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DIE MÜNZSAMMLUNG
Zur Geschichte der Sammlung
Die Ruhr-Universität Bochum verfügt im Rahmen ihrer Kunstsammlungen über
eine beachtenswerte Kollektion von ca. 3.300 Münzen, die vom Lehrstuhl für
Alte Geschichte am Historischen Institut der Fakultät für
Geschichtswissenschaft betreut und für die Ausbildung angehender
Historiker und Althistoriker genutzt wird. Ausgangspunkt der Münzsammlung
ist der aus mehr als 120 Mittelaltermünzen bestehende Querenburger Schatz,
der 1966 bei Aushubarbeiten auf die Querenburger Höhe für einen Uni-Neubau
gefunden wurde. Die Universität erwarb diesen bestehenden Schatz, zu dem
die außerordentlich reichhaltige Münz- und Vasensammlung des Fuldaer
Studienrats und Wissenschaftsmäzens Dr. Karl Josef Welz (1887 – 1964) kam.
Der Bestand wurde systematisch durch Kauf und Stiftungen ausgebaut. Die
Pflege der Münzsammlung oblag bis 1994 Dr. Thomas Fischer. Jetzt wird
diese Arbeit von Dr. Karl-Ludwig Elvers fortgesetzt.
Die Sammlung
Die Münzsammlung deckt alle relevanten Bereiche der antiken Numismatik ab.
Sie reicht von Beispielen der frühen Münzprägung in Kleinasien über die
klassischen Prägungen in Hellas und der Magna Graecia, über vor allem
einige herausragende hellenistische Münzen insbesondere der
Seleukiden-Dynastie bis zu römischen Münzen. Hier finden sich seltene
Exemplare römisch-italischen Schwergelds, Prägungen der späten Republik
und solche der Kaiserzeit. Daher eignet sich die Bochumer Uni-Sammlung gut
für den akademischen Unterricht als Anschauungsmaterial insbesondere in
den Disziplinen Alte Geschichte, Klassische Archäologie und Klassische
Philologie. Darüber hinaus wird eine Auswahl der Münzsammlung mit weiteren
archäologischen Objekten (Vasen, Kleinplastiken, Keramiken und andere
Hinterlassenschaften) in der Universitätsbibliothek der interessierten
Öffentlichkeit gezeigt.
Die Ausstellung
Z. Zt. werden innerhalb der Kunstsammlungen provisorisch fünf Vitrinen mit
Münzen der archaischen Zeit, mit karthagisch-punischen Münzen,
hellenistischen Münzen und mit Prägungen der Römischen Republik sowie des
dritten und vierten nachchristlichen Jahrhundert gezeigt. Ende des
Sommersemesters 2003 wird die neue Dauerausstellung der Münzsammlung im
Untergeschoß der Kunstsammlungen eröffnet werden.
Die Kunstsammlungen in der Bochumer Universitätsstraße 150 sind werktags
außer Montag 12 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr
geöffnet.
Für Interessierte
Zugang zu einzelnen Stücken der Sammlung ist für Wissenschaftler und jene
Interessenten, die ein berechtigtes fachliches Interesse nachweisen
können, prinzipiell möglich. Fotos und ggf. Gipse können in begrenztem
Umfang gegen die Erstattung der Unkosten angefertigt werden; eine
kommerzielle Nutzung dieses Materials ist grundsätzlich nicht möglich.
Anfragen richten Sie bitte an
Dr. Karl-Ludwig
Elvers
Alte Geschichte
Historisches Institut
44780 Bochum
(GA 5/162, Tel. 0234-3224679).
Er beantwortet für Laien in
angemessenem Rahmen auch Fragen der Bestimmung von Münzen;
Echtheitserklärungen und Bewertungen sind ausgeschlossen. Interessenten
mögen sich dafür an einen gewerblichen Münzhändler richten.
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