Vorlesung | 020 108| BA VI | M 4

Prof. Dr. Stefan Böntert

Sprechstunde: Mo 13.30 - 15.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

Dialog zwischen Gott und Mensch -
Einleitung in Themen der Liturgiewissenschaft

Zeit: Fr. 10 - 12 Uhr
Raum: HGA 30
Beginn: 21.10.2011 (Achtung geändert!)
VSPL-Anmeldung: bis: 23.10.2011
In einem breiten Spektrum von Gottesdiensten feiern Christen ihren Glauben. In Wort und Zeichen, in Gebet, Gesang und vielen anderen ritualisierten Elementen kommt das Bekenntnis zu Gott und seinem Heilshandeln in Jesus Christus zum Ausdruck. Mit der Umschreibung, die Liturgie sei ‚Quelle und Gipfel allen kirchlichen Handelns' hat das Zweite Vatikanische Konzil das Bewusstsein dafür erneuert, dass das christliche Leben in der Feier wie unter einem Brennglas verdichtet wird. Keine andere Lebensäußerung der Kirche ist so sehr Ausdruck christlich-kirchlicher Identität wie die Liturgie: "Der eigentliche Existenzort von Kirche ist nicht irgendeine Bürokratie, auch nicht die Aktivität einer Gruppe, die sich zur ‚Basis' erklärt, sondern die ‚Versammlung'" (J. Ratzinger). Die Vorlesung fragt nach den historischen Ursprüngen, gibt einen Überblick über die wichtigsten Voraussetzungen und Strukturen und beleuchtet theologische und anthropologische Grundlagen. Einen Schwerpunkt wird die Überzeugung von der Liturgie als Dialog zwischen Gott und Mensch darstellen. Welche Sinngehalte bestimmen ausgehend davon die äußere Feiergestalt? Welche Konsequenzen für die Praxis sind zu bedenken?
Fester Bestandteil der Lehrveranstaltung ist ein verpflichtendes Tutorium auf Onlinebasis. Neben begleitender Lektüre umfasst das Tutorium drei Leistungskontrollen, die über das Semester verteilt sind. Dadurch reduzieren sich die Anforderungen an die abschließende Prüfung. Die Ergebnisse der Tests fließen in die Endnote mit ein.

Literaturhinweise:

  • A. Gerhards/ B. Kranemann, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Darmstadt 2006
  • R. Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft, Paderborn 2001
  • A. Saberschinsky, Der gefeierte Glaube. Einführung in die Liturgiewissenschaft, Freiburg 2006
  • M. Stuflesser/St. Winter, Wo zwei oder drei versammelt sind. Was ist Liturgie? (Grundkurs Liturgie 1), Regensburg 2004
  • K. H. Bieritz, Liturgik, Berlin 2004

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Vorlesung | 020 109 | BA VII | M 23

Prof. Dr. Stefan Böntert

Sprechstunde: Mo 13.30 - 15.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614


Liturgie feiern im Rhythmus der Zeit,
Feiern und Feste im Kirchenjahr

Zeit: Mo 16 - 18 Uhr
Raum:GA 03/149
Beginn: 10.10.2011
VSPL-Anmeldung: bis 19.10.2011
Seit den Anfängen kennen Christen eine enge Verschränkung von Glaubensvollzug und Zeit. Den Anstoß dazu gab der Wunsch, das Glaubensleben tief in den Alltag mit seinen Rhythmen einzuwurzeln. Frucht der Verschränkung ist ein engmaschiges Netz von Festen und Festtagen, das sich über das gesamte Jahr spannt und dabei je neue Akzente der Glaubensverkündigung und der Glaubensfeier setzt. Wir sprechen heute von einem Kirchenjahr bzw. einem liturgischen Jahr und meinen damit das Gedächtnis der Heilstaten Gottes zu festgelegten Terminen im Jahresverlauf. Der Sinn des liturgischen Jahres besteht indes nicht in einem dramatischen Nachspiel biblischer Ereignisse, sondern fußt theologisch auf der Überzeugung von der Teilhabe der Gläubigen am Heilswirken Gottes. Das Kirchenjahr ist darum eine Grundsäule liturgischen Handelns. Darüber hinaus hat das Kirchenjahr quer durch die Geschichte die Kultur geprägt und ein ebenso buntes wie vielschichtiges Brauchtums geschaffen. Man denke etwa an den Advents- und Weihnachtsfestkreis oder auch an bestimmte Heiligengedenktage. Selbst dort, wo kirchliche Bindungen abschmelzen, hat es seinen Stellenwert behauptet, wenn auch neue Funktionen übernommen. Die Vorlesung beleuchtet strukturelle und theologische Zusammenhänge des Kirchenjahres und fragt nach historischen Ursprüngen und kulturellen Einflüssen. In den Blick kommen zudem Herausforderungen, denen sich Liturgien und Feste des Kirchenjahres in einer pluralistischen Gesellschaft gegenüber sehen.

