 |
In
der Ausstellung werden drei größere
Komplexe thematisiert.
Der 1. Themenkreis betrifft die Einflüsse
und Anregungen, die Goethe durch seine Lektüre
(C.von Linné, J. J. Rousseau, A.v.
Haller) oder durch persönliche Kontakte
mit zeitgenössischen Naturforschern
(A.J.C.G. Batsch, F.J. Schelver, A.v. Humboldt,
J.F. Blumenbach, C.F. Nees von Esenbeck,
C.F.P. Martius) empfing.
Der 2. Themenkreis bezieht sich auf Goethes
eigene Publikationen zur Botanik und Theorie
der Metamorphose.
In einem 3. Komplex werden zahlreiche pflanzliche
Untersuchungsobjekte vorgestellt, die Goethe
einerseits zur Demonstration seines Metamorphose-Gedankens
dienten [Keimlingsversuche u.a. mit Meerbohnen
(Entada scandens), Kapuzinerkresse und Kartoffelknollen
mit verschiedenfarbigem Licht, Studien über
monströse Bildungen an Rosen und Nelken
sowie Studien über die Blattumbildungen
an Akelei (Aquilegia), Eisenhut (Aconitum),
Schwarzkümmel (Nigella), Mäusedorn
(Ruscus aculeatus), Zwergpalme (Chamaerops
humilis), Grünlilie (Chlorophyllum)],
andererseits aber auch zu einigen der schönsten
poetischen Werke inspirierten [Ginkgobaum
und Goethes Lieblingspflanze, (Bryophyllum
bzw. Kalanchoe spec.]. Schließlich
wird die Pflanzengattung Goethea präsentiert,
die 1821 Nees v. Esenbeck und Martius als
neues Genus eines brasilianischen Malvengewächses
schuf. |