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Sommersemester 2007 | Vorlesung
050190 | Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans
Phantastische Literatur
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie
Modul Vergleichende 1: Werke u. Autoren im weltliterarischen Kontext
Modul M.A. Vergleichende 5: Europäische Literaturgeschichte I
Modul M.A. Vergleichende 6: Europäische Literaturgeschichte II
2st. Mo 10-12, H-GB 50
Beginn der Veranstaltung: 16.04.2007
Die Vorlesung gibt zunächst einen Überblick über wichtige Theorien der phantastischen Literatur. Abschließend werden ausgewählte phantastische Texte aus der deutschen, englischen und französischen Literatur vorgestellt, die als Werke der phantastischen Literatur verstanden werden können. Bei der Erläuterung des Begriffs "literarische Phantastik" wird u.a. ein Akzent auf der Abgrenzung zum Märchen und zur Science Fiction liegen.
Ein Reader mit theoretischen und literarischen Texten wird den Teilnehmern zu Semesterbeginn zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt.
Literaturhinweis: Tzvetan Todorov: Einführung in die fantastische Literatur. Übers. v. K. Kerten, S. Metz, C. Neubaur. München 1975. (Das frz. Original, "Introduction à la littérature fantastique", erschien 1970 in Paris.)
Sommersemester 2007 | Vorlesung
050191 | Prof. Dr. Linda Simonis
Literatur im Zeitalter der Globalisierung
Modul Allgemeine 1: Epochen der Weltliteratur;
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
2st. Mi 10-12, H-GB 50
Beginn der Veranstaltung: 11.04.2007
Seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zeichnen sich in Gesellschaft, Wirtschaft und Medien tiefgreifende Veränderungen ab, die soziologisch unter den Begriff der Globalisierung gefasst werden und die mehr und mehr auch im Bereich der Kultur, Kunst und Literatur Auswirkungen zeigen. Der Begriff 'Globalisierung' bezeichnet dabei vor allem folgende Phänomene: die durch die neuen digitalen Medien ermöglichte weltweite Kopräsenz von Information ("global village"), die internationale Vernetzung wirtschaftlicher Prozesse, die globalen Auswirkungen von destruktiven Faktoren der Umwelt und Natur (ökologische Schäden). Die Vorlesung versucht, den Zusammenhang von Literatur mit den genannten globalen Tendenzen vorwiegend anhand von drei Untersuchungsfeldern nachzuzeichnen:
1. der Vorgeschichte der Genese globaler Vernetzungen seit dem späten 18. Jahrhundert,
2. der exemplarischen Lektüre von Texten der Gegenwartsliteratur, die Phänomene des globalen Wandels aufgreifen bzw. problematisieren,
3. der Frage, inwieweit Literatur (auch die historische) unter Bedingungen des Globalen einen veränderten Stellenwert erhält.
Sommersemester 2007 | Grundkurs
050194 | Dr. Uwe Lindemann
Einführung in die Komparatistik
Modul Grundkurs
4st. Mi 10-14, GBCF 04/714
Beginn der Veranstaltung: 11.04.2007
Der Grundkurs führt aus komparatistischer Perspektive in arbeitstechnische Hilfsmittel, Begriffe und ausgewählte Methoden der modernen Literaturwissenschaft ein. Er vermittelt grundlegende theoretische und methodische Kenntnisse der vergleichenden Textanalyse. Der Grundkurs ist in 12 "Kursblöcke" gegliedert:
1. Allgemeine Einführung
2. Was ist Komparatistik?
3. Editionsphilologie und wissenschaftliches Arbeiten
4. Hermeneutik und Strukturalismus
5. Figurenanalyse, Inhaltsanalyse
6. Rhetorik und Stilistik
7. Poetik und Ästhetik
8. Epochen europäischer Literatur
9. Gattungen I: Lyrik
10. Gattungen II: Dramatik
11. Gattungen III: Epik
12. Gattungen IV: Gebrauchsliteratur
Ein Reader liegt zu Beginn des Semesters im Sekretariat der Komparatistik GB 3/59 zum Erwerb bereit.
Als weitere Hilfestellung wird auf die Homepage der Komparatistik verwiesen, auf der durch konkrete Beispiele Anleitungen im Hinblick auf das wissenschaftliche Arbeiten, wie z.B. das Bibliographieren, die Erstellung eines Protokolls, einer Hausarbeit u.a.m., gegeben werden.
Anmeldung über VSPL
Sommersemester 2007 | Seminar
050208| Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans
Gespenstergeschichten
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie
Modul Vergleichende 1: Werke u. Autoren im weltliterarischen Kontext
Modul M.A. Vergleichende 5: Europäische Literaturgeschichte I
Modul M.A. Vergleichende 6: Europäische Literaturgeschichte II
2st. Di 10-12, H-GB 20
Beginn der Veranstaltung: 10.04.2007
Das Gespenstermotiv entstammt dem Volks- und Aberglauben, hat die Aufklärung aber überlebt: in literarischen Texten fanden Gespenstererscheinungen aller Art auch nach dem 'siècle des lumières' ihre Zuflucht. Im Seminar werden ausgewählte Gespenstergeschichten vom 18. bis zum 20. Jahrhundert gelesen - am Leitfaden der Frage nach der Funktion oder den Funktionen dieses Motivs in der literarischen Moderne.
Ein Reader mit ausgewählten Texten wird den Teilnehmern zu Semesterbeginn zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt.
Literaturhinweis: Gero von Wilpert: Die deutsche Gespenstergeschichte. Stuttgart 1994.
Sommersemester 2007 | Seminar
050209 | Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans
Romantische Erzählungen
Modul Allgemeine 1: Epochen der Weltliteratur
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie
Modul M.A. Vergleichende 5: Europäische Literaturgeschichte I
2st. Di 12-14, H-MA 30
Beginn der Veranstaltung: 10.04.2006
Teilnehmerbeschränkung: 90
Anmeldung ab 21.02., 10.00 Uhr im Geschäftszimmer GB 3/59.
Die Romantik ist - wenn man denn diesen unscharfen Epochenbegriff überhaupt verwenden will - eine europäische Bewegung gewesen. Entsprechend liegt es nahe, literarische Texte dieser Zeit jeweils in einem transnationalen Kontext zu sehen und miteinander zu vergleichen. Um der besseren Vergleichbarkeit willen sollen in diesem Seminar Erzählungen aus Deutschland, Frankreich und Amerika gelesen werden, deren zentrale Figur eine Wasserfrau (Nixe, Undine, Nymphe) ist. Besprochen werden Texte von Friedrich de la Motte-Fouqué, E.T.A. Hoffmann, Hans Christian Andersen, Edgar Allan Poe, Gérard de Nerval, Oscar Wilde, Gerhart Hauptmann, Jean Giraudoux, Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, Dieter Wellershoff.
Ein Reader mit ausgewählten Texten wird den Teilnehmern zu Semesterbeginn zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt.
Sommersemester 2007 | Seminar
050198| Prof. Dr. Linda Simonis
Zwischen Autonomie und Gesellschaftsbezug. Projekte und Paradoxien engagierter Literatur
Modul Allgemeine 3: Theorien, Modelle, Methoden
Modul M.A. Allgemeine 4: Europäische Poetik I
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Beginn der Blockveranstaltung: 3.-7.9.2007 GBCF 04/511
Die Frage nach dem gesellschaftlichen Bezug von Literatur, ihrem soziopolitischen Wirkungspotential, deren klassische Formulierung Jean-Paul Sartre unter dem Stichwort einer littérature engagée vorgebracht hat (Qu'est-ce la littérature, 1947), ist heute in einer durch die jüngeren theoretischen Debatten veränderten Diskussionslage anders und neu zu stellen. Insbesondere ist die Beobachtung einer (relativen) Eigenständigkeit der Literatur als eines durch eigene Gesetzmäßigkeiten bestimmten Bereichs (literarische Autonomie) seit den Beiträgen Adornos und Luhmanns zu einer grundlegenden Erkenntnis geworden, der auch ein zeitgemäßes Konzept operativen oder engagierten Schreibens Rechnung tragen muss. Dieses Spannungsverhältnis von Autonomie und Gesellschaftsbezug, das die Position moderner Literatur charakterisiert, soll im Seminar anhand ausgewählter Texte (Valéry, Pablo Neruda, Adorno, Luhmann u.a.) exemplarisch erörtert werden.
Das Seminar wird Anfang September als Blockseminar durchgeführt.
