Blended Learning schafft Wissen!

Der Schwerpunkt von eLearning in Lehrveranstaltungen liegt häufig in der Übermittlung von Fachinhalten „von Lehrenden zu Lernenden“. Dozentinnen und Dozenten stellen gerne ihre Vortragsfolien, Aufsätze und Multimedia-Datein zum Download zur Verfügung. Doch auch studentische Arbeiten werden in Lernplattformen den Kommilitoninnen und Kommilitonen zugänglich gemacht. Warum sollten zum Beispiel interessante Hausaufgaben von Kommilitoninnen und Kommilitonen der Lerngemeinschaft vorenthalten werden? Vielleicht gibt es sogar unter den Studierenden Rückmeldungen.

Mit der Verbreitung von sogenannten „Web 2.0“-Werkzeugen wie zum Beispiel Weblogs, Wikis und Social Bookmarks bieten diese auch im Lehr-/Lernkontext neue Wege, Wissen zu teilen und weiterzuentwickeln.

Doch wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus?

Zum Beispiel so: In einem Onlinekurs arbeitet eine Gruppe von Studierenden an der gemeinsamen Erstellung eines Textes. Dabei nutzen sie die von der RUB angebotene Wiki-Software. So können alle Gruppenmitglieder neue Textpassagen online stellen, von anderen erstellte Abschnitte ändern, löschen oder kommentieren. Später können die Änderungen jederzeit nachvollzogen werden.

Der Einsatz von eLearning-Elementen und die Einbeziehung von Ressourcen aus dem Internet öffnen sowohl Studierenden als auch Lehrenden einen Horizont jenseits des eigenen Kurses. Webbasierte Software ermöglicht einen wissenschaftlichen Austausch, der keine Landesgrenzen kennt. Motivieren Sie als Dozentin oder als Dozent Ihre Studierenden, sich an fachlichen Diskussionen aktiv zu beteiligen und ermutigen Sie insbesondere fortgeschrittene Lernende, aktiv „mitzumischen“ und teilzuhaben an der „scientific community“.

Leif Pullich

Michael Cramer