Dipl.-Ing. Philipp Junker
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter
- Lehrstuhl für Allgemeine Mechanik
- Institut für Computational Engineering
- Fakultät für Bau- und Umwelt-
ingenieurwissenschaften - Raum IA 3/135
- Fon +49 (0)234 /32-26026
- Fax +49 (0)234 /32-14154
- E-Mail: Philipp.Junker@rub.de
Lehre
- Übungen zu den Vorlesungen Mechanik I , II und III für Studenten der Fachrichtungen Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Umwelttechnik & Ressourcenmanagement
- Organistaion und Übungen zu den Vorlesungen Mechanik A , B und C für Studenten der Fachrichtungen Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Umwelttechnik & Ressourcenmanagement
- Betreuung von fachwissenschaftlichen Arbeiten (Studien-, Projekt- und Semsterarbeiten) und Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten)
- Mitbetreuung des Messtechnischen Laborpraktikums
Sonstiges:
- Betreuung von studentischen Hilfskräten des Lehrstuhls sowie von Austauschstudenten
- Organisation der Klausuren zu den Vorlesungen Mechanik A, B und C
Forschung
- Mikromechanische Modellierung und Simulation von Materialien mit martensitischen Phasentransformationen im Rahmen des SFB 459
Projektbeschreibung
Formgedächtnislegierungen sind Metalle, die, im Gegensatz zu üblichen Metallen, eine (fast) volumenerhaltene Transformationsdehnung von Austenit zu Martensit aufweisen. Diese Eigenschaft erlaubt es, dass Formgedächtnislegierungen auch mechanisch induzierte Umwandlungen von Austenit zu Martensit oder von Martensit zu Martensit (Reorientierung) erfahren können. Bedingt durch diese Umstrukturierung des Kristallgitters zeigen Formgedächtnislegierungen ein pseudo-elastisches oder pseudo-plastisches Materialverhalten. Im pseudo-elastischen Fall können Formgedächtnislegierungen elastische (reversible) Dehnungen von bis zu 10% erfahren (vgl. Stahl: 0.3%). Im pseudo-plastischen Fall "erinnern" sich scheinbar dauerhaft (plastisch) verformte Formgedächtnislegierungen unter Wärmeeinwirkung an ihre ursprüngliche Form und kehren in diese zurück. Welches Verfahren gezeigt wird hängt von der Transformations- und der Umgebungstemperatur ab. Beide Varianten bieten ein großes industrielles Anwendungsspektrum. Ziel meines Projektes ist es, physikalisch konsistente Modelle zu entwickeln, die das reale Materialverhalten bestmöglich abbilden können. Dazu gehören Spannunsgplateau und Hysterese im Spannungs-Dehnungs-Diagramm, lokalisierte Phasentransformationen (ähnlich zu Lüdersbändern) und selbstverständlich die Temperaturkopplung, die einen großen Einfluss auf das Materialverhalten hat. Basierend auf thermodynamischen und mikromechanischen Prinzipien leiten wir Modelle her, die diese Materialeigenschaften abbilden können. Die resultierenden Gleichungen werden mittels der Finite-Elemente-Methode gelöst, wobei ein besonderes Augenmerk auf Netzunabhänigkeit der Ergebnisse gelegt wird. Im Rahmen des SFB besteht ein ständiger und reger Austausch mit den aktuellsten Erkenntnissen aus dem Bereich der Werkstoffwissenschaften.
Kurzer Lebenslauf
- 2002
- Abitur am Graf-Engelbert-Gymnasium Bochum
- 2002 - 2003
- Wehrdienst 3./ WachBtl. BMVg
- 2003 - 2008
- Studium des Maschinenbaus an der Ruhr-Universität Bochum, Diplom im Februar 2008
- 2006 - 2008
- Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Allgemeine Mechanik
- seit März 2008
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Mechanik der Ruhr-Universität Bochum