Literaturhinweise:

  • K.-H. Bieritz: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart. München 7 2005
  • J. Rüpke: Zeit und Fest. Eine Kulturgeschichte des Kalenders, München 2006
  • A. Adam: Das Kirchenjahr mitfeiern. Seine Geschichte und seine Bedeutung nach der Liturgieerneuerung, Freiburg 3 1983
  • Hj. Auf der Maur: Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr (Gottesdienst der Kirche 5), Regensburg 1983
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Vorlesung | 020 110 | MA VIII | MEd E | M 13 |

Prof. Dr. Stefan Böntert

Sprechstunde: Mo 13.30 - 15.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614


Liturgie in pluralistischer Gesellschaft

Zeit: Do 16 - 18 Uhr
Raum:GA 03/149 (1. Semesterhälfte bis einschließlich 24.11.11)
Beginn: 13.10.2011
VSPL-Anmeldung: bis 16.10.2011

 

Der allgegenwärtige kulturelle und religiöse Pluralismus stellt die christliche Gottesdienstpraxis vor neue Herausforderungen: Andere Religionsgemeinschaften finden mit ihrem gottesdienstlichen Handeln Aufmerksamkeit und bringen ihre Feierkultur mit. Vielerorts steht die Frage im Raum, inwieweit bei bestimmten Anlässen des öffentlichen Lebens gemeinsame Feiern von Christen und Angehörigen anderer Gemeinschaften abgehalten werden können. Neben der Begegnung mit anderen Religionen sehen sich Christen einer ausgeprägten säkularen Ritualfreudigkeit gegenüber, in denen im weitesten Sinne eine Suche nach Lebensdeutung ihren Ausdruck findet. So genannte ‚Ritualdesigner' sind hier nur ein Beispiel dafür, wie mit neu entworfenen Zeichenhandlungen individuelle Bedürfnisse aufgegriffen werden. Zudem sind auch die Religionslosen nicht außer Acht zu lassen, auch sie sind kulturelle Akteure von Gewicht. Die liturgische Praxis darf sich in diesem Umfeld nicht allein auf ihre Hochformen zurückziehen und die Pluralisierungsprozesse sich selbst überlassen. Worin kann der Beitrag christlicher Liturgie für die Gestaltung eines Miteinanders der Religionen und Kulturen bestehen? Welche Feierformen eignen sich dafür, bewusst in den Dienst einer pluralen Gesellschaft gestellt zu werden? Im Blick auf die Praxis wird es entscheidend sein, Kriterien zu erarbeiten.

Literaturhinweise:

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Hauptseminar | 020 113| BA VI und VII

 

Prof. Dr. Stefan Böntert

Sprechstunde: Mo 13.30 - 15.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Gestalten der liturgischen Bewegung im 20. Jahrhundert

 

Zeit: Do 14-16 Uhr
Raum:GA 6/131
Beginn: 13.10.2011
VSPL-Anmeldung: bis 23.10.2011
 
