| Vom 4. Juni bis zum 3. Juli 2005 wird die Ausstellung
„Fitness. Schönheit kommt von außen“
im Malakowturm Julius Philipp zu sehen sein. Im Forum
Schlossplatz Aarau (CH) und im Berliner Medizinhistorischen
Museum an der Charité konnte die Ausstellung bereits
große Erfolge verbuchen.
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Unter Fitness verstehen
die Schweizer Ausstellungsmacher Andreas Schwab
und Ronny Trachsel die individualisierte, von den
Vereinen losgelöste sportliche Betätigung.
Diese Form der Körperkultur boomt seit über
hundert Jahren und ist heute allgegenwärtig:
Eine wahre Flut von Bildern jugendlicher und sportlicher
Körper in Zeitungen und Zeitschriften, im Fernsehen
und besonders in der Werbung belegt dies exemplarisch.
Hier zelebriert eine Gesellschaft ihren Fitnesskult. |
Vor diesem Hintergrund wirft die Ausstellung
in vier Themenbereichen einen ironischen, kritischen,
aber gleichzeitig auch wieder wohlgesinnten Blick auf
die Fitnessbewegung:
Ästhetisierung
und Geschichte
Im historischen Überblick zur Körperästhetik
spannt sich der Bogen von der Reformbewegung um
1900 über den Nationalsozialismus bis hin zum
Fitnessboom ab den 1970er Jahren. |
Praxis:
Training, „braune Haut“, Schlankheit
Beim weiteren Gang durch die Ausstellung begegnet
dem Besucher dann ein Spiegel des alltäglichen
Umgangs mit dem Körper im Kontext „Fitness“,
wie Trainingsgeräte und –hilfsmittel
sowie das Ideal der braunen Haut - aber auch die
„Disziplinierungsprozesse“, die durch
bestimmte Ernährungsstrategien und
verschiedene Trainingssysteme induziert
werden. Statistische Einblicke eröffnen einen
soziologischen Zugang zur Fitnessindustrie. |
Glückserwartungen
Interviews mit prominenten „Fitnessunternehmern“
und Fitness-Anhängern wie „du und ich“
fordern in einer audiovisuellen Präsentation
heraus, über den Sinn und Zweck der schweißtreibenden
Anstrengungen zu diskutieren, die viele oft mehrmals
die Woche in den Fitnessstudios auf sich nehmen:
Gesundheit? Schönheit? Kontaktpflege? Abwechslung
zum Berufsalltag? |
Körperbilder
Fotografien der Zürcher Künstlerin Yoki
van de Cream bieten schließlich einen „Gegenentwurf“
zu den Idealkörpern der Hochglanzmagazine und
Videoclips. Wo verorten wir uns selbst? Die ungeschönten
und unretuschierten Ganzkörperportraits der
fotografierten Personen jedenfalls verraten: Die
Leute fühlen sich gut vor der Kamera! |
Zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre erschienen
(Andreas Schwab und Ronny Trachsel (Hg): „Fitness.
Schönheit kommt von außen.“ Jahrbuch
der Medizinhistorischen Sammlung der RUB, Beiheft 4, Bochum
2005). Sie kann in der Ausstellung erworben oder auch
online bestellt werden.
Lehrstuhl für Geschichte der Medizin und Medizinhistorische
Sammlung der RUB
Markstr. 258a, 44799 Bochum
http://www.ruhr-uni-bochum.de/malakow/
Öffnungszeiten vom 4. Juni bis zum 3. Juli 2005:
Mi.: 9-12 Uhr und 14-18 Uhr, Sa. 14-18 Uhr, So. 11-18
Uhr
Fitness. Schönheit kommt von außen.
Eine Ausstellung von Andreas Schwab und Ronny Trachsel
(Bern, Schweiz, http://www.palma3.ch)
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