Neurokognitive mechanismen der Wahrnehmung menschlicher Körperformen

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (Projekt: SU 246/8-1)

Antragsteller: PD Dr. Boris Suchan

Mitanstragsteller: Prof. Dr. Irene Daum

Mitarbeiterin: Dr. Denise Soria Bauser

Ziel des beantragten Projektes ist es, neue Erkenntnisse über die neurokognitiven Mechanismen der Verarbeitung menschlicher Gesichter und Körper zu gewinnen. Von besonderem Interesse sind dabei Parallelen und Unterschiede in den kortikalen Prozessen, die der Verarbeitung von Gesichtern und Körperformen zugrunde liegen. Im Zentrum theoretischer Ansätze steht seit einigen Jahren die Hypothese einer „konfiguralen Verarbeitung“ menschlicher Gesichter, die davon ausgeht, dass Gesichter primär auf der Grundlage der Konfiguration ihrer Bestandteile erkannt werden, während Gegenstände und andere Objekte primär auf der Grundlage von Einzel-Details verarbeitet werden. Neuere Befunde deuten darauf hin, dass menschliche Körper, ähnlich wie menschliche Gesichter, konfigural verarbeitet werden. Im Rahmen des beantragten Projektes soll untersucht werden, welche Ebenen der konfiguralen Verarbeitung bei der Wahrnehmung von Körperformen von besonderer Bedeutung sind. Außerdem sollen die neuropsychologischen Grundlagen der Wahrnehmung menschlicher Körperformen bei Gesunden und Personen, die unter einer Prosopagnosie leiden, mit Hilfe ereigniskorrelierter Potentiale und funktioneller Magnetresonanztomographie untersucht werden.