Unterrichtsformen
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Problemorientiertes Lernen
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Seminare
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Praktika
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Praktische Übungen
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Klinische Blockpraktika
Im Modellstudiengang wird es neben neuen Prüfungsformen auch andere Unterrichtsformen geben. Vorlesungen treten dabei zugunsten von Seminaren und praktischen Übungen zurück. Daneben bietet der Studiengang spezielle Module an, zum Beispiel zu den Themen Kommunikation, soziale Kompetenz, Gesundheitsökonomie und Medizinethik.
Diese Unterrichtsformen sind im Einzelnen:
| Problemorientiertes Lernen |
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Die zentrale
Unterrichtsform ist das
"Problemorientierte Lernen"(POL).
Diese Methode wird in den ersten
drei Studienjahren als
Tutorium in
Kleingruppen
abgehalten: Das selbst gesteuerte Lernen im Team ist ausdrückliches Lernziel. Die Studierenden sind aufgefordert, den Lernprozess selbst in die Hand zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen, Teamgeist zu entwickeln und die eigene Neugier wieder zu entdecken. |
| Seminare |
| Seminare dienen zur
Vertiefung von Wissen,
der Erörterung fächerübergreifender Zusammenhänge und der
Herstellung von Bezügen zwischen Theorie und Praxis. Dabei soll die
Diskussion und die Beantwortung der Fragen von Studierenden im
Mittelpunkt stehen ("meet the expert"). Weiterhin bieten sie ein Forum für Gruppenarbeit. Nach Möglichkeit sollen Seminare interdisziplinär geplant und durchgeführt werden. |
| Praktika |
| In Praktika sollen Fertigkeiten, aber auch
Fähigkeiten einzeln oder in Gruppen trainiert und
erlernte Wissensinhalte im Praxisrahmen überprüft werden. Ein Praktikum findet im Falle der theoretischen Grundlagenfächer anhand von veranschaulichenden Versuchen, in klinischen Fächern jedoch vorwiegend in einer Einrichtung der medizinischen, psychosozialen Versorgung oder einer Forschungseinrichtung statt. Die Zahl der Studierenden bei der PatientInnen-Demonstartion am Krankenbett soll sieben, bei PatientInnen-Untersuchungen drei Studierende nicht überschreiten. |
| Praktische Übungen |
| In praktischen Übungen sollen die Studierenden in Kleingruppen praktische Fertigkeiten des klinischen Alltags erlernen und üben. Ein klassisches Beispiel ist der traditionelle Untersuchungskurs ("Klopfkurs"), hier können aber auch andere wichtige Fertigkeiten, die jeder Arzt zu Diagnostik und Therapie beherrschen sollte, erlernt und geübt werden (Mikroskopieren, Blut abnehmen, EKG ableiten und interpretieren, Reanimationsmaßnahmen, chirurgische Wundversorgung etc.). |
| Klinische Blockpraktika |
| Die Klinischen Blockpraktika stellen die
wesentliche integrative Lehr- und Lernform im Krankenhaus dar.
Die klinischen Blöcke in Bochum sind themenorientiert und
sollen die wesentlichen Volkskrankheiten abbilden. So werden für das POL nach und nach die Kasuistiken (paper cases) durch Patientenvorstellungen ersetzt. Ziel der klinischen Blockpraktika ist gleichermaßen die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Zentrale Lehrform ist dabei die "Ausbildung am Krankenbett". Klinische Blockpraktika haben festgeschriebene Ausbildungsziele, bieten darüber hinaus Raum für weitere Lerninhalte. Ergänzt werden die klinischen Blockpraktika durch begleitende Theorieeinheiten, in denen in Seminarform die das klinische Fach betreffenden "klinisch-theoretischen" Fächer bearbeitet werden. Dazu gehören z.B. die Fächer und Querschnittsbereiche Radiologie, Pharmakologie, Pathologie, Pathophysiologie, Mikrobiologie, Immunologie, Hygienen und Klinische Chemie sowie ausgewählte naturwissenschaftliche Grundlagenfächer. |

