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Das Weihnachtskonzert im Audimax

Di, 11.12.2012, 20 h

 

Der Karten-Vorverkauf beginnt am 12.11.12 (s.u.)

Programm | Mitwirkende | Werk-Einführung | Karten | Text (pdf)

Das Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
„Die Geburt Christi“ für Soli, Chor und Orchester
Weihnachtsteil aus dem Oratorienfragment „Christus“ op. 97

Max Bruch (1838-1920)
Nr. 1 „O holder Herr“
Nr. 2 „Christi Geburt“
aus den „Christkindliedern“ op. 92 für Frauenchor und Orgel

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonata III A-Dur op. 65 für Orgel solo

Anton Bruckner (1824-1896)
„Ave Maria“ Motette für 7stimmigen Chor a cappella

Max Reger (1873-1916)
„Unser lieben Frauen Traum“
aus den „Geistlichen Gesängen“ für Chor a cappella op. 138

Anton Bruckner
„Virga Jesse floruit“ Motette für 4stimmigen Chor a cappella

Félix Alexandre Guilmant (1837-1911)
„Pastorale“
aus der Sonate Nr. 1 d-Moll op. 42 für Orgel solo

Max Bruch
„Gesang der heiligen drei Könige“ op. 21 für Männerchor und Orchester

Felix Mendelssohn Bartholdy
„Vom Himmel hoch“
Choralkantate über „Luthers Weihnachtslied“ für Soli, Chor und Orchester

 

Die Ausführenden

Susanna Martin (Sopran)
Matthias Ludwig (Bass)  

Tiago Ferreira (Orgel)

Collegium vocale Bochum
Collegium instrumentale Bochum  

Hans Jaskulsky (Leitung)

Die Mitwirkenden

Die Sopranistin Susanna Martin studierte nach dem Abitur zunächst Religionspädagogik, bevor sie zum Gesang fand. Ersten Unterricht erhielt sie bei Prof. Jalbert in Hamburg und entschied sich daraufhin für ein Gesangsstudium an der Musikhochschule in Detmold bei Gabriella Lichter-Maxande, das sie im Jahr 2000 mit dem Konzertexamen abschloss. Daneben besuchte sie Meisterkurse u.a. bei Edith Mathis, Judith Beckmann, Helmuth Kretschmar, Norman Shetler, Mitsuko Shirai, Hartmut Höll und Barbara Schlick. Susanna Martin war Stipendiatin des DAAD, Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang und der Deutschen Schubertgesellschaft, die ihr den Interpretationspreis „Lied“ verlieh.
Verschiedene Gastverträge an deutschen Bühnen folgten. Ihre Konzerttätigkeit führt sie mit verschiedensten Dirigenten zusammen, wie z.B. Friedrich Haider, Markus Stenz, Karel Mark Chichon und Reinhard Goebel. Im Januar 2009 sang sie mit dem Singapur Symphony Orchestra unter Kent Nagano. Zusammen mit dem Rundfunkchor Berlin war sie in Hans Werner Henzes 9. Sinfonie mit dem London BBC Symphony-Orchestra unter Ingo Metzmacher in London und mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Kurt Masur in New York zu hören. Im Bereich „Alte Musik“ arbeitete sie u.a. mit den Ensembles „Düsseldorfer Hofmusik“, „Hannoversche Hofkapelle“, „L'arpa festante“ und „Harmonie Universelle“ zusammen. CD-Einspielungen gibt es mit Liedern von Frank Martin und Heine-Vertonungen (Lyrisches Intermezzo, Cord Garben). Im Juni 2010 produzierte das WDR-Rundfunkorchester mit ihr die Operette „Ball im Savoy“ von Paul Abraham. Im Sommer 2013 wird sie unter Reinhard Goebel bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen im Requiem von Niccolo Jommelli zu hören sein. Dem Oratorium gilt ihre besondere Liebe, es bildet einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Desweiteren entwickelt und gestaltet sie kammermusikalische Liedprogramme, die in jeweils projektbezogen wechselnder Besetzung aufgeführt werden. Ihre Programme „daz wunder überwundert mich hât - Altes und Neues über die Liebe“ und „Les roses étaient toutes rouges - Über Musik und Lebensgefühl im französischen Impressionismus“ wurden als Live-Konzerte von WDR3 gesendet.

