Blended Learning macht flexibel!

Auf Präsenzphasen wollen wir in der RUB nicht verzichten. Es gibt gute Gründe, dass Studierende und Lehrende zum gleichen Zeitpunkt an einem Ort zusammenkommen. Es gibt allerdings auch Phasen im Lernprozess, die ebenso oder sogar besser online-gestützt durchgeführt werden können:

  • Das Lesen von auf der Lernplattform hinterlegten Texten,
  • das Erarbeiten einer Online-Lerneinheit,
  • das Lösen von Tests und Quizzes mit sofortigem Feedback für die Studierenden,
  • das Recherchieren von eRessourcen,
  • die schriftliche Diskussion im Forum,
  • die Webkonferenz mit einem Experten oder einer Expertin,
  • das Abrufen einer Vorlesung mit integrierten Folien im Netz,
  • das Audio-Meeting in der studentischen Kleingruppe,
  • das gemeinsame Interagieren in Wikis ...

Ein Beispiel dafür, wie die hier genannten eLearning-Elemente innerhalb einer Lehrveranstaltung eingesetzt werden könnten, zeigt die folgende Darstellung:

Diese und viele andere Varianten können mitunter aus einer didaktischen Perspektive die Möglichkeiten der konventionellen Präsenzlehre deutlich erweitern.

Die Vorteile für Studierende und Lehrende liegen hierbei besonders in dem Mehr an Flexibilität bezogen auf Ort und Zeit. Die Nutzung von eLearning-Elementen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit und von jedem Internetzugang möglich. So bleibt es zum Beispiel den Studierenden überlassen, wann sie sich mit Fachinhalten auseinandersetzen oder von wo aus sie eine Nachricht in das Diskussionsforum setzen. Auch Lehrende wissen es zunehmend mehr zu schätzen, flexibel aktuelle Informationen, aktualisierte Folien und Fachinhalte den Studierenden online zur Verfügung zu stellen.

Nun stellt sich die Frage, inwieweit der häufig genannte Mehrwert der weitestgehenden Orts- und Zeitunabhängigkeit tatsächlich relevant für Studierende und Lehrende der RUB ist. Ein Blick auf die Auslastung der eLearning-Systeme zeigt, dass Studierende in der RUB auch am Wochenende, an Feiertagen und zu nächtlicher Stunde lernen. Insbesondere die erwerbstätigen Studierenden, die weit anreisenden Pendler/-innen, die (allein-)erziehenden Studentinnen und Studenten und auch die Mobilitätseingeschränkten sind auf ein flexibles bzw. flexibleres Lernen angewiesen.

Robert Stemmermann

Holger Hansen