Vorlesung | 020 098| MA VI | BA VII | Optionalbereich
Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Do 15.30 - 17.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614
Geschichte der Liturgie
Zeit: Fr. 10 - 12 Uhr
Raum: GABF 04/714
Beginn: 13.04.2012
VSPL-Anmeldung: bis: 19.04.2012
Die Liturgie der Kirche ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Frucht einer komplexen geschichtlichen Entwicklung. Erste Grundlagen stammen bereits aus spätneutestamentlicher Zeit, spätere Generationen bauten darauf auf und schufen ein breites Spektrum an gottesdienstlichen Formen. An erster Stelle stehen sicherlich die Sakramente, die auf dem Weg zu ihrer heutigen Gestalt zahlreiche Reformen und Neuakzentuierungen erfahren haben. Gleiches gilt aber auch für andere Bestandteile des gottesdienstlichen Lebens. Hier wie dort wirkten Kräfte ein, die aus den charakteristischen Merkmalen ihrer Zeit schöpften und von hier aus Einfluss auf Gestalt und Deutung der Feiern nahmen. Schon ein oberflächlicher Blick zeigt, dass man keineswegs immer denselben Abläufen folgte und die Wechselwirkungen mit der Umgebung stark waren. Unverkennbar stand die Liturgie in Konzeption und Durchführung immer in Auseinandersetzung mit ihrer Zeit, insbesondere mit sozialen, religiösen, politischen, rechtlichen und künstlerischen Strömungen. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Hauptlinien der Liturgiegeschichte, fragt nach Zusammenhängen und befasst sich mit den theologischen Interpretationen, die den einzelnen Etappen zugrunde lag. Die Arbeit an der Liturgiegeschichte verfolgt nicht nur ein historisches Interesse. Sie leistet einen Beitrag dazu, die gegenwärtige Praxis zu verstehen und eröffnet zugleich Kontexte, innerhalb derer sie neue Perspektiven entwickeln muss, wenn sie authentische Feier des Glaubens sein will.
Diese Vorlesung wird zusammen mit dem Hauptseminar Liturgie und Kunst im Optionalbereich angeboten.
Literaturhinweise:
- H. B. Meyer u. a., Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft (mehrere Bände), Regensburg 1983ff.
- M. D. Stringer, A Sociological History of Christian Worship, Cambridge 2005
- F. C. Senn, The People´s Work. A Sociological History of the Liturgy, Minneapolis 2010
- A. Fürst, Die Liturgie der Alten Kirche. Geschichte und Theologie, Münster 2008•
- A. Angenendt, Liturgik und Historik. Gab es eine organische Liturgie-Entwicklung? (QD 189), Freiburg/Br. 2001
Vorlesung | 020 099 | BA VII | MA VII
Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Do 15.30 - 17.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614
Krankheit, Tod und Trauer
Zeit: Mi 10 - 12 Uhr
Raum:GA 04/714
Beginn: 04.04.2012
VSPL-Anmeldung: bis 17.04.2012
Krankheit, Tod und Trauer sind existenzielle Grunderfahrungen. Sie können an den Säulen des Daseins rütteln und in tiefe Lebenskrisen stürzen. Gespeist aus dem biblischen Auftrag, Kranken, Sterbenden und Trauernden beizustehen, versteht sich die Kirche in ihren Angeboten als Bestandteil einer umfassenden Sorge in solchen Momenten. Seit je her spielt dabei die Liturgie eine wichtige Rolle. In der Vergangenheit gab es Tendenzen, die hauptsächlich die Sakramentenspendung (Krankensalbung, Krankenkommunion) sicherstellten und darin bereits eine hinreichende Erfüllung der Aufgaben sahen. Inzwischen ist diese Sicht einem umfassenden diakonischen Ansatz in Form von Begleitung und Gespräch gewichen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Aufgabe die Liturgie in der Begleitung übernimmt und welche Form dafür infrage kommt. Welche Funktion übernimmt sie im Prozess der Begleitung? Wie kann sich ein liturgischer Heilsdienst inmitten einer religiös und rituell pluralen Gegenwart positionieren, wenn er nicht vordergründig als therapeutische Maßnahme betrachtet werden soll, sondern als Glaubenszeugnis? Die Vorlesung stellt das Spektrum liturgischen Handelns im Umfeld von Krankheit, Tod und Trauer vor, beleuchtet historische Wurzeln und fragt nach Perspektiven. In den Blick kommt eine Perspektive, die Theologie, liturgische Feier, anthropologische Bezüge und kulturelle Kontexte zusammenbindet und von hier aus verantwortbare Wege aufzeigen will.
