Vorlesung | 020 111 | BA VII | MA V | M 23 | MEd neu Modul B

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: montags 16-17 Uhr, ab dem 8.5.17
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Liturgie im Rhythmus der Zeit

 

Zeit: Do. 10 - 12 Uhr
Raum: GABF 04/714
Beginn:20.04.2017
eCampus-Anmeldung bis:28.07.2017

 

Seit den Anfängen kennen Christen eine enge Verschränkung von Glaubensvollzug und Zeit. Den Anstoß dazu gab der Wunsch, das Glaubensleben tief in den Alltag mit seinen Rhythmen einzuwurzeln. Frucht der Verschränkung ist ein engmaschiges Netz von Festen und Festtagen, das sich über das gesamte Jahr spannt und dabei je neue Akzente der Glaubensverkündigung und der Glaubensfeier setzt. Wir sprechen heute von einem Kirchenjahr bzw. einem liturgischen Jahr und meinen damit das Gedächtnis der Heilstaten Gottes zu festgelegten Terminen im Jahresverlauf. Der Sinn des liturgischen Jahres besteht indes nicht in einem dramatischen Nachspiel biblischer Ereignisse, sondern fußt theologisch auf der Überzeugung von der Teilhabe der Gläubigen am Heilswirken Gottes. Das Kirchenjahr ist darum eine Grundsäule liturgischen Handelns. Darüber hinaus hat das Kirchenjahr quer durch die Geschichte die Kultur geprägt und ein ebenso buntes wie vielschichtiges Brauchtum geschaffen. Man denke etwa an den Advents- und Weihnachtsfestkreis oder auch an bestimmte Heiligengedenktage. Selbst dort, wo kirchliche Bindungen abschmelzen, hat es seinen Stellenwert behauptet, wenn auch neue Funktionen übernommen. Die Vorlesung beleuchtet strukturelle und theologische Zusammenhänge des Kirchenjahres und fragt nach historischen Ursprüngen und kulturellen Einflüssen. In den Blick kommen zudem aktuelle Herausforderungen, denen sich Liturgien und Feste des Kirchenjahres in einer pluralistischen Gesellschaft gegenüber sehen.

 

Literaturhinweise:
  • Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart. Neu bearbeitet von Christian Albrecht, München 2014
  • Karl-Heinrich Bieritz, Feste und andere Katastrophen. Unzeitgemäße Anmerkungen zur christlichen Festkultur, in: Liturgisches Jahrbuch 56 (2006), 215–236
  • Harald Buchinger, Zu Ursprung und Entwicklung des liturgischen Jahres. Tendenzen, Ergebnisse und Desiderate heortologischer Forschung, in: Liturgisches Jahrbuch 61 (2011), 207–240
  • Guido Fuchs, Wochenende und Gottesdienst. Zwischen kirchlicher Tradition und heutigem Zeiterleben, Regensburg 2008
  • Jörg Rüpke, Zeit und Fest. Eine Kulturgeschichte des Kalenders, München 2

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Vorlesung | 020 110 | BA VII | MEd (NEU) C | M. Theol. M 11

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: montags 16-17 Uhr, ab dem 8.5.17

GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Taufe, Firmung Buße

 

Zeit: Mo 14 - 16 Uhr
Raum: GA 8/37
Beginn: 08.05.2017
eCampus-Anmeldung bis: 28.07.2017

 

Die Taufe steht am Anfang des Lebens als Christ, als Initiationsritual markiert sie den Beginn einer neuen Existenz. Theologisch gesprochen gibt sie Anteil am Heilswirken Gottes in Christus und fügt in die Gemeinschaft der Kirche ein. Die Taufliturgie setzt dieses Geschehen ins Bild. Einen ersten Schwerpunkt der Vorlesung stellen die anthropologischen, traditionsgeschichtlichen und theologischen Hintergründe und Herausforderungen dar. Beleuchtet wird das Geflecht von innerem Sinngehalt und äußerer Feiergestalt, wobei das Augenmerk auf der Frage liegt, wie sich theologische Interpretation und performativer Vollzug zueinander verhalten. In einem zweiten Schritt geht es um die Frage, welchen Stellenwert die Firmung einnimmt und welche Herausforderungen sich mit diesem zweiten Teil der Initiation verbinden. Welche Akzente setzt die Liturgie der Firmung? Lassen sich die gängigen pastoralen Strategien in ihrem Umfeld mit ihrer gottesdienstlichen Feier in Einklang bringen? Wie verhalten sich Taufe und Firmung zueinander? Der dritte Abschnitt der Vorlesung nimmt eine Interpretation auf, die das Sakrament der Buße als Rückkehr zu dem in Taufe und Firmung grundgelegten Geschehen betrachtet. Tatsächlich enthält die Buße, gelegentlich als das ‚vergessene Sakrament' bezeichnet, das Potential eines profilierten Taufbewusstseins. Wie bei den beiden anderen Feiern wird sich auch hier zeigen, dass Fragen der äußeren Gestaltung immer vor dem Hintergrund theologischer Reflexion bedacht werden müssen. Das Ziel der Vorlesung besteht in einem differenzierten differenzierten Einblick in Theologie und Liturgie dreier zentraler Vollzüge im Leben der Kirche und des Einzelnen.

 

Literaturhinweise:
  • Bruno Kleinheyer u.a., Die Feiern der Eingliederung in die Kirche. Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft Bd. 7, Regensburg 1989
  • Martin Stuflesser, Liturgisches Gedächtnis der einen Taufe. Überlegungen im ökumenischen Kontext, Freiburg/Br. 2004.
  • Martin Stuflesser/Stephan Winter, Wiedergeboren aus Wasser und Geist. Die Feiern des Christwerdens (Grundkurs Liturgie Bd. 2), Regensburg 2004
  • Benedikt Kranemann/Gotthard Fuchs, Wiederkehr der Rituale. Zum Beispiel die Taufe, Stuttgart 2004
  • Reinhard Meßner, Feiern der Umkehr und Versöhnung, in: Hans Bernhard Meyer [u.a.], Sakramentliche Feiern I/2. Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft Bd. 7.2, Regensburg 1992

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Hauptseminar | 020 112 | BA VI und VII | M. Theol. Hauptseminar

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: montags 16-17 Uhr, ab dem 8.5.17

Tel.: 0234/32-22614

 

Wallfahrt und Pilgerreisen - Rituale und Liturgien unterwegs

 

Zeit: Mo 10- 12 Uhr
Raum: GA 6/134
Beginn: 08.05.2017
eCampus: bis 23.04.2017

 

Reisen zu besonderen, als ‚heilig' verstandenen Orten gehören zu den beständigen Phänomenen des Religiösen. Pilgern erfreut sich gegenwärtig einer breiten Beliebtheit, auch außerhalb institutionalisierter kirchlicher Bezüge. Allgemeine spirituelle Bedürfnisse, Abenteuerlust, Traditionsverbundenheit, Suche nach Identität oder sportliche Herausforderung mit christlichem Anklang sind nur einige der Begriffe, mit denen das aktuelle Phänomen umrissen werden kann. Zu den Einzelelementen des christlichen Wallfahrens zählt der Gottesdienst im Sinne einer breiten Fülle von kultisch-rituellen Feierformen unterwegs und am Zielort. Neben die traditionellen Pilgerorte treten in jüngerer Zeit neue Ziele hinzu, die überraschend neue Rituale mit sich bringen. Das Seminar fragt nach der Theologie des Pilgerns und seinen rituell-liturgischen Elementen und Funktionen. Grundlage der Überlegungen sind neben den historisch gewachsenen Typen christlichen Pilgerns auch Formen heutiger Praxis. Am 21. Juli 2017 findet im Rahmen des Hauptseminars eine Exkursion von 8-18 Uhr nach Kevelaer statt. Hausarbeiten können bis zum 30. Oktober 2017 in den Briefkasten am Raum GA 7/134 eingeworfen werden.