Der Neubeginn der Liturgie nach dem Zweiten Vatikanum fand nicht in einem luftleeren Raum statt, sondern schöpfte aus Impulsen, die weit vorher erwachsen waren. Maßgeblichen Einfluss übte die liturgische Bewegung aus, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Vordenker einer Überarbeitung des gottesdienstlichen Lebens der Kirche entwickelte. Ihre Vertreter reflektierten die Frage, welcher Stellenwert der Liturgie im christlichen Leben zukommt und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Im Hintergrund des Erneuerungswillens stand das Bemühen, aus dem Geist der Liturgie alle Vollzüge des Glaubens wieder stärker aufeinander zu beziehen und so dem kirchlichen Leben neue Dynamik zu verleihen. Dass dafür der Glaube des Einzelnen und die gemeinsame Feier enger verzahnt werden müssen, davon war man fest überzeugt. Zu den wichtigsten Anliegen zählte das Programm der ‚tätigen Teilnahme', ein Stichwort, das in der Folge eine Reihe an Maßnahmen und Experimenten nach sich zog. Sie betrafen die äußere Gestalt der Feier, aber auch den Kirchbau und die Entwicklung einer liturgischen Bildung. Ziel des Seminars ist ein Überblick über die Wegmarken und Intentionen der liturgischen Bewegung. Gemeinsam werden Kerntexte ihrer führenden Köpfe ausgewertet, Konzepte miteinander verglichen und vor dem Hintergrund der Liturgie- und Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts eingeordnet. Der Schwerpunkt liegt auf den Autoren Odo Casel, Johannes Pinsk, Romano Guardini und Pius Parsch.

 

Literaturhinweise:

  • Th. Maas-Ewerd: Die liturgische Bewegung in Deutschland, in: M. Klöckener/B. Kranemann (Hg.): Liturgiereformen. Historische Studien zu einem bleibenden Grundzug des christlichen Gottesdienstes (LQF 88 I/II), Münster 2002, Teil I, 629-648.
  • M. Klöckener: Die Dynamik von Liturgischer Bewegung und Liturgiereform. Theologisch-spirituelle Gemeinsamkeiten und Differenzen, in: ders./B. Kranemann (Hg.), Gottesdienst in Zeitgenossenschaft. Positionsbestimmungen 40 Jahre nach der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, Fribourg 2006, 21-48
  • A. Henkelmann, Die Liturgische Bewegung und die Frage nach sozialem Handeln – Eine deutsch-amerikanische Perspektive, in: St. Böntert (Hg.), Objektive Feier und subjektiver Glaube? Beiträge zum Verhältnis von Liturgie und Spiritualität (Studien zur Pastoralliturgie 32), Regensburg 2011 [im Druck]A. Bender: Programm und Rezeption der Liturgischen Bewegung im Spiegel der "Liturgischen Zeitschrift", in: ALw 51 (2009)
  • A. Schilson: Die Liturgische Bewegung, in: K. Richter/A. Schilson, Den Glauben feiern. Wege liturgischer Erneuerung. Mainz 1989, 11-48

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Oberseminar | 020 111

 

Prof. Dr. Stefan Böntert

Sprechstunde: Mo 13.30 - 15.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Oberseminar

Zeit: n. V.
Raum: siehe Ankündigungen
Beginn: n. V.
Am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft werden Studierende, die größere wissenschaftliche Arbeiten verfassen, intensiv begleitet. Das Seminar ist Teil der Begleitung und eröffnet den Raum, das eigene Projekt in die Debatte zu bringen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Bitte entnehmen Sie die Termine den Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.

 

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Lektürekurs | 020 112

 

Prof. Dr. Stefan Böntert

Sprechstunde: Mo 13.30 - 15.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Lektürekurs

 

Zeit: n. V.
Raum: n. V
Beginn: n. V.
VSPL-Anmeldung: bis 23.10.2011
In den letzten Monaten hat das liturgische Handeln der Kirche in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit gefunden. Fragen nach dem Verhältnis von Glaubensinhalt und Glaubensfeier, die äußere Ästhetik mit ihrer Formensprache oder das Zusammenspiel mit Geschichte und Kultur sind nur einige Aspekte, die hier eine Rolle spielen. Im Zuge dessen steigt die Attraktivität der Liturgiewissenschaft auf breiter Basis. Der Kurs will bewusst, abseits von Prüfungen und Leistungspunkten, einen Raum für Vertiefung und Weiterdenken schaffen. Er möchte denen, die Freude am Fach gefunden haben, die Gelegenheit geben, das Interesse zu pflegen und Erlerntes auszubauen. Thema und erstes Treffen: Bitte die Ankündigung auf der Homepage des Lehrstuhls beachten! (Bitte melden Sie sich über das VSPL-System bis zum 23.10.11 an, wenn Sie an dem Lektürekurs teilnehmen möchten.)

 

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