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Institut für Medizinische
Ethik und Geschichte der Medizin
Medizinhistorische Sammlung
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Otto
Gottlieb J. Mohnike und die Einführung der
Pockenschutzimpfung in Japan 1849 |
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Vor rund 150 Jahren gelang es, die erste flächendeckende
Pockenschutzimpfung in Japan durchzuführen.
Wesentlichen Anteil daran hatte der deutsche
Arzt Otto Gottlieb Mohnike (1814-1887). Einzelne
Erfolge hatte bereits 1823 sein berühmter Landsmann
Philipp Franz v. Siebold verzeichnen können,
doch war es diesem nicht geglückt, eine impffähige
Lymphe zu gewinnen und die Impfpraxis über das
gesamte Inselreich zu verbreiten.
Mohnike kam, wie seine berühmten Vorgänger Engelbert
Kämpfer (1651 - 1716) und Friedrich Franz v.
Siebold (1796-1866), als Arzt in niederländischen
Diensten nach Nagasaki und führte u. a. auch
das Stethoskop in Japan ein. Obwohl er mit der
Überwindung der Pocken, die die Kinder- und
Säuglingssterblichkeit damals maßgeblich bestimmten,
einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der
westlichen Medizin in Japan geleistet hatte,
ist über ihn als Arzt und Japanforscher nur
wenig bekannt.
Anlässlich des 150sten Jahrestages der ersten
Impfungen in Nagasaki (Japan) wurde ein Symposium
zu Otto Gottlieb Mohnike abgehalten. Die dort
präsentierten Beiträge zeigen ihn als hervorragenden
Mediziner und begabten Naturforscher, der trotz
der damals sehr schwierigen Bedingungen in Nagasaki
sehr erfolgreich gewirkt hat.
Die in der Universitätsbibliothek der RUB gezeigte
Ausstellung wurde anlässlich dieses Symposiums
in Nagasaki zusammengestellt. Durch zweisprachige
Schautafeln und eine Auswahl an historischen
Objekten illustriert sie ein wichtiges Kapitel
der gerade auf dem Gebiet der Medizin besonders
engen Beziehung zwischen Japan und Deutschland.
Konzeption:
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Andreas
Mettenleiter, Institut für Geschichte der
Medizin, Universität Würzburg |
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Prof. Dr. Tadaomi
Aikawa, Institut für Physiologie der Medizinischen
Hochschule Nagasaki |
Ausrichter:
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Institut
für Geschichte der Medizin und Medizinhistorische
Sammlung der RUB |
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Fakultät für
Ostasienwissenschaften der RUB |
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Universitätsbibliothek
der RUB |
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Die Ausstellung ist in der Universitätsbibliothek
(Universitätsstr. 150, D-44801 Bochum) zu sehen vom 4.
bis 29. Juli 2002, Mo.-Fr. 8:15 Uhr bis 20:00 Uhr.
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