Matthias Ludwig (Bariton) stammt aus Bad Aibling, studierte in München bei Marilyn Schmiege und besuchte Kurse und Fortbildungen u.a. bei Donald Sulzen, William Matteuzzi, Prof. Hans Sotin und Prof. Rudolf Piernay. Er erhielt mehrere Stipendien und Preise, z.B. der Richard-Wagner-Stipendienstiftung, des Internationalen Opernstudios Meran oder des Festivals Pergine Spettacolo Aperto in Italien. Sein Bühnendebüt gab er als Papageno und war seitdem in zahlreichen Partien zu sehen, etwa als Peter Besenbinder („Hänsel und Gretel“), bei den Sommerfestspielen in Meran/Italien als Escamillo („Carmen“), als Dr. Malatesta („Don Pasquale“), Conte di Almaviva („Le nozze di Figaro“) oder als Orfeo in Glucks „Orfeo ed Euridice“, den er 2004 in den antiken Theatern von Argos und Oiniades im Rahmenprogramm der Olympischen Spiele in Griechenland sang. Sein Repertoire reicht dabei vom Barock bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Musik. Von 2006-2011 war er am Stadttheater Gießen engagiert, wo er mit großem Erfolg Dandini („La Cenerentola“), Albert („Werther“), Don Giovanni, Silvio („I Pagliacci“), Eginhard („Emma und Eginhard“, Telemann), Rodomonte („Orlando Paladino“, Haydn), Graf Danilo („Die lustige Witwe“), Conte di Almaviva, Papageno u.a. interpretierte. Gastspiele führten ihn z.B. an die Theater in Eisenach, Halle, Rüsselsheim und Hagen. Zur Eröffnung der Spielzeit 2011/12 wurde er als Papageno ans Teatro Carlo Felice in Genua eingeladen. Neben seiner Bühnentätigkeit ist Matthias Ludwig auch auf dem Konzertpodium zu Hause. So war er in den großen Oratorien Bachs, den Requien von Mozart, Brahms, Fauré, Mendelssohns „Paulus“ oder Händels „Messiah“, aber auch im Liedfach z.B. mit Schuberts „Winterreise“ und „Die Schöne Müllerin“, Schumanns Liederkreis op. 39 und Vaughan-Williams’ „Songs of travel“ zu hören. Konzerte und Tourneen führten ihn dabei in zahlreiche Länder Europas, nach Kanada, Israel oder in die USA. Große Erfolge feierte er im Sommer 2005 in den Opernhäusern von Kairo und Alexandria mit Orffs „Carmina Burana“ und „Trionfo di Aphrodite“. Mit den Ensembles der Ruhr-Universität Bochum unter Hans Jaskulsky trat er in Orffs „Carmina Burana“ und Bachs „Matthäus-Passion“ auf.

Tiago Ferreira wurde in Porto (Portugal) geboren und begann in einem Jugendchor das musische Interesse auszubilden. Während seiner Gymnasialzeit lernte er Klavier, Orgel und Komposition in einem Konservatorium. Danach erwarb er an der Katholischen Universi-
tät von Porto das Diplom in Kirchenmusik bei Prof. Giampaolo di Rosa in Orgel und Improvisation. Er besuchte die Master-Klasse bei Olivier Latry, Daniel Roth, Ludger Lohmann, Simon Preston, Lionel Rogg, Luca Antoniotti, Monserrat Torrent u.a. und gab verschiedene Orgelkonzerte in Portugal, Spanien, Italien und Deutschland. Nach vierjähriger Spezialausbildung in Kirchenmusik unterrichtete er Schüler in Orgel und Improvisation. Seit 2011 ist Ferreira Schüler von Prof. Dr. Winfried Bönig in Köln zur Erlangung des „Masters of Music“.

Neben den großen Besetzungen von Universitäts-Chor und -Orchester gibt es am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum zwei Kammerensembles, die sich mit ausgewählten Mitwirkenden und projektgebundener Probenarbeit anspruchsvollen Programmen widmen und unter der Leitung von UMD Hans Jaskulsky stehen. Das Collegium vocale Bochum besteht aus ca. 40 Sängerinnen und Sängern. Intensive chorische Stimmbildung (Mechthild Jaskulsky) ist wichtiger Bestandteil der Probenarbeit und formt aus dem Collegium vocale Bochum einen homogenen und flexiblen Klangkörper. Zum vielfältigen Repertoire dieses Esembles gehört einerseits a cappella-Musik unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen, andererseits auch instrumental begleitete Chormusik. In den Aufführungen sind sowohl Werke von Monteverdi (Marienvesper), als auch von Bach (Messen, Motetten, Kantaten) bis hin zu Uraufführungen moderner Meister (Hessenberg, Poos) zu erleben. Der Chor präsentiert sich in regelmäßigen Konzerten über Bochum hinaus, in Nordrhein-Westfalen, aber auch auf Konzertreisen im In- und Ausland.
Das Collegium instrumentale Bochum ist ein (bei Bedarf durch Bläser ergänztes) Streichorchester. Die Mitglieder des Ensembles haben bisher in Bochum und anderen Städten der Region, aber auch auf Reisen Werke unterschiedlichster Besetzungen und Epochen präsentiert. Zum Repertoire gehören neben Orchesterwerken auch Solokonzerte, die z.T. mit aus dem Ensemble stammenden Solisten aufgeführt werden. Aus den Reihen des Collegium instrumentale Bochum finden sich auch kleinere Musiziergruppen (Streichquartette, Bläserensembles etc.) zusammen, die z.B. bei akademischen Feiern an der Universität verpflichtet werden. Gemeinsam mit dem Collegium vocale Bochum werden immer wieder große Werke aus dem oratorischen und chorsymphonischen Bereich aufgeführt.

