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lehrreich
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Die ausgezeichneten
Vorhaben
Nach intensiver Diskussion hat die Jury am 24.02.09 insgesamt
8 der 21 vorliegenden Vollanträge als lehrreich eingestuft.
Dabei war es den Jurymitgliedern besonders wichtig, außergewöhnliche
Ideen zu fördern, die Modellcharakter für die Lehre
an der Ruhr-Universität haben können. Forschendes
Lernen, Praxisorientierung, Interdisziplinarität und
Zusammenarbeit sowie Ansätze zur Förderung von Teilhabe
sind Kennzeichen der prämierten Projekte. |
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| "Das schwierige Gespräch" |
Kurzbeschreibung:
"Das schwierige Gespräche" ist ein innovatives
Lehrprojekt, in dem Lehrmodule zur Gesprächsführung
mit Patienten, Angehörigen und den verschiedenen
Berufsgruppen innerhalb eines Behandlungsteams entwickelt,
durchgeführt und evaluiert werden. Aufbauend auf
einem von den Antragstellern initiierten Modellprojekt
zur Implementierung von Simulationspatient/inn/en sollen
Medizinstudierende in Kleingruppen, die von studentischen
Tutor/inn/en moderiert werden, ethische und kommunikative
Kompetenzen zur Bewältigung schwieriger Gespräche
erwerben. In Ergänzung zur Lehre werden Konzepte
zur Prüfung ethischer und kommunikativer Kompetenzen
entwickelt und praktisch erprobt. Der Aufbau eines Pools
von Simulationspatient/inn/en und studentischen Tutor/inn/en
sowie die Erstellung von detaillierten Manualen zur
Lehre und Prüfung ethischer und kommunikativer
Kompetenzen sind Maßnahmen zur nachhaltigen Implementierung
der Lehr- und Prüfungsinhalte und Grundlage für
den Transfer des Konzepts in andere Fakultäten. |
| Antragsteller/innen:
Fakultät
für Medizin, Abteilung für Medizinische Ethik
und Geschichte der Medizin:
Dr.
Jan Schildmann, cand. med. Britta Heinsohn, cand. med.
Julia Hötzel, cand. med. Kija Hoffmann, Hildegard
Lieverscheidt, Tim Peters, M.A., Prof. Dr. Herbert Rusche,
Prof. Dr. Jochen Vollmann |
| Ansprechpartner: Dr.
Jan Schildmann, Tel.: 0234 / 32-28654 |
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| Die Popularisierung von Eugenik
und Rassenhygiene, 1920-1950 - Ein interdisziplinäres
Ausstellungsprojekt
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Kurzbeschreibung:
Das Seminar hat sich die Erstellung einer Ausstellung
zum Thema „Popularisierung von Eugenik und Rassenhygiene,
1920-1950“ zum Ziel gesetzt. Es vermittelt Studierenden
der Medizin, der Geschichtswissenschaft und anderer
Fakultäten (über den Optionalbereich der RUB)
Grundfertigkeiten im Bereich der Ausstellungsplanung,
-produktion und -durchführung. Die Studierenden
erwerben darüber hinaus die für die Erstellung
der Ausstellung notwendigen themenbezogenen Sach- und
Methodenkompetenzen. Zu diesem Zweck führt das
Seminar in die Geschichte der Eugenik ein, vermittelt
Grundkenntnisse über Prozesse und Medien der Wissenspopularisierung
und Gesundheitsaufklärung und macht die Studierenden
anhand einschlägiger Materialien mit der Bild-
und Filmanalyse vertraut.
Die Lehrveranstaltung findet im Sommersemester 2009
statt. Sie besteht aus einem semesterbegleitenden zweistündigen
Seminar und einer einwöchigen Blockveranstaltung.
Die Veranstaltung fördert die interdisziplinäre
Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden der
Medizin und der Geschichtswissenschaft. Sie weist einen
starken Praxisbezug auf und eröffnet den Studierenden
durch ihren projektförmigen Charakter vielfältige
anwendungsbezogene Lernmöglichkeiten. Der Seminarverlauf,
die Ausstellungsproduktion und die Ausstellung selbst
werden durch einen Web-Auftritt begleitet.
