volltext, sodass der Nutzende eine facettenreiche Sammlung zeitgenössischer Begrifflichkeiten stöbernd oder zielgerichtet erschließen kann, allerdings müssen dabei die zeitgenössischen Schreibweisen beachtet werden. Die Artikel sind auch als Faksimile in Fraktur erfasst.

  • N-Zyklop
    N-Zyklop, ein Projekt der Universitätsbibliothek Trier, bietet ein umfassendes, kontinuierlich erweitertes Verzeichnis enzyklopädischer Nachschlagewerke aller Zeiten und Länder. Das Portal liefert grundlegende Informationen zu den Enzyklopädien und gibt an, welche Publikationsformen neben der Druckfassung existieren (z.B. Reprints, Online-Ausgaben). Falls vorhanden, werden außerdem Hinweise auf Sekundärliteratur, Rezensionen oder Inhaltsbeschreibungen aufgenommen.

  • Zeno.org
    Die digitale Bibliothek Zeno.org bietet insgesamt sieben digitalisierte historische Universallexika, die im Zeitraum von 1809 – 1911 erschienen sind. Dadurch wird der Zugriff auf rund 660 000 Artikel von Universal- und Fachlexika ermöglicht. Wertvoll ist neben der Volltextsuche, dass für alle enthaltenen Lexikonartikel jeweils digitale Faksimiles vorliegen.

Personenlexika

  • Deutsche Biographie (ADB/NDB)
    Als historisch-biografisches Lexikon ist dieses Portal die erste Anlaufstelle für Recherchen zu ca. 260.000 Personen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Zugänglich sind digitale Volltexte von mehr als 48.000 historisch-biographischen Artikeln der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB, 56 Bände, 1875-1912) sowie der Neuen Deutschen Biographie (NDB, online bisher 24 Bände, seit 1953, Aachen bis Stader), sowie des Bundesarchives, des Deutschen Literaturarchivs Marbach und anderer Institutionen.  Zusätzlich werden zentrale Objekt- und Bilddatenbanken durchsucht. Eine interaktive Karte zeichnet einzelne Lebensstationen anschaulich nach.

  • Biographie-Portal
    Ergänzend bietet sich das Biographie-Portal an, das neben der ADB und NDB über ein gemeinsames Register u.a. auch das Österreichische Biographische Lexikon, das Historische Lexikon der Schweiz und die Sächsische Biographie erschließt. Bisher stehen weit über 100.000 wissenschaftlich fundierte Biographien zur Verfügung. In Zukunft sollen weitere nationale und regionale biographische Nachschlagewerke hinzugefügt werden.

  • Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker
    Die Universitäts- und Landesbibliothek der Heinrich Heine Universität Düsseldorf hat das biographische Ärztelexikon von August Hirsch aus dem Jahr 1884 digitalisiert und für die Volltextsuche erschlossen. Hirsch beschreibt in seinem Werk detailreich den Lebensweg Verzeichneten, wichtige von ihnen durchgeführte Experimente und Errungenschaften für die Medizin insgesamt. Weiterhin listet er die zentralen Veröffentlichungen der jeweiligen Ärzte auf.


  • Wikisource – Biographische Nachschlagewerke
    Wikisource, ein Schwesterprojekt der freien Enzyklopädie Wikipedia, sammelt an dieser Stelle frei zugängliche, größtenteils deutschsprachige biographische Nachschlagewerke und verlinkt die jeweiligen Volltexte. Die Plattform bietet ein großes Spektrum an verschiedenen Hilfsmitteln, z.B. zu spezifischen Berufsgruppen wie Ärzten, Herrschern oder Künstlern und auch zu frühneuzeitlichen Personenlexika, die gleichzeitig Quelle und Nachschlagewerk darstellen. Zu beachten ist, dass mehrbändige Werke häufig nur lückenhaft vorhanden sind. Die Sammlung wird ständig erweitert und ergänzt.

  • World Biographical Information System Online
    Das World Biographical Information System (WBIS) ist das umfangreichste biographische Verzeichnis und umfasst rund 8,5 Millionen Artikel, die als Faksimile zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus stehen biographische Kurzangaben zu knapp 6 Millionen weiteren Personen zur Verfügung. In Deutschland wird WBIS über eine Nationallizenz in allen wissenschaftlichen Bibliotheken angeboten.

Frühneuzeitliche Wörterbücher

  • “A Dictionary of the English Language. A Digital Edition of the 1755 Classic by Dr. Samuel Johnson“
    Bei der Erschließung anglo-amerikanischer Texte ist dieses digitalisierte Lexikon eine große Hilfe. Wörter werden hier auf ihre Wurzel zurückgeführt und Text und Jahr, in dem sie zuerst verwendet wurden, benannt. Daneben lässt sich auch ein Beispielsatz für die Verwendung des Wortes finden. Lemmata, die bereits transkribiert wurden, können alphabetisch, Seite für Seite oder nach zitierten Autoren durchsucht werden; das trifft bislang auf ca. 10% des Werkes zu. Die anderen Seiten liegen als einfacher Scan vor.

