Neuere und Neueste Geschichte (NG II)


Dissertationsprojekte

Neue Linke und New Left.
Die Bundesrepublik Deutschland und die USA im interkulturellen Protest-Transfer 1950-1970

Bearbeiter: Michael Frey M.A

Förderung: Deutsches Historisches Institut Washington

Kurzbeschreibung:

"1968" gilt als "erste globale Rebellion" des 20. Jahrhunderts (W. Kraushaar), sogar als eine "Revolution im Weltsystem und eine Revolution des Weltsystems selbst" (I. Wallerstein). Obwohl ein globaler Akteur fehlte, verfolgten die Protestbewegungen in Europa und Übersee gemeinsame Ziele. Mit Che Guevara und Ho Chi Minh besaßen sie zudem internationale "Protest-Ikonen". Gleichwohl kennzeichnete die 68er-Bewegungen ein besonderes Spannungsverhältnis: globale Ausrichtung einerseits, kaum übertragbare, nationale Besonderheiten andererseits. So wurzelten die Studentenproteste in den USA im Protest der Bürgerrechtsbewegung der fünfziger Jahre gegen die Rassensegregation. In der Bundesrepublik Deutschland hingegen bezog der Sozialistische Deutsche Studentenbund seine kritischen Impulse in erheblichem Maße aus der gesellschaftlich unverarbeiteten nationalsozialistischen Vergangenheit. Die interkulturellen Protestzusammenhänge zwischen der Neuen Linken in der Bundesrepublik und der New Left in den Vereinigten Staaten stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

 

      

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Aktualisiert: 12.05.2004 · Webmaster: Hiwi-NG2