Neue Strategien und Verfahren für die Aus-und Fortbildung des Fluggast-Kontrollpersonals
(DEFAKTOS)

Motivation
Fluggastkontrollen im Luftverkehr sind in Zeiten ständig steigender Passagierzahlen und weiterhin bestehender terroristischer Bedrohungen eine Herausforderung. Die Kontrollen müssen Sicherheit auf höchstem Niveau gewährleisten, den internationalen Anforderungen entsprechen und dabei wirtschaftlich tragbar sein. Um den zukünftigen Anforderungen gewachsen zu sein und die Kontrollprozesse weiterhin zu verbessern, bedarf es neuer Strategien für die Auswahl sowie für die Aus- und Fortbildung des Kontrollpersonals.

Ziele und Vorgehen
 Ziel von DEFAKTOS ist es, die Handlungskompetenzen, die kognitiven Fähigkeiten und die Arbeitsbedingungen der Luftsicherheitsassistenten zu verbessern. Die Fluggastkontrollen sollen weiter optimiert werden, so dass das eingesetzte Kontrollpersonal die zukünftigen Herausforderungen besser bewältigen kann und die Sicherheit an Flughäfen auf einem hohen Niveau bleibt. Das Teilvorhaben „Kognitive Funktionen in der Luftsicherheit“ wird vom Projektkoordinator Ruhr-Universität Bochum, Institut für Kognitive Neurowissenschaft umgesetzt. Hierbei werden anhand verschiedener computerbasierter Testverfahren Basisfähigkeiten der Bereiche Aufmerksamkeit, visuelles Scanning und auch mentale Rotation erhoben. Ziel ist eine Erfassung gegebener Ressourcen, welche in Rahmen von Aus- und Weiterbildung weiter gefördert werden könnten. Die Ergebnisse der Teilprojekte werden evaluiert und in ein Konzept für Aus-und Weiterbildungsmaßnahmen integriert.

Innovationen und Perspektiven
Im Projekt wird der gesamte Prozess der Fluggastkontrolle betrachtet. Die Rolle des Kontrollpersonals wird unter Aspekten der zu bedienenden Technik (Mensch – Maschine), Verhaltensmuster (Mensch – Mensch), der Arbeitsbedingungen sowie künftig zu erwartender Herausforderungen betrachtet. Die aus dem Projekt hervorgehenden Lösungen fließen unmittelbar in die Auswahl sowie die Aus- und Weiterbildung von Luftsicherheitspersonal ein.

"Vom Sicherheitspersonal wird viel gefordert"

Interview der Deutschen Welle (DW) mit Prof. Dr. Suchan

http://www.dw.de/vom-sicherheitspersonal-wird-viel-gefordert/a-18146312

 

Projektkoordinator
Ruhr-Universität Bochum,
-Institut für Kognitive Neurowissenschaft


Projektpartner
Universität Duisburg-Essen,
-Institut Arbeit und Qualifikation

Ochs Consulting, Recklinghausen

 

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Boris Suchan (Ruhr Universität Bochum)

Dipl. Psych. Jenny Kathinka Krüger (Ruhr Universität Bochum)

 

 

 

 

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Sicherheit

 

Programm
Forschung für die zivile Sicherheit
Bekanntmachung: „Sicherheit im Luftverkehr“
Projektvolumen
880.000 € (BMBF-Förderquote 90%)
Projektlaufzeit 03/2013 - 03/2016