  • Christoph Johann Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart, 1811
    Die digitalisierte Fassung der 1811 erschienenen Ausgabe des „Adelung“ besteht aus vier Bänden und umfasst 3.890 Seiten. Das Wörterbuch listet alphabetisch geordnet ca. 58.000 Lemmata zum deutschen Wortschatz der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf. Neben grammatikalischen und orthographischen Formen behandeln die Artikel auch Wortbedeutung, Anwendungsbereiche, Herkunft und mundartlich bedingte Besonderheiten. Die Seiten der Bände sind als Image-Blätterversion und als Volltext zugänglich.

  • Das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm
    Das Deutsche Wörterbuch (DWB), 1838 von den Gebrüdern Grimm begonnen und erst 1960 abgeschlossen, ist bis heute das umfangreichste Wörterbuch der deutschen Sprache und steht seit 2002 online zur Verfügung. Über eine Suchleiste lassen sich die einzelnen Lemmata direkt ansteuern, eine Volltextsuche ist ebenfalls möglich. Geliefert werden etymologische Erklärungen sowie ebenfalls Literaturzitate zur Verdeutlichung der Verwendung.

  • Dictionnaires d’autrefois
    Für französische Texte der Frühen Neuzeit ist diese Adresse zu empfehlen. Das Projekt ARTFL (American and French Research on the Treasury of the French Language) ermöglicht die parallele Suche in drei zeitgenössischen Lexika aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Ein Vorteil dieses Formats ist, dass die gesuchten Lemmata mit nur einer Suchanfrage übersichtlich die Entwicklung eines Wortes über die Jahrhunderte darstellen. Die Steuerung erfolgt in englischer Sprache.

  • Wikisource – Enzyklopädien und Lexika
    Wikisource verlinkt eine laufend erweiterte Sammlung frei zugänglicher deutschsprachiger Nachschlagewerke, die entweder als Universal- oder Konversationslexikon konzipiert wurden oder ab dem 19. Jahrhundert verstärkt spezifische Sachgebiete abdeckten (z.B. historische Lexika, geographische Lexika, naturwissenschaftliche Fachlexika). Mehrbändige Werke sind allerdings teilweise nur lückenhaft nachgewiesen.

  • Wikisource - Wörterbücher
    Diese Liste verlinkt hauptsächlich deutschsprachige Wörterbücher, beginnend mit ihrem vermehrten Druck in der Frühen Neuzeit. Sie erfassen zahlreiche inner- wie außereuropäische Sprachen neben Latein und Altgriechisch z.B. frühneuzeitliches Französisch, Niederländisch, Slowenisch, Polnisch, Ungarisch oder Spanisch. Manche Wörterbücher stellen sogar drei, sieben oder bis zu elf Sprachen nebeneinander dar. Hinzu kommen Spezial-Wörterbücher etwa zur Gaunersprache oder jene, die fachsprachliche Erläuterungen, etwa der Mineralogie, der Botanik, des Rechts oder der Technik bieten.

  • Wörterbuchnetz
    Das Wörterbuchnetz, ein Projekt der Universität Trier, ist ein Verbund von etwa zwei Dutzend retrospektiv digitalisierten historischen Nachschlagewerken und Wörterbüchern, z.B. auch zu musikalischer Fachterminologie des Mittelalters, Mittelhochdeutsch oder den bislang 16 Bänden der Schweizer Mundarten. Ein Schwerpunkt liegt auf deutschen Dialekten, wozu auch Elsässisch, Lothringisch und Luxemburgisch gezählt werden. Es ermöglicht die gleichzeitige Suche nach Stichwörtern in mehreren Werken. Diese können dann einzeln aufgerufen werden, weiterführende Verweise und Lemmata innerhalb des jeweiligen Nachschlagewerks können direkt angesteuert werden.

Digitale Textarchive

  • Deutsches Textarchiv
    Das Deutsche Textarchiv bietet disziplin- und gattungsübergreifende deutschsprachige Texte, die zwischen 1600 und 1900 entstanden sind, an. Nennenswert ist hier vor allem, dass alte Handschriften und Frakturdrucke mehrheitlich in einer Bild-Text-Ansicht einsehbar sind und so Schwerleserliches leichter zugänglich ist. Unbedingt empfehlenswert sind die „Voyant Tools“, die u.a. eine schnelle Analyse von Wort- und Themenfeldern unterstützen.

  • Digitalisierte Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin
    Die Staatsbibliothek zu Berlin bietet mittlerweile rund 130.000 Digitalisate von Büchern, Handschriften und anderer Medien verschiedener Themen- und Fachgebiete. Die Sammlung wird regelmäßig erweitert und bietet Handschriften und Autographen von der Zeit vor 1500 bis in die Neuzeit.

  • Digitalisierte Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
    Die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt verfügt über einen großen Bestand historischer Drucke, der vom 16. bis in 19. Jahrhundert reicht und digital abgerufen werden kann. Das Angebot wird regelmäßig erweitert, über Neuzugänge informiert ein RSS-Feed. Derzeit stehen ca. 90.000 Titel zur Verfügung.

  • Digi20
    Die Plattform ist aus einem Projekt zur Digitalisierung der DFG-Sondersammelgebiete entstanden und bietet eine Volltextsuche in bislang 5.260 historischen und sozialwissenschaftlichen Monographien der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an, von denen sich viele mit Forschung zur Frühen Neuzeit befassen und die häufig nicht mehr im Buchhandel erhältlich sind. Die Suchmaske funktioniert wie die des Bochumer OPAC. Neben der Suche nach Schlagworten wird für die Anfrage automatisch eine „Hit-Liste“ erkannter Personen mit jeweiliger Trefferzahl angezeigt, was Rückschlüsse auf für den Forschungsdiskurs einflussreiche Personen zulässt und die weitere Recherche eingrenzen kann.

  • Göttinger Digitalisierungszentrum
    Das Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ) stellt eine umfangreiche Sammlung von mittlerweile mehr als 17.000 Titeln zur Verfügung. Im Rahmen von Projekten arbeitet das GDZ an der Digitalisierung und Langzeitarchivierung verschiedener Bestände. In der ständig erweiterten Sammlung finden sich unter anderem alte Handschriften, Drucke und Bildwerke.

  • Heidelberger historische Bestände
    Die digitalen Sammlungen der Universitätsbibliothek Heidelberg bieten zahlreiche Handschriften und Drucke, die von der Spätantike bis in 20. Jahrhundert reichen. Frühneuzeitliche Schwerpunkte bilden Rechtsquellen, die Geschichte der Stadt und Universität Heidelberg, historische Karten sowie die direkte Suchmöglichkeit in den Quellenverzeichnisse VD 16/17 und VD 18 (s.u.).  Ein News-Feed informiert über neue Digitalisate des stetig wachsenden Angebots.

  • Historical Texts
    Diese Seite führt die Digitalisate von Early English Books Online (1473-1700), Eighteenth Century Books Online (1701-1800) und 65.000 Texte der British Library 19th Century Texts (1789-1914) mit insgesamt 350.000 Texten unterschiedlicher Quellengattungen zusammen. Die Themengebiete reichen von Geschichte, Literatur und Medizin bis hin zu Religion und Geographie.

  • Münchener DigitalisierungsZentrum
    Das Münchener DigitalisierungsZentrum (MDZ) ist der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) angegliedert und setzt sich im Rahmen von universitären und außeruniversitären Projekten für die Digitalisierung und Langzeitarchivierung unterschiedlicher Bestände ein. Hier finden sich unter anderem Handschriften, Drucke, Karten und Bilder aus verschiedenen Epochen.

  • VD 16/VD 17
    Diese retrospektive Nationalbiographie verzeichnet die im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 16/17. Jahrhunderts für den Zeitraum von 1501-1700. Sowohl alle deutschsprachigen als auch alle im historischen deutschen Sprachgebiet gedruckten und verlegten Werke werden erfasst. Knapp 400.000 Drucke sind mittlerweile verzeichnet, nach und nach sollen alle Einträge mit Volldigitalisate ergänzt werden.

  • VD 18
    In Fortsetzung der VD 16 und VD 17 werden die im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke im Zeitraum von 1701-1800 verzeichnet und nach und nach digitalisiert.

  • Wolfenbütteler Digitale Bibliothek
    Die Wolfenbütteler Digitale Bibliothek (WDB) stellt zahlreiche Teile des Altbestandes der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) zur (Kultur-)geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit digital zur Verfügung. Sofern bereits digitalisiert, sind selbstständige Drucke bzw. Monographien über den OPAC der HAB erreichbar. Die Ergebnisse verschiedener hauseigener Forschungsprojekte liegen in Form von Portalen und Datenbanken vor und lassen sich über die Seite der WDB ansteuern.

  • Zentrales Verzeichnis digitalisierter Drucke
    Das zentrale Verzeichnis digitalisierter Drucke (ZVDD) weist in Deutschland erstellte Digitalisate von Druckwerken vom 15. Jahrhundert bis heute nach und sucht gleichzeitig in den o.g. regionalen Bibliotheken und vielen weiteren. Dabei kann nicht nur nach Titeln und Autoren gesucht werden, sondern auch nach Druckern, Druckorten, Erscheinungszeiträumen, Aufsatztiteln, Kapitelüberschriften und Inhaltsverzeichnissen.

Karten

  • Old Maps Online
    Dieses Portal verzeichnet nach eigenen Angaben an die 400.000 Karten, die in internationaler Kooperation von Archiven und Bibliotheken aus deren jeweiligen Online-Angeboten hervorgegangen sind. Die Suche erfolgt über einen konkreten Ort, zu dem dann die erfassten historischen Karten ausgeworfen werden.

  • Harvard Map Collection
    Mit über 500.000 Materialen, ist die Harvard Map Collection eine der größten und auch ältesten Sammlungen an Kartenmaterial in den Vereinigten Staaten. Sie umfasst sowohl Landkarten als auch Stadtpläne der ganzen Welt. Ein besonderes Tool stellt die Such-Historie dar, anhand derer man seine vorherigen Suchen auch an einem späteren Zeitpunkt noch  nachvollziehen kann.

  • Historische Kartenbestände der Universitätsbibliothek Freiburg
    Die historische Kartensammlung der Universitätsbibliothek Freiburg umfasst wenige handschriftliche Karten und vor allem Drucke des 17. bis 19. Jahrhunderts. Aus dem ausgehenden 15. und aus dem 16. Jahrhundert gibt es darüber hinaus einen Bestand an geographischer Literatur mit beigebundenen Karten. Obwohl nicht alle lizenzfrei einsehbar sind, lässt sich die Provenienz der Karten anhand der bibliographischen Angaben sehr gut nachvollziehen.

  • Historische Karten der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
    Im Rahmen eines DFG-Projekts wurde der gesamte historische Kartenbestand der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen digitalisiert. Das vielfältige und epochenübergreifende Kartenmaterial kann mit einer thematischen oder geographischen Suchfunktion durchsucht werden. Zusätzlich werden verschiedene Begleitmaterialien wie Bild- oder Tondokumente angeboten.

  • IEG-Maps des Leibniz-Instituts für europäische Geschichte
    Über den Webserver der Universität Mainz werden digitale Grundkarten zur deutschen und europäischen Geschichte bereitgestellt. Sie gliedern sich in die Themenbereiche Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verkehr. Es handelt sich durchweg um neue, computergestützt erarbeitete Karten, die von Historikern konzipiert bzw. wissenschaftlich betreut und von einem Kartographen manuell digitalisiert wurden. Obwohl die Seite keine Scans von Originalkarten enthält, bietet sie anschauliches Material zu verschiedensten Themen.

  • Svea-Pommern. Karten und Texte der schwedischen Landesaufnahme von Pommern 1692-1709
    Die Online-Edition bietet eine umfangreiche Auswahl an Faksimiles von Karten und Texten, die während der Landesaufnahme des nach 1648 lange schwedischen Teils Pommerns in den Jahren 1692-1709 entstanden sind. Neben der Transkription und Übersetzung der dazugehörigen Ortsbeschreibungen bietet die Edition außerdem die Möglichkeit, das Kartenmaterial mit einem Geoinformationssystem zu befragen. Ebenfalls stehen verschiedene Suchfunktionen zur Verfügung.

Bilddatenbanken

  • Digitaler Portraitindex
    Der Digitale Portraitindex der druckgraphischen Bildnisse der Frühen Neuzeit ist eine sammlungsübergreifende virtuelle Publikation, welche die systematische Erschließung von über 257.000 druckgraphischen Portraits aus 9 öffentlichen Sammlungen und Bibliotheken zusammenführt. Die Porträtierten sind in unterschiedlichen Kategorien zusammengefasst und können nach „Herrscher & Adel“, „Geistliche“, „Berufe & Funktionen“, „Nachweiszeit“, „Geschlecht“ und konkreter „Person“, also namentlich, durchsucht werden.

  • Prometheus-Bildarchiv
    Das digitale Bildarchiv Prometheus verbindet 92 Instituts-, Forschungs- und Museumsdatenbanken miteinander und bietet rund 1.600.000 digitalisierte Bilder aus Kunst, Kultur und Geschichte. Die freie Suche ermöglicht Zugang zu allen hochgeladenen Bildern, während einzelne Kollektionen ein Konvolut aus Bildern anbieten. Zudem wird die Provenienz angegeben.

  • Virtuelles Kupferstichkabinett
    Diese Online-Datenbank stellt repräsentative Teile der Grafiksammlungen der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel (HAB) und des Braunschweiger Herzog-Anton-Ulrich-Museums in digitalisierter Form zur Verfügung. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Druckgrafik bis 1800. Alle Blätter sind mit Iconclass indexiert und lassen sich mithilfe eines Bildbrowser ansteuern und Details in hoher Qualität vergrößern.