Literaturhinweise:
- R. Kaczynski, Feier der Krankensalbung, in: R. Messner/R. Kaczynski (Hg.), Sakramentliche Feiern I/2 (Gottesdienst der Kirche 7,2), Regensburg 1992, 241-343
- St. Böntert, Heilssorge in Krankheit als Paradigma liturgischen Handelns. Überlegungen zur Gottesdienstkultur im Schnittfeld von Theologie, Medizin und Ritual, in: Heiliger Dienst 62 (2008), 224-244
- B. Kranemann, Ein Zeichen in Kirche und Gesellschaft. Anmerkungen zur Praxis der Krankensalbung, in: Diakonia 40 (2009), 91-97.
- A. Gerhards/B. Kranemann (Hg.), Christliche Begräbnisliturgie und säkulare Gesellschaft (Erfurter Theologische Schriften 30), Leipzig 2002
- R. Kaczynski, Sterbe und Begräbnisliturgie, in: B. Kleinheyer/E. von Severus/R. Kaczynski, Sakramentliche Feiern II (Gottesdienst der Kirche 8), Regensburg 1984, 191-232
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Hauptseminar | 020 094 | M 11 | MA VII | BA VI | BA VII
Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Do 15.30 - 17.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614
"Von Gott sprechen in der Öffentlichkeit"-
Einführung in Grundlagen und Praxis der Homiletik
Zeit: siehe Text
Raum:GA 03/149 (1. Semesterhälfte bis einschließlich 24.11.11)
Beginn: 28.03.2012
VSPL-Anmeldung:18.03.2012
(Das Hauptseminar wird in Kooperation mit JProf. Dr. M. Sellmann durchgeführt.)
Priester müssen es in jedem Fall: Predigen. Löst man sich von der Bindung an den Gottesdienst, kommen auch andere Berufsgruppen in den Blick. Die ‚geistliche Rede in der Öffentlichkeit' gehört ebenso zum Profil von Religionslehrerinnen/-lehrern; darüber hinaus ist die Rede von Gott allen aufgetragen, die als Theologen/innen arbeiten. Neben der klassischen Predigt spielen heute Formate eine Rolle, die auf unterschiedliche Weise die Botschaft des Glaubens im wahrsten Sinne des Wortes zur Sprache bringen. Dem Feld der Medien, man denke an Radioandachten oder an Podcasts im Internet, kommt sicherlich eine besondere Bedeutung zu. Daneben ist die sprachliche Präsentation der christlichen Botschaft in größeren Gruppen ein Tätigkeitsfeld, auf dem Theologen/innen mit ihrer Qualifikation gefragt sind. Neben einer soliden theologischen Ausbildung erfordert die geistliche Rede in der Öffentlichkeit Kompetenzen in Rhetorik, Ausdruck und Präsentation. Die Lehrstühle für Liturgiewissenschaft und für Pastoraltheologie bieten gemeinsam einen zweiteiligen Zyklus an, der beide Kompetenzbereiche abdeckt. Der erste Teil erfolgt in Kooperation mit der Diplom-Sprechwissenschaftlerin Eva Ulrike Bosch. Er vermittelt durch praktische Übungen Grundlagen in Sprechausdruck, Körpersprache und Besonderheiten von Redesituationen. Eigene Redeversuche werden erarbeitet, ausprobiert und analysiert.
Eine Teilnahme an weiteren Lehrveranstaltungen in Homiletik ist nur möglich, wenn Teil I absolviert wurde.
Teil I umfasst zwei Termine im Sommersemester 2012 in Form von Blockveranstaltungen:
1. Termin: 28.−30. März 2012
2. Termin: 4.−6. Juni 2012
Wegen der begrenzten Kapazitäten ist eine persönliche Anmeldung erforderlich.
Anmeldung bitte per Email an: gerda.becker@rub.de
Bitte bei der Anmeldung die Matrikelnummer mitteilen und, ob ein Leistungsnachweis in Liturgiewissenschaft oder in Pastoraltheologie gewünscht ist.
Hauptseminar | 020 095| BA VI | BA VII | MA VI | optionalbereich
Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Do 15.30 - 17.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614
Dr. Philipp Reichling
Liturgie und Kunst
Zeit: Termine siehe Text
Raum: GA 04/356 am 12.04.12 Einführungsveranstaltung
Beginn: 12.04.12
VSPL-Anmeldung: bis 04.04.2012
Das Hauptseminar wird zusammen mit der Vorlesung Geschichte und Liturgie im Optionalbereich als ein Modul angeboten.
Die christliche Liturgie und die künstlerische Ästhetik greifen tief ineinander und haben in Geschichte und Gegenwart dem Gesicht des Gottesdienstes immer wieder neue Konturen verliehen. Dabei erstrecken sich die Bezüge auf alle Ebenen der Kunst: Architektur, Malerei, Skulptur, Gewand oder Gerät drücken anschaulich Gottesbilder aus, geben Aufschluss über das Selbstverständnis der Feier und spiegeln die Beziehungen, in denen Gott und Mensch gedacht werden. Auf höchst vielfältige Weise spielt die Ästhetik Motive aus der Bibel oder der Spiritualitätsgeschichte ein, manchmal deutlich sichtbar, ein anderes Mal eher verborgen durch künstlerische Verfremdungen, sodass sich die Hintergründe nur sensiblen Kennern erschließen. So ist die Kunst nicht nur ein Medium, dessen sich die Feier bedient, sie schafft darüber hinaus eigene Wege der Aneignung und Deutung. Das Seminar legt anhand ausgewählter Beispiele das Wechselverhältnis von Kunst und Liturgie offen und beleuchtet die Perspektiven, die beide Seiten ins Spiel bringen. Der Akzent liegt auf zeitgenössischer Kunst, wird aber auch die zum Verstehen notwendigen Linien in die Geschichte ziehen. Mit den beiden Schwerpunkten Gefäße und Gewänder werden zwei Ausdrucksgestalten in den Blick kommen, anhand derer das Wechselspiel besonders anschaulich nachvollzogen werden kann. Das Seminar arbeitet praxisorientiert und findet deshalb in Form von drei ganztägigen Exkursionen statt, denen eine Einführungssitzung vorangeht. Im Gespräch mit Künstlern sowie in der Erarbeitung anthropologischer, theologischer und künstlerischer Kontexte soll ein Problembewusstsein für die ästhetische Dimension des christlichen Gottesdienstes vermittelt werden.Das Hauptseminar wird zusammen mit der Vorlesung Geschichte der Liturgie im Optionalbereich als ein Modul angeboten.
Eröffnungssitzung: Donnerstag, 12. April 2012, 16 Uhr c.t., Raum GABF 04/356
Termine der Exkursionen:
Sa., 28.4.2012, 8-18 Uhr
Mi., 23.5.2012, 8-18 Uhr
Do., 28.6.2012, 8-18 Uhr
Literaturhinweise:
- K. Antons, Paramente – Dimensionen der Zeichengestalt (Kunst und Kirche im Gespräch 3), Regensburg 1999
- Deutsches Liturgisches Institut (Hg.), Liturgiegefäße für den Gottesdienst heute. Dokumentation eines Kolloquiums, Trier 1997
- H. Maier, Liturgie und Künste, in: Communio 38 (2009), 564−569
Oberseminar | 020 111
Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Do 15.30 - 17.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614
Oberseminar
Zeit: 13.04.2012 16-20 Uhr GA 6/131und n. V.
Beginn: 13.04.2012
Am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft werden Studierende, die eine größere wissenschaftliche Arbeit verfassen, intensiv begleitet. Neben den Gesprächen mit dem Betreuer ist das gemeinsame Oberseminar fester Bestandteilteil dieser Begleitung. Es schafft die Möglichkeit, das eigene Projekt in die fachwissenschaftliche Debatte zu bringen und will Unterstützung und Ermutigung geben. Im Sinne eines ‚Labors' bietet es einen geschützten Raum des Austauschs, in dem Studierende ihre Thesen vorstellen und dem Diskurs aussetzen können. Interessierte sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Um persönliche Anmeldung beim Lehrstuhlinhaber wird gebeten. Das Seminar findet im Sommersemester 2012 in Form von zwei Blockveranstaltungen (jeweils nachmittags) statt. Bitte entnehmen Sie die Termine den Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.
Lektürekurs | 020 112
Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Do 15.30 - 17.00 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614
Lektürekurs
Zeit: : 20.04. / 04.05./ 18.05./ 08.06./ 22.06./ 06.07. 14 Uhr c.t. – 16 Uhr
Raum: GA 7/131
Beginn: 20.04.2012 14 Uhr c.t.
VSPL-Anmeldung: 29.04.2012 (das Anmeldeverfahren wurde nochmals neu eingerichtet.)
In jüngster Zeit findet das liturgische Handeln der Kirche in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit. Fragen nach dem Verhältnis von Glaubensinhalt und Glaubensfeier, die äußere Ästhetik mit ihrer Formensprache oder das Zusammenspiel mit Geschichte und Kultur sind nur einige Gesichtspunkte, die hier eine Rolle spielen. Im Zuge dessen steigt die Attraktivität der Liturgiewissenschaft auf breiter Basis. Der Kurs will − bewusst abseits von Prüfungen und Leistungspunkten − einen Raum für Vertiefung und Weiterdenken schaffen. Er möchte denen, die Freude am Fach gefunden haben, die Gelegenheit geben, das Interesse zu pflegen und Erlerntes auszubauen. Der Kurs findet 14-tägig statt und nimmt aktuelle Themen der Liturgiewissenschaft in den Blick.
Thema und erstes Treffen: Bitte die Ankündigung auf der Homepage des Lehrstuhls beachten!