Seit 1979 wirkt Hans Jaskulsky als Universitätsmusikdirektor am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum. Chor und Orchester der Ruhr-Universität sowie die beiden Kammerensembles, Collegium vocale Bochum und Collegium instrumentale Bochum, stehen dort unter seiner Leitung. Seit 1998 zeichnet er auch für die Orgelkonzertreihe und das Festival „Klangwelten“ an der großen Klais-Orgel im Auditorium maximum der Ruhr-Universität verantwortlich. Lehraufträge verbanden ihn viele Jahre lang mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum und der Musikhochschule Frankfurt. 2008 wurde er zum Honorarprofessor an der Folkwang-Universität der Künste Essen ernannt. Hans Jaskulsky ist Vorsitzender des Internationalen Arbeitskreises für Musik (IAM) und Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC). Diverse Publikationen bezeugen seine anhaltende musikwissenschaftliche Lehr- und Vortragstätigkeit. Sein dirigentisches Repertoire reicht von A-cappella-Chormusik über Chorsymphonik bis zu Orchesterliteratur in großer stilistischer Breite.

Susanna Martin

 

 

 

Matthias Ludwig

 

 

 

Tiago Ferreira

 

 

 

Hans Jaskulsky

Programm-Einführung (Hans Jaskulsky)

Das Weihnachtskonzert 2012 wartet mit Raritäten der Romantik auf: Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy bilden Auftakt und Ausklang. Aus einem Fragment gebliebenen Oratorium, dem die Nachwelt den Titel „Christus“ gab, erklingen die weihnachtlichen Sätze: Besonders der berückend schöne Chor-/Orchestersatz „Es wird ein Stern aus Jakob ausgehn“ mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ erinnert nicht nur an Mendelssohns Oratorium „Elias“, sondern nimmt auch engen Bezug auf zum Schaffen Johann Sebastian Bachs. Dies gilt in gesteigerter Weise für die Weihnachtskantate „Vom Himmel hoch“ mit ihrem Wechsel aus Choralbearbeitungen und Solo-Arien.
Zwei selten gespielte Werke des Spätromantikers Max Bruch bilden den inneren Rahmen des symmetrisch aufgebauten Programms mit zwei der „Christkindlieder“ für Frauenchor und Orgel sowie der orchesterbegleitete Männerchorsatz „Gesang der heiligen drei Könige“ - hochromantisch in ihrer differenzierten Harmonik und meisterlich in der Kontrapunktik der Stimmen. Nie erliegt Bruch der Versuchung in einen sentimentalen Ton zu verfallen - so können diese kleinen Kompositionen als Perlen eines entlegenen Repertoires gelten.
Zwei Solowerke für Orgel strukturieren und bereichern das Programm: Felix Mendelssohn Bartholdys 3. Orgelsonate A-Dur und die „Pastorale“ aus der 1. Sonate von Félix Alexandre Guilmant, der durch seine Kompositionen wie der Symphonie für Orgel und Orchester und der acht Orgelsonaten wesentlich zur Ausbildung eines eigenständigen französisch-romantisch-sinfonischen Orgelstils beitrug.
Im Zentrum der Programmfolge umrahmen zwei a cappella-Motetten Anton Bruckners, deren marianischer Bezug deutlich ist, die Marienmotette „Unser lieben Frauen Traum“ von Max Reger.

Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern
unseres Konzertes eine gesegnete
Advents- und Weihnachtszeit!


Eintritt: Kategorie 1 (Blöcke A, B, C, J, K): 18,- / erm. 12,- / Kategorie 2 (Blöcke L, M, N) 15,- / erm. 10,-
Vorverkauf ab 12.11.: BO-Marketing Ticketshop (Huestr. 9), Infopoint der RUB (UV-Foyer)
Abendkasse im Audimax ab 19 h
Info und Reservierung: Musisches Zentrum, Tel. 0234/32-22800, email

 
 
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Letzte Änderung: 05.11.2012  | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik