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Collegium vocale und Collegium instrumentale Bochum

Neben den großen Besetzungen von Universitäts-Chor und -Orchester gibt es am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität zwei Kammerensembles, die mit ausgewählten Mitwirkenden und kontinuierlicher Probenarbeit musikalisch anspruchsvolle Projekte realisieren können und ebenfalls unter Leitung von UMD Hans Jaskulsky stehen.

Collegium vocale und Collegium instrumentale Bochum | Leitung: Hans Jaskulsky
Konzert im Auditorio Nacional von San José (Costa Rica) am 31.7.2011

Das Collegium vocale Bochum ging 1991 aus dem Universitäts-Kammerchor hervor und besteht aus Mitgliedern des Universitätschores und anderen ausgewählten Stimmen. Intensive chorische Stimmbildung (bei Mechthild Jaskulsky) ist wichtiger Bestandteil der Probenarbeit und formt aus dem Collegium vocale einen homogenen und flexiblen Klangkörper. Zum vielfältigen Repertoire dieses Esembles gehört vor allem anspruchsvolle a cappella-Musik unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen, die chorisch und auch solistisch aus den eigenen Reihen besetzt werden. Der Chor präsentiert sich in regelmäßigen Konzerten in Bochum und Umgebung, aber auch auf Konzertreisen im In- und Ausland.
Im Sommer 2011 fand eine Konzertreise nach Costa Rica statt. (Weitere Informationen).

Das Collegium vocale Bochum hat eine eigene Internetpräsenz, die von den Mitwirkenden selbst aktualisiert wird.

Das Collegium instrumentale Bochum ist ein teilweise durch Bläser ergänztes Streichorchester, das 1991 aus dem Universitäts-Kammerorchester hervorging. Die Mitglieder des Ensembles stammen zum Teil aus dem Orchester der Ruhr-Universität und haben bisher in Bochum und anderen Städten der Region, aber auch auf Reisen, Werke verschiedenster Besetzungen und Epochen präsentiert. Zum Repertoire gehören neben Orchesterwerken auch Solokonzerte, die z.T. mit aus dem Ensemble stammenden Solisten aufgeführt werden. Regelmäßig finden an der Ruhr-Universität Werkstattkonzerte statt, wo dem Publikum mit Werkeinführungen und Klangbeispielen die Stücke vorgestellt werden. Aus den Reihen des Collegium instrumentale finden sich auch immer wieder kleinere Musiziergruppen (Streichquartette, Bläserensembles etc.) zusammen, die z.B. bei akademischen Feiern an der Universität verpflichtet werden.

Zusammen erarbeiten die Collegien auch Werke aus dem oratorischen Bereich, so z.B. die Johannes-Passion von J.S. Bach oder das Mozart-Requiem, die dann auch auf Konzertreisen in Prag (1993) und Israel (1994) aufgeführt wurden. Im Dezember 1996 fand eine Aufführung aller 6 Kantaten des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach in Bochum statt. 1997 stand das Requiem von Maurice Duruflé auf dem Programm mit Konzerten in Bochum, Wuppertal, Düsseldorf und Moers. Im Oktober 1997 fand eine Konzertreise nach Italien (Padua und Parma) statt. Hierfür wurde ein Programm mit Werken von Franz Schubert, Anton Bruckner und Heinrich Poos vorbereitet. Im Februar/März 1998 gab es eine Aufführungsserie mit den "Musikalischen Exequien" von Heinrich Schütz als Hauptwerk. Im September 1998 wurde die neue große Konzertorgel im Auditorium maximum eingeweiht. Für diesen Anlaß studierte das Collegium vocale "Laudes Organi" von Zoltán Kodálij ein. Im Bach-Jubiläumsjahr 2000 stand die h-Moll-Messe mit zahlreichen Aufführungen auf dem Programm der beiden Collegien. Außerdem wurde mit Schumanns "Missa sacra" eine CD produziert.
Im Jahr 2002 konte der Chor auf eine Reihe von internationalen Begegnungen und Konzertreisen zurückblicken. Im Mai nahm der Chor als einziges deutsches Ensemble am Internationalen Chorfestival „Cittá di Bologna“ in Bologna/Italien teil. Zwei Auftritte mit einem exquisiten a cappella-Programm begeisterten dort Gastgeber und Publikum. Beim renommierten Flandern-Festival in Tongeren/Belgien wartete das „Collegium vocale Bochum“ begleitet von den Bergischen Symphonikern, mit zwei chorsymphonischen Highlights auf: den „Requien“ von Wolfgang Amadeus Mozart und Maurice Duruflé. Auch hier wußte das Ensemble in der gut besuchten gothischen Kathedrale von Tongeren Medien, Fachleute und Zuhörer zu überzeugen. Im Oktober schließlich fand eine 9-tägige Konzertreise ins Baltikum statt. Mit einem anspruchsvollen Chor-/Orgelprogramm machten sich die Musiker auf den Weg, um dort in Konzerten in Tallinn (Estland), Riga, Liepaja und Cesis (Lettland) aufzutreten. Im Gepäck waren die „Missa sacra“ von Robert Schumann, das „Ave Maria“ von Heinrich Poos und das „Requiem“ von Maurice Duruflé. Die Orgel spielte Prof. Torsten Laux, Dozent an der Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Ermöglicht wurde diese Reise durch Mittel der Ruhr-Universität Bochum, des Deutschen Musikrates und der NordLB.
Das Jahr 2003 begann mit 3 Aufführungen von Bachs "Johannes-Passion" in Ratingen, Bochum und Hattingen im März. Im Mai nahm das Collegium vocale mit Erfolg am Leistungssingen des Sängerbundes NRW teil. Im November fand eine Tournee durch verschiedene Ruhrgebietsstädte statt. Das traditionalle Weihnachtskonzert im Audimax wurde ebenfalls vom Collegium vocale mitgestaltet. Zur Aufführung kam u.a. die "Weihnachtshistorie" von Heinrich Schütz..
Beim Bundesleistungssingen des Sängerbundes NRW errang das Collegium vocale im Mai 2004 den Titel "Meisterchor". Im Sommer 2004 wurde Händels "Messiah" in Bochum, Bramsche und Hattingen aufgeführt. Eine Choraustausch mit den SFSU Chamber Singers führte das Ensemble im August/September nach San Francisco (USA), wo zwei Programme mit weltlicher und geistlicher Chormusik präsentiert wurden. Im Oktober nahm der Chor mit einem Konzert am 4. Internationalen Chorfestival Ruhr "a cappella" teil. Es folgten Aufführungen mit Werken von Johann Sebastian Bach ("Magnificat D-Dur", Orchestersuite D-Dur, Motette "Lobet den Herrn alle Heiden" in Bochum, Herne, Castrop-Rauxel und Hattingen. Eine Konzertreise führte die Ensembles im Mai 2005 nach Berlin und Greifswald. Im Dezember 2005 wurden alle 6 Kantaten des "Weihnachtsoratoriums" von J. S. Bach aufgeführt. 2006 stand ganz im Zeichen von Claudio Monteverdis "Marien-Vesper", die im Dom von Xanten, in der Lamberti-Kirche in Münster und im Bochumer Audimax aufgeführt wurde. 2007 schlossen sich weitere Aufführungen in Bochum und Recklinghausen an. Zum 100. Todestag von Kurt Hessenberg wurde seine "Lukas-Passion" im November 2007 in Frankfurt und Bochum präsentiert.
Im Kulturhaupstadtjahr 2010 waren die Collegien an verschiedenen Veranstaltungen beteiligt. Das Collegium vocale nahm mit dem Orpheus-Ensemble Dortmund nochmal die Marien-Vesper von Monteverdi ins Programm und führte sie in Dortmund und Bochum auf. Die Uraufführung von Heinrich Poos' "Legende" nach einem Text von Bert Brecht im November war ein weiterer Höhepunkt der Arbeit. Den Jahresabschluss bildeten zwei Aufführungen von Händels "Messias" in Hattingen und Bochum. Das Jahr 2011 führte die Collegien für 2 Wochen nach Costa Rica. Dort wurde ein anspruchsvolles Bach-Programm gemeinsam mit dem Chor El Café Chorale in San José, Sarapiqui und Nicoya aufgeführt. Im Herbst ist eine weitere Reise mit Konzerten in der Leipziger Thomaskirche, der Nikolaikirche und in Bochums Partnerstadt Nordhausen am Harz geplant. 2012 soll dann im Frühjahr die Matthäus-Passion von J. S. Bach in Bochum, Soest und Köln erklingen. In der zweiten Jahreshälfte steht dann Bruckners Messe in e-Moll im Zentrum der Arbeit.

Individuelle Vorbereitung und kontinuierliche Chorarbeit formen aus dem Collegium vocale Bochum einen Klangkörper mit internationalem Renommee. Sänger und Sängerinnen mit Chorerfahrung sind herzlich eingeladen, sich um einen Vorsingtermin zu bewerben.
Kontakt: UMD Prof. Dr. Hans Jaskulsky, Tel. 0234/850342 oder MZ-Büro 0234/32-22800 oder mz-musik@rub.de

Die anspruchsvollen und aufwändigen Projekte werden finanziell vom Förderkreis Collegium vocale Bochum e.V. unterstützt.

 

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Letzte Änderung: 26.08.2011  | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik