Soziale Kognitionen bei Alkoholabhängigkeit: Beeinträchtigungsprofile und Mechanismen der funktionellen Erholung

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (TH 1535/2-1)

Antragstellerin: PD Dr. Patrizia Thoma
Mitantragsteller: PD Dr. Boris Suchan, Prof. Dr. Irene Daum
Mitarbeiterinnen: Dipl-Psych. Tobias Schmidt (Doktorand), Maren Hollmann (stud. Hilfskraft)

Das Verstehen und adäquate Gestalten sozialer Interaktionen stellt eine zentrale Anforderung der adaptiven Alltagsbewältigung dar. Beeinträchtigungen dieser Fähigkeiten und daraus resultierende soziale Probleme können möglicherweise den Weg in die Alkoholabhängigkeit ebnen und die Rückfallgefährdung nach einer Phase der Abstinenz erhöhen. Bislang ist über Veränderungen sozialer Kognitionen bei alkoholabhängigen Patienten und deren zugrundeliegende neuropsychologische Mechanismen wenig bekannt. In unserem Forschungsprojekt sollen in Kooperation mit der LWL Klinik Bochum unterschiedliche Teilkomponenten des empathischen Einfühlungsvermögens und sozialer Problemlösekompetenzen sowie ihre neuronalen Korrelate bei erstdiagnostizierten und chronisch alkoholabhängigen Patienten untersucht werden. Des Weiteren soll überprüft werden, ob die Defizite zum ersten Messzeitpunkt den Behandlungserfolg vorhersagen und inwiefern bei wiederholter Untersuchung nach einem Jahr eine Verschlechterung bzw. bei Aufrechterhaltung von Abstinenz eine funktionelle Erholung festzustellen ist.