AG Kristallographie

Das zentrale Thema der Kristallographie in den Geowissenschaften ist die Verknüpfung von Genese, Struktur,zeitlicher Entwicklung und Zerfall von Geomaterialien, mit ihren richtungs-abhängigen Eigenschaften auf der atomaren Skala. Dabei werden sowohl Einkristalle isoliert betrachtet als auch der Materialverbund im Gestein. Ein weiterer Aspekt der Untersuchungen in der Kristallographie sind Fragen zur Manipulation der Kristallmorphologie, durch die gezielte Beeinflussung des Kristallwachstums sowie die Struktur und Ordnung von Grenzflächen bei Biomineralen.

Ag Schreuer
Lupe
Saler de Arizaro, Argentinien 2017
Saler de Arizaro, Argentinien 2017

Die Arbeitsgruppe Kristallographie befasst sich primär mit der Erforschung und Interpretation von Korrelationen zwischen Struktur und Eigenschaften von Kristallen. Hierzu werden vor allem die elastischen Eigenschaften von Kristallen untersucht, da diese nahezu ausschließlich von den Wechselwirkungen zwischen den Bausteinen eines Kristalls abhängen und damit in gewisser Weise die Anisotropie seines Bindungssystems makroskopisch widerspiegeln. Unsere wichtigste Methode, die auch aktiv in der Arbeitsgruppe weiterentwickelt wird, ist hierbei die Ultraschall-resonanzspektroskopie. Sie erlaubt prinzipiell die Bestimmung aller unabhängigen elastischen, piezoelektrischen und dielektrischen Konstanten eines Kristalls an einem Präparat als Funktion von Temperatur und Frequenz. Desweiteren nutzen wir verschiedene Verfahren der Thermoanalyse, Dilatometrie sowie natürlich Röntgen- und Neutronenbeugungsmethoden zur strukturellen Charakterisierung der Kristalle.

Fig-2


Struktureigenschaften



Struktur