Die im Seminar produzierte Ausstellung wird von Mitte
Januar 2010 an im Malakowturm Julius Philipp präsentiert
und damit in den öffentlichen Raum gestellt. |
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Antragsteller/innen:
Fakultät
für Geschichtswissenschaft, Westeuropäische
Geschichte: Dr. Christina Benninghaus, Sabrina Eickenbusch,
B.A., Anke Humboldt, B.A.
Fakultät
für Medizin, Medizinhistorische Sammlung und Abteilung
für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin:
Sophia Falke, cand. med., PD Dr. Stefan Schulz |
| Ansprechpartnerin: Dr.
Christina Benninghaus, Tel.: 0234 / 32-25026 |
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| Jishu zemi - freie Seminare
an der RUB |
Kurzbeschreibung:
Mit unserem Antrag wollen wir die aus Japan adaptierte
Grundidee des freien Seminars (Jishu zemi)
einer breiteren Öffentlichkeit an unserer Universität
vorstellen.
Vom Erstsemester über Master und Doktorand/in bis
zum/zur Professor/in geht es beim Jishu zemi um das
Lernen durch Bearbieten eigener Projekte bei flacher
Hierarchie im kleinen Kreis. Nachdem zu Semesterbeginn
gemeinsam ein übergeordnetes Thema beschlossen
wurde, bilden sich in Eigeninitiative Arbeitsgruppen
zu Teilprojekten. Diskussionen, die regelmäßig
in den Sitzungen entstehen, werden durch eine/n Studierende/n,
der/die sich freiwillig verantwort meldet, geleitet.
Da das Konzept semesterüberbreifend angelegt ist,
können die älteren Studierenden die jüngeren
hinsichtlich Methodik und Detailwissen unterstützen,
während die jüngeren bisher weniger beachtete
Aspekte aufzeigen und innovative Denkanstöße
liefern.
Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung im Wettbewerb
"lehrreich" würden wir die Idee des Jishu
zemi, nun koordiniert durch drei studentische Hilfskräfte,
systematischer als in den vergangenen vier Semestern
erproben, dies ausführlich dokumentieren und -
möglicherweise mit anderen Ideen aus Japan, einem
Land mit über 50-jähriger Erfahrung im BA/MA-System
- der größeren Öffentlichkeit der Ruhr-Universität
vorstellen. |
Antragsteller/innen:
Fakultät
für Ostasienwissenschaft: 43 BA-Studierende,
drei MA-Studierende, ein Promotionsstudent, zwei wissenschaftliche
Mitarbeiter sowie eine Professorin und ein Professor der
Sektion en Geschichte Japans sowie Sprache und Literatur
Japans |
| Ansprechpartner: Jan
Schmidt, M.A., Tel.: Tel. 0234 / 32-26256 |
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| Lerntandems und Projektstudie
zur ökologischen Fachplanung |
Kurzbeschreibung:
Die Lehridee integriert handlungsorientiertes, kooperatives
Lernen, Projektstudie und Praxisbezug in einer zweisemestrigen
Lehrveranstaltung. Studierende bearbeiten als Auftragnehmer
selbständig ein praxisnahes Projekt aus dem Bereich
der ökologischen Fachplanung, Lehrende begleiten
und unterstützen die Projektarbeit und den Lernprozess.
Externe Experten aus der Berufspraxis übernehmen
die Rolle des Auftraggebers, sie diskutieren mit Studierenden,
geben Rückmeldung zu den Arbeitsergebnissen und
sorgen damit für einen realitätsnahen Ansatz.
Lerntandems aus Bachelor- und Masterstudierenden erarbeiten
in kooperativen Lerngruppen gemeinsam ökologische
Kartierungen, Präsentationen und Gutachten.
Die Leistungsüberprüfung bezieht sich auf
die zu erstellenden Präsentationen und Gutachten,
wird aber zusätzlich wechselseitig kompetenzorientiert
gestaltet: nicht nur das Ergebnis, sondern auch der
Prozess der Ergebniserzielung wird bewertet. Die Studierenden
evaluieren wechselseitig ihre Mitarbeit und Zusammenarbeit
in den Arbeitsgruppen und Lerntandems.
Die Lehrveranstaltung wird durch studentische Kleingruppen
evaluiert. Lehrende erhalten Rückmeldung, was an
der Lehrveranstaltung verbessert werden sollte und wie
sie verbessert werden kann.
Die Lehridee umfasst ein zentrales zweisemestriges Projektseminar
im Masterstudiengang und zwei Kooperationsseminare,
von denen eines im Bachelorstudiengang im Sommersemester
angeboten wird. Das zentrale Projektseminar ist als
Pflicht- bzw. Wahlpflichtmodul (insgesamt 5 Credit-Points,
CP) im Masterstudiengang integriert, die Kooperationsseminare
sind als Wahlpflichtmodule (jeweils 6 CP) im Bachelor-
bzw. Masterstudiengang verankert. |
Antragsteller/innen:
Geographisches
Institut, Fakultät für Geowissenschaften:
Joana Jagmann, B.Sc., Lisa Rüdiger, B.Sc., Nils Fonteyne,
M.Sc., Simon Wiggen, M.Sc., Dr. Angela Hof, Dipl.-Geogr.
Ingo Hetzel |
| Ansprechpartnerin: Joana
Jagmann, Tel.: 0234 / 32-23375 |
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| Mädchen im naturwissenschaftlichen
Unterricht |
Kurzbeschreibung:
Das Modul „Mädchen im naturwissenschaftlichen
Unterricht“, das sich insbesondere an Lehramtsstudierende
der naturwissenschaftlichen Fakultäten richtet,
wird konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Hervorzuheben
sind die interdisziplinäre Ausrichtung (sowohl
unter Beteiligung verschiedener Fakultäten als
auch der uniweiten MINT-Schülerinnenprojekte) sowie
die Verzahnung von Praxis und Theorie, die den Teilnehmenden
eine Möglichkeit zur Überprüfung der
Berufswahlentscheidung ermöglicht, sie für
Gender-Fragen sensibilisiert und ihre analytischen und
reflektierenden Kompetenzen schult. |
Antragsteller/innen:
Dezernat 2 (Schülerinnen-Projekte): Dr. Heike
Hunneshagen
Fakultät
für Chemie und Biochemie, Didaktik der Chemie:
Julia Lorke, M.Ed., Kathrin Vogler, B.Sc. |
| Ansprechpartnerin: Dr.
Heike Hunneshagen, Tel.: 0234 / 32-27409 |
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| Neue Räume an der RUB entdecken |
Kurzbeschreibung:
Wir streben eine neue Form einer Lehrveranstaltung an:
eine interdisziplinäre Vorlesung wird mit einem
Projektseminar verknüpft. Dabei möchten wir
im Zeitraum eines Semesters einem bestimmten Thema nachgehen,
das wiederum aus Sicht verschiedener Wissenschaften
erklärt und dargelegt werden soll. Titel dieses
Themas ist: Was ist Raum und Zeit?
Die Interdisziplinarität und Vernetzung von Wissen
spielt eine immer größere Rolle. Wir möchten
den Grundstein für eine Gesprächskultur legen,
in der systematisch über die Grenzen der eigenen
Disziplin hinweg gedacht wird. Das Campusgelände
der Ruhr-Universität bietet die Möglichkeit,
ein solch übergreifendes Projekt zu realisieren.
Nicht zuletzt spiegelt sich dieser Gedanke und Wunsch
nach dem Austausch der Wissenschaften im Siegel mit
dem Brüderpaar Prometheus und Epimetheus wider.
Die Ruhr-Universität Bochum zählt damit zu
den Hochschulen, in denen sich Wissenschaftler einander
im Gespräch begegnen können. Diese Chance
möchten wir nutzen. Denn der Austausch über
die eigene Wissenschaft hinaus bietet das Fundament
für eine kreative Arbeit, die zu neuen Ansichten
führen kann. Wir möchten mögliche eingefahrene
Denkmuster aufbrechen und die Methoden und Sichtweisen
der jeweils "fremden" Wissenschaft nahe bringen. |
| Antragsteller: Pascal Scheffels,
Student der Physik |
| beteiligt: Fakultät
für Physik (Prof. Dr. Priemer), Institut
für Philosophie (Prof. Dr. Pulte), Fakultät
für evangelische Theologie (Dr. Waltemathe),
Fakultät
für Mathematik, Institut
für Geographie (Prof. Dr. Jürgens), Fakultät
für katholische Theologie (Prof. Dr. Dr. Tapp) |
| Ansprechpartner: Pascal
Scheffels, Tel.: 0234 / 32-23537 |
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| Schreibgruppen für internationale
Studierende |
Kurzbeschreibung:
Die Lehridee sieht vor, Schreibgruppen für Studierende
aus unterschiedlichen Ländern und Fächern
zu etablieren, die sich langfristig kontinuierlich gegenseitig
bei ihren Schreibprojekten und in ihrer Schreibentwicklung
unterstützen und die in einem möglichst hohen
Maß selbsttätig arbeiten. Die Schreibgruppen
sollen sich möglichst bereits in den ersten Studiensemestern
bilden und nach der Startphase weitgehend autonom arbeiten.
Falls sich in der Pilotphase herausstellen sollte, dass
eine längerfristige Anleitung der Schreibgruppen
notwendig ist, sollen Tutor/inn/en des Schreibzentrums
dazu weiterqualifiziert werden, die Leitung der Schreibgruppen
zu übernehmen. Ein wichtiger Schritt innerhalb
der Lehridee ist es, die Studierenden der Zielgruppe
zu erreichen und für die Arbeit in den Schreibgruppen
zu gewinnen. |
Antragsteller/innen:
Schreibzentrum: Dr. Ulrike Lange & Gabriela Ruhmann
als Mitarbeiterinnen, Rafail Mahmudov, Olga Sheina, Anna
Groß-Bölting, Janine Winkler, Sandra Hiller,
Sandra Piel, Jaqueline Thissen, Mark Schmitt und Fabian
Sietz als Studierende |
| Ansprechpartnerin: Gabriela
Ruhmann, Tel.: 0234 / 32-8646 |
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| SOWAS-Fortgeschrittenenpraktikum
in der Physik |
| Kurzbeschreibung: Das Konzept
"Selbst Organisiertes
Wissenschaftliches Arbeiten
im Studium" (SOWAS) soll die Ausbildung
in der Physik im Rahmen der Praktika verbessern. Im Gegensatz
zum üblichen Praktikum erhalten Studierende die Freiheit,
mit Eigeninitiative und Kreativität Praktikumsversuche
selbstständig zu planen und durchzuführen. Dies
erhöht die Motivation sowohl der Lernenden, als auch
der Betreuer/innen, da sich bei der Durchführung
unterschiedliche Problemstellungen ergeben, die denen
im späteren Forschungsalltag ähneln. Während
die Umsetzung der Grundpraktika bereits erfolgreich durchgeführt
wurde, ist die Anpassung der Fortgeschrittenenpraktika
bedingt durch die aufwändigeren Experimentierbedingungen
schwieriger. In einer ersten Testphase wurde schon die
Umsetzung in der experimentellen Plasmaphysik erprobt.
Aufbauend auf die dort gewonnenen Erfahrungen sollen im
Rahmen dieses Antrages nun SOWAS-Fortgeschrittenen-Praktika
und evtl. neue ergänzende Experimente aufgebaut werden.
Der wesentliche Aspekt der Umsetzung ist jedoch die Erarbeitung
einer geeigneten Dokumentation, die selbstständiges
Arbeiten mit relativ komplexen Versuchsaufbauten überhaupt
erst ermöglicht. |
Antragsteller/innen:
Fakultät
für Physik: Anna Asbeck, Stud. Physik, Alexander
Schneider, Stud. Physik, Prof. Dr. Achim von Keudell,
Dr. Ivonne Möller, Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar,
Prof. Dr. Eckhard Hofmann, Dr. Gerhard Reicherz, Prof.
Dr. Andreas Wieck |
| Ansprechpartnerin: Anna
Asbeck, Dr.
Ivonne Möller, Tel. 0234 / 32-29105 |
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