Aufbau des Studiums

 

    Statt der traditionellen Einteilung in unterschiedliche Fächer ist das Studium im Modellstudiengang in thematische Blöcke eingeteilt. Diese thematisieren in den ersten beiden Studienjahren wichtige Organe und Organsysteme, das fünfte Semester die Phasen der Entwicklung von Schwanger­schaft bis zum Altern und die Semester sechs bis zehn die besonders wichtigen und häufigen Krankheitsbilder. Im sechsten Studienjahr findet wie im traditionellen Stu­diengang das praktische Jahr statt.

    Die Blöcke sind so aufeinander abgestimmt, dass sie im fortlaufenden Studium immer komplexer werdende Wissensbereiche erschließen. Sie sind fächerübergreifend gestaltet und verknüpfen so die Grundlagen mit den klinisch-theoretischen und klinischen Lehrzielen.

    Vom ersten Semester an lernen die Studierenden anhand realer Patientengeschichten so wesentliche grundlagen­wissenschaftliche Inhalte mit praktisch-medizinischen Frage­stellungen zu verbinden.

    Neben den Blöcken gibt es im Modellstudiengang Medizin in Bochum als Besonderheit vertiefende Wissensinhalte die das Studium begleiten. Dies sind die Stränge:

    Ärztliche Interaktion
    Gesundheitsökonomie, Wissenschaft und For­schung
    Medizinische Ethik, Geschichte der Medizin und Humanitäre Hilfe

    Sie behandeln fächer- und semesterübergreifend die Grundlagen ärztlichen Denkens und Handelns und be­leuchten auch die geisteswissenschaftlichen und medizi­nischen Inhalte und Bedingungen (z.B. ethische, gesell­schaftliche, finanzielle), die dieses Denken und Handeln bestimmen.

    Unterrichtsformen
    Die zentrale Unterrichtsform ist das Problemorientierte Lernen (POL) anhand von konkreten Patientengeschichten. Die Studierenden treffen sich wöchentlich in einer Klein­gruppe von 7 Studierenden, die durch eine/n von der Fakul­tät benannte/n und speziell ausgebildete/n Tutor/in beleitet wird. Sie nehmen dabei den Lernprozess selbst in die Hand, übernehmen Verantwortung, entwickeln Teamgeist und entdecken ihre eigene Neugier wieder neu. POL fördert die Selbstorganisation der Studierenden, das interdisziplinäre Denken, den Bezug zur medizinischen Praxis und die Lernmotivation.

    Flankiert wird das Problemorientierte Lernen durch 2 klinisch-theoretische Seminare, ein Praktikum und eine praktische Übung pro Woche. Die Präsenzzeit beträgt ca. 18 Stunden, der Rest der Woche ist für die Selbststudienzeit fest eingeplant. (Musterstundenplan)