| Musisches Zentrum» Willkommen » Startseite |
|
Aufführungen: So, 7.10.12, 16 h, St. Lamberti (Lambertikirchplatz, 48143 Münster) Di, 9.10.12, 20 h, St. Meinolphus-Mauritius (am Schauspielhaus Bochum) Fr, 12.10.12, 19.30 h, Erzabtei Kloster Beuron (Abteistr. 2, 88631 Beuron) Sa, 13.10.12, 20 h, Münster St. Maria und Markus, Mittelzell So, 18.11.12, 17 h, Kath. Kirche Heilig Geist
|
||||
|
Von den drei großen Orchestermessen Anton Bruckners (1824-1896) ist die Nr. 2 in Welche Musik könnte besser zu Bruckners e-Moll-Messe hinführen als Vokalwerke von Großmeistern der Renaissance wie Palestrina und Vittoria? Die Auswahl der Texte der drei neutestamentlichen „Cantica“ ist kein Zufall: Das „Benedictus dominus“ in der Vertonung Tomás Luis de Vittorias (1548-1611) stellt die Lobpreisung des Zacharias, der vom Herrn wegen seines Unglaubens vorübergehend mit Stummheit geschlagen wurde, bis sich die Verheißung der Geburt seines Sohnes Johannes des Täufers erfüllte, der Bruckner-Motette „Os justi meditabitur“ gegenüber: „Der Mund des Gerechten wird reden“. Der Lobgesang Mariens, das „Magnificat“ aus der Feder Pierluigi da Palestrinas (1525-1594) korrespondiert mit dem berühmten „Ave Maria“ Anton Bruckners. Und schließlich: Der greise Prophet Simeon erblickt bei der Beschneidung Jesu im Tempel in diesem Kind den lang ersehnten Messias: „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen“. Dieses „Nunc dimittis“, das dritte der neutestamentlichen „Cantica“, stammt wiederum von Vittoria und wird von Bruckners Motette „Virga Jesse floruit“ gleichsam kommentiert, die mit den Worten des Propheten Jesaja anhebt zu singen: „Der Zweig Isais ist erblüht…“. Eingerahmt wird dieser erste Teil des Programms durch zwei weitere Motetten Anton Bruckners, nämlich das Offertorium (für vier Männerstimmen und Posaunen) „Inveni David“, Psalmworte zur Königskrönung im alten Israel, sowie am Ende durch die Einsetzungsformel der Bischofsantiphon „Ecce sacerdos magnus“ aus dem Buch Sirach – letztlich ein Lobpreis auf Christus, den König, den Hohepriester und das Opferlamm.
|
Collegium vocale Bochum Bläserensemble des Leitung:
|
||||
| Seit 1979 wirkt HANS JASKULSKY als Universitätsmusikdirektor am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum. Chor und Orchester der Ruhr-Universität sowie die beiden Kammerensembles, Collegium vocale und Collegium instrumentale Bochum, stehen dort unter seiner Leitung. Seit 1998 zeichnet er auch für die Orgelkonzertreihe und das Festival „Klangwelten“ an der großen Klais-Orgel im Auditorium maximum der Ruhr-Universität verantwortlich. Lehraufträge verbanden ihn viele Jahre lang mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum und der Musikhochschule Frankfurt. 2008 wurde er zum Honorarprofessor an der Folkwang-Universität der Künste Essen ernannt. Hans Jaskulsky ist Vorsitzender des „Internationalen Arbeitskreises für Musik“ (IAM) und ist als Juror bei Chorfestivals und Chorwettbewerben gefragt. Er ist künstlerischer Leiter des von ihm initiierten „Internationalen Chorfestivals Ruhr a cappella“, das seit 1995 regelmäßig in Bochum stattfindet. Sein Repertoire reicht von A-cappella-Chormusik über Chorsymphonik bis zu Orchesterliteratur in großer stilistischer Breite. |
|
||||
Neben den großen Besetzungen von Universitäts-Chor und -Orchester gibt es am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum zwei Kammerensembles, die mit ausgewählten Mitwirkenden und projektgebundener Probenarbeit musikalisch anspruchsvolle Programme realisieren können und unter der Leitung von UMD Hans Jaskulsky stehen. Das Collegium vocale Bochum besteht aus ca. 40 Sängerinnen und Sängern. Intensive chorische Stimmbildung (bei Mechthild Jaskulsky) ist wichtiger Bestandteil der Probenarbeit und formt aus dem Collegium vocale einen homogenen und flexiblen Klangkörper. Zum vielfältigen Repertoire dieses Esembles gehört vor allem anspruchsvolle a cappella-Musik unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen, die chorisch und auch solistisch aus den eigenen Reihen besetzt werden. Der Chor präsentiert sich in regelmäßigen Konzerten in Bochum und Umgebung, aber auch auf Konzertreisen im In- und Ausland. Das Collegium instrumentale Bochum ist in der Regel ein Streichorchester, das bei Bedarf durch Bläser ergänzt wird. Für das aktuelle Bruckner-Projekt, das auf Streicher verzichtet, wurde eine Besetzung von 15 Holz- und Blechbläsern zusammengestellt. Zusammen erarbeiten die Collegien immer wieder große Werke aus dem oratorischen und chorsymphonischen Bereich und führen sie in der Region und weit darüber hinaus auf. Einige wichtige Stationen dieser Konzerttätigkeit in den letzten Jahren: Bach „h-Moll-Messe“ (Bochum, 2000) | a cappella-Programm (Festival „Cittá di Bologna“ Italien, 2002) | Mozart/Duruflé „Requiem“ (Vlaanderen-Festival, Belgien, 2002) | Schumann „Missa sacra“ (Baltikum, 2002) | Händel „Messiah“ (Region Ruhr 2004, 2010) | a cappella-Programm (USA, San Francisco, 2004) |Hessenberg „Lukas-Passion“ (Bochum, Frankfurt, 2007) | Monteverdi „Marienvesper“ (Xanten, Münster, Bochum, Dortmund, Recklinghausen, 2006/2007/2010 | Bach-Poos-Programm (Region Ruhr, Costa Rica, Leipzig, Nordhausen, 2011) | Bach „Matthäus-Passion“ (Bochum, Köln, Soest, 2012) | Bruckner „e-Moll-Messe“ (Münster, Bochum, Dortmund, Konstanz, 2012). |
|||||
|
|||||
| Letzte Änderung: 08.10.2012 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik |