Gelenkte Blicke

Rassenhygienische Propaganda und Politik im Kontext des Nationalsozialismus

Gelenkte Blicke

Anläßlich der Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung findet ein Second Opening der Ausstellung "Gelenkte Blicke" am 23.9. (Do.) und 24.9. (Fr.) von 13-20 Uhr und am 25.9. (Sa.) von 13-17 Uhr statt. Eintritt: frei.

Wegen des großen Erfolges wird die Ausstellung "Gelenkte Blicke" jetzt noch einmal im Malakowturm Julius Philipp an der Markstraße gezeigt, diesmal mit einem eigenen Führungsangebot, das sich insbesondere an Studierende und Schüler richtet.

Öffnungszeiten vom 17.4.2010 bis zum 6.6.2010
Mi. 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Sa. 14 bis 18 Uhr
So. 11 bis 18 Uhr

Öffentliche, kostenlose Führungen werden sonntags um 15 Uhr angeboten.
Führungen für Gruppen zu anderen Terminen, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten, sind möglich.
Anfragen unter: gelenkte-blicke@rub.de

Pressetext
Weitere Informationen

Zu den Utopien des Nationalsozialismus gehörte die Schaffung einer von Schwäche und Krankheit befreiten, erbbiologisch optimierten Gesellschaft. Zu diesem Zweck wurden "gesunde" Familien gefördert, während als "minderwertig" eingestufte Menschen massenhaft sterilisiert und zum Teil systematisch ermordet wurden. Eine aus Sicht der Nationalsozialisten erfolgreiche Rassenhygiene bedurfte dabei der Mitwirkung der gesamten Bevölkerung. Entsprechend wurden vielfältige Propagandaanstrengungen unternommen, um das Denken in Kategorien der Erbgesundheit und Erbkrankheit und die Sorge vor Bevölkerungsrückgang und Degeneration zu verbreiten. Propaganda sollte die Wahrnehmung und das Handeln der Menschen nachhaltig verändern, die Blicke lenken. Bilder spielten für diese Propaganda eine entscheidende Rolle. Sie waren im nationalsozialistischen Alltag allgegenwärtig: als Grafiken, Fotografien, Collagen und Filme, in Zeitungen und Zeitschriften, Schulbüchern, Vorträgen.

Die Ausstellung führt in die historische Auseinandersetzung mit rassenhygienischer Politik und Propaganda der NS-Zeit ein. Sie beleuchtet den historischen Hintergrund der Rassenhygiene und den internationalen Zusammenhang der Eugenik, konzentriert sich aber vor allem auf die Inhalte, Formen und Ziele der rassenhygienischen Propaganda.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Lehrprojekts "Die Popularisierung von Eugenik und Rassenhygiene 1920-1950" aus Studienbeitragsmitteln gefördert und von Studierenden und Lehrenden der RUB konzipiert und realisiert.

Weitere Informationen:
Poster Lehrprojekt Popularisierung von Rassenhygiene
Sonderausstellung in Rubens 140 - Webseite
Sonderausstellung in Rubens 140 - PDF (Seite 5)

Projektleitung:

Dr. Christina Benninghaus, Fakultät für Geschichtswissenschaft, RUB
PD Dr. Stefan Schulz, Medizinhistorische Sammlung und Abteilung für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin, RUB

lehrreich Malakowturm Julius Philipp
Markstr. 258a
44799 Bochum
Tel: 0234 - 32 23 394