Literaturhinweise:
  • Gregor Ahn u.a. (Hg.), Religiöses Reisen. Vorträge der 29. Studientagung der Deutschen Religionsgeschichtlichen Studiengesellschaft 1999 in Münster, Münster 2003
  • Irmengard Jehle, Der Mensch unterwegs zu Gott. Die Wallfahrt als religiöses Bedürfnis des Menschen – aufgezeigt an der Marienwallfahrt nach Lourdes, Würzburg 2002
  • Christof May, Christof, Pilgern. Menschsein auf dem Weg, Würzburg 2004
  • Paul Post et al., The modern pilgrim. Multidisciplinary explorations of Christian pilgrimage (Liturgia Condenda 8), Leuven 1998
  • Paul Post, Der moderne Pilger. Die Perspektive aktueller sakraler Felder, in: Stefan Böntert (Hg.), Objektive Feier und subjektiver Glaube? Beiträge zum Verhältnis von Liturgie und Spiritualität (Studien zur Pastoralliturgie 32), Regensburg 2011, 275–298

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Hauptseminar | 020 113 | BA VI und VII | M. Theol. Hauptseminar | MEd (NEU) C

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: montags 16-17 Uhr, ab dem 8.5.17
Tel.: 0234/32-22614

 

"Rituale und Orte der Erinnerung"

Ein theologischer Blick auf zeitgenössische Memorialkultur

 

Zeit: Do 16 - 18 Uhr
Raum: GA 6/131
Beginn: 20.04.2017

eCampus: 19.03.2017 (Bitte schreiben Sie bis zum 19.3.2017 an Frau Becker (gerda.becker@rub.de eine E-Mail, in der Sie sich unter Angabe Ihrer Matrikelnummer für die Veranstaltung mit Exkursion anmelden.)

 

In einer Zeit, in der über das Internet der Wissensbestand der Menschheit allgegenwärtig scheint, drohen Erinnerungen immer unwichtiger zu werden. Die Fähigkeit, sich erinnern zu können, gehört jedoch zu den tragenden Pfeilern des menschlichen Lebens, denn sie hilft dabei, Vergangenes zu begreifen und für Gegenwart und Zukunft fruchtbar zu machen. Ebenso wichtig wie persönliche Erinnerungen ist das ‚kulturelle Gedächtnis' (J. Assmann) einer Gesellschaft. Dazu gehören schicksalhafte Ereignisse, beispielsweise Katastrophen oder das Wirken von herausragenden Persönlichkeiten, die für viele Menschen, einen Staat oder eine Religion eine wegweisende Bedeutung besitzen. Indem die Erinnerungen daran wachgehalten werden, entwickeln sie sich zu normativen Fixpunkten des Denkens und Handelns.

Unsere säkulare Moderne kennt zahlreiche solcher Fixpunkte, man denke nur an die Gedenktage zum Reformationsjubiläum, das Ende des II. Weltkrieges oder den Fall der Mauer zwischen Ost und West 1989/90. Auch Personen oder Ereignisse aus der Popkultur können den Charakter eines orientierenden Rahmens und damit eine ausgeprägte Erinnerungskultur entwickeln (z.B. Michael Jackson, Fußballweltmeisterschaft). Ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart, vielfach drücken sich Erinnerungen in materialisierter Form aus. Die öffentlichen und vielerorts auch privat angelegten Denkmale und Mahnmale dürften zu den sichtbarsten Zeichen des Gedenkens und der Erinnerung gehören.

Das Seminar geht der Frage nach, welche (liturgie-)theologischen und kulturwissenschaftlichen Zugänge zur Erinnerung diskutiert werden. Was ist Erinnerung, wie verhalten sich Vergangenheit und Gegenwart zueinander, wie werden Erinnerungen konstruiert, wie verändern sie sich und welche Einflüsse spielen dabei eine Rolle? In einem ersten Schritt wird das Seminar anhand von Fachbeiträgen aus der Theologie, der Religionswissenschaft und anderen Disziplinen die theoretischen Grundlagen legen. Die anschließende dreitägige Exkursion nach Berlin nimmt zentrale Gedenkorte der deutschen Geschichte in den Blick: das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, das Denkmal für die im Einsatz getöteten Bundeswehrsoldaten, das Holocaust-Mahnmal, das jüdische Museum u. a.

Die Kosten für die Anreise und die Unterbringung in einem kirchlichen Haus liegen bei ca. 80 Euro. Termin der Exkursion: 6.–8.7.2017

Anmeldungen sind bis spätestens 19. März 2017 im Sekretariat des Lehrstuhls bei Frau Becker möglich. Email: gerda.becker@rub.de

Literaturhinweise:
  • Aleida Assmann, Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München 3. Aufl. 2006
  • Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, München 7. Aufl. 2013
  • Stephan Wahle, Gottes-Gedenken. Untersuchungen zum anamnetischen Gehalt christlicher und jüdischer Liturgie, Innsbruck 2006
  • Stephan Wahle, Liturgie als Gedächtnisgeschehen. Dargestellt anhand eines Vergleichs von christlicher Sonntags- und jüdischer Sabbatliturgie, in: Archiv für Liturgiewissenschaft 47 (2005), 153–180
  • Georg Steins, "Hört dies zu meinem Gedächtnis!" Anamnese als Bibel und Liturgie verbindende Leitkategorie, in: Bibel und Liturgie 80 (2007), 236–243

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Hauptseminar | 020 114 | M. Theol. M 11

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: montags 16-17 Uhr, ab dem 8.5.17

Tel.: 0234/32-22614

 

Homiletik (Blockveranstaltung)

 

Zeit:
Raum:
Beginn:
eCampus:

 

Diese Veranstaltung wird von Herrn Prof. Dr. M. Sellmann organisiert. Bitte richten Sie Fragen an ihn.

 

Literaturhinweise:
  • wird noch bekannt gegeben.

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Lektürekurs | 020 115 | MA IX | für alle geöffnet

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: montags 16-17 Uhr, ab dem 8.5.17

Uhr GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

 

Lektürekurs: Liturgie und Ästhetik

 

Zeit: n. V.
Das Vorgespräch findet am 27.4.17 um 18 Uhr s.t. in GA 7/131 statt.
Raum: n. V.
Beginn: n. V.
eCampus bis:28.07.2017

Die Liturgie ist der Ort der Ästhetik des Glaubens schlechthin. Ob in der Architektur, der Musik, in den Gewändern und Gefäßen oder in der künstlerischen Ausgestaltung der Kirchenräume: Der Ästhetik des Geschehens kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn die Kirche sich zu einem Gottesdienst versammelt und in den Dialog zwischen Gott und Mensch eintritt. Spätestens seitdem die medialen Bildwelten und deren Inszenierungen rasant zugenommen haben und vielfach stilbildend wirken, kann und darf die Theologie nicht mehr davon absehen, der "Glaubensästhetik" (A. Goergen) große Aufmerksamkeit zu schenken. In welchem Zusammenhang stehen Ästhetik und Glaubensfeier? Welche liturgiewissenschaftlichen Ansprüche sind an die sinnenfälligen Zeichen der Feier zu stellen? Wie wirkt die Ästhetik auf eine theologische Bestimmung der Liturgie zurück? Welche Verbindungslinien bestanden in der Geschichte? Welchen Stellenwert besitzt die zeitgenössische Kunst? Der Lektürekurs geht diesem Thema zum einen durch intensive Arbeit an Texten nach. Zum anderen sind Begegnungen mit Kunstschaffenden und Fachleuten aus Musik und Kunstwissenschaft vorgesehen, die einen Einblick in die verschiedenen Praxisfelder geben werden.

Literaturhinweise:
  • Albert Gerhards, Die Ästhetik der Liturgie. Wie christliche Gottesdienste gestalten?, in: Herder-Korrespondenz / Spezial 1/2013, 9–13
  • Michael P. Remery, Beauty as the bond between liturgy and architectur, in: Ecclesia orans 28 (2011), 129–138
  • Ewald Volgger, Liturgie - zur Kunst gewordenes Leben, in: Theologisch-praktische Quartalschrift 159 (2011), 28–35
  • Stephan Weyer-Menkhoff, Die Ästhetik der Liturgie, in: Liturgisches Jahrbuch 52 (2002), 254–261

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Oberseminar | 020 116 | für alle geöffnet

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: montags 16-17 Uhr, ab dem 8.5.17

GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Oberseminar

 

Zeit: 21.04.2017 von 15.00-17.30 Uhr und 30.06.2017 von 15.00 - 17.30 Uhr
Raum: n. V
eCampus-Anmeldung bis:28.07.2017

 

Am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft werden Studierende, die größere wissenschaftliche Arbeiten verfassen, intensiv begleitet. Das Seminar ist Teil der Begleitung und eröffnet den Raum, das eigene Projekt in die Debatte zu bringen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Bitte entnehmen Sie die Termine den Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.

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