Sommersemester 2007 | Seminar
050199 | Prof. Dr. Linda Simonis
Renaissance. Historisches Profil und Begriffsbestimmung(en)
Modul Allgemeine 1: Epochen der Weltliteratur
Modul Vergleichende 2: Literatur im Dialog (Literatur/andere Künste, Medien bzw. Disziplinen)
Beginn der Blockveranstaltung: Di., den 29.05. bis Fr., den 01.06.2007 (jeweils 10s.t. - 12 Uhr und 13s.t. - 15 Uhr) in GBCF 04/516
Als Initial- und Gründungsperiode der europäischen Neuzeit gehört die Renaissance zu den besonders aufschlussreichen Epochen der Literaturgeschichte. Sie ist zudem von spezifisch komparatistischem Interesse, insofern sie als eine von Italien ausgehende, die Gesamtheit der Künste, Literatur und Wissensbereiche umfassende Erneuerungsbewegung einen übergreifenden Vorgang bildet, der sich in den verschiedenen europäischen Einzelkulturen und -literaturen je unterschiedlich äußert. Im Seminar sollen zentrale Merkmale der Epoche wie der Rekurs auf die Antike, die Genese einer eigenen Gelehrtenkultur, die Abgrenzung von mittelalterlichen Traditionen erörtert werden. Zudem sollen auch die Geschichte des Renaissance-Begriffs und die Anfänge der akademischen Beschäftigung mit der Epoche bei Michelet und Jacob Burckhardt berücksichtigt werden.
Das Seminar wird als Blockveranstaltung in den Pfingstferien (29. 5. bis 1. 6.) durchgeführt.
Eine Anmeldung vor Seminarbeginn ist nicht erforderlich!
Zur Vorbereitung empfohlen: Peter Burke, Die Renaissance in Italien. Sozialgeschichte einer Kultur zwischen Tradition und Erfindung. Berlin 1984.
Sommersemester 2007 | Seminar
050200 | Prof. Dr. Linda Simonis / Prof. Dr. Karl Maurer
Vatertragödien. Balzac, Lope de Vega, Molière, Schiller, Shakespeare, Sophokles, Verdi
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie
Modul Vergleichende 3: Stoffe und Motive der Weltliteratur
Modul M.A. Allgemeine 4: Europäische Poetik I
2st. Fr. 10-12, GBCF 04/514
Beginn der Veranstaltung: 13.04.2007
(Vorbesprechung: 9. Februar 2007 / 8-10 Uhr / GABF 04/411)
Generationenkonflikte werden in vielen Werken der Literatur ausgetragen, besonders häufig in der Tragödie und ihren Derivaten ("schwarze Komödie", "roman noir" …). Da sich die vorgegebenen Konstellationen und möglichen Verläufe naturgemäß wiederholen, bietet dieser Themenkreis eine besonders ergiebige Basis für komparatistisches Arbeiten, sowohl in typologischer wie in wirkungsgeschichtlicher Sicht. Besprochen werden sollen Vatertragödien unterschiedlichster Epochen, dabei sollen sowohl Grenzüberschreitungen, etwa zur Komödie, wie Adaptierungen in einem andern Genus, etwa der Oper, wie nur scheinbare Vatertragödien miteinbezogen werden. Gedacht ist an folgende Texte, die möglichst schon vor der Erörterung im Seminar von den Teilnehmern im Original oder, bei anderer sprachlicher Ausrichtung, in einer verlässlichen Übersetzung gelesen sein sollten:
- 2. Samuel 12-20
- Sophokles, Ödipus auf Kolonos
- Shakespeare, King Lear
- Shakespeare, Hamlet
- Lope de Vega, El castigo sin venganza
- Calderón, La vida es sueño
- Molière, L'Avare
- Schiller, Die Räuber
- Schiller, Don Karlos
- Balzac, Le Père Goriot
- Verdi (Text: Joseph Méry / Camille du Locle), Don Carlo
Themen für Referate / Hausarbeiten (s. Anschlag) können ab Ende des Wintersemesters 2006/ 2007 übernommen werden, ggf. arbeitsteilig nach Fachzugehörigkeit. Es können auch andere Themen mit den Veranstaltern abgesprochen werden, jedoch hat die ausgehängte Liste bei der Behandlung im Seminar Vorrang.
Eine fakultative Vorbesprechung findet statt am Ende des Wintersemesters, am 09. 02. 2006, 8 - 10 Uhr in GABF 04/ 411.
Die Teilnahme am Seminar ist nur nach vorheriger Anmeldung ab 31. Januar 07 im Sekretariat der Abteilung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft des Germanistischen Instituts, GB 3/ 59 (Frau Gladen), ab 10 Uhr möglich. Die Zahl der Teilnehmer ist nach Fachrichtungen (AVL 30 TN/ Romanistik 40 TN) begrenzt.
Sommersemester 2007 | Seminar
050201 | Prof. Dr. Linda Simonis
Images de l' Europe
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Modul M.A. Allgemeine 5: Europäische Poetik II
2st. Do 12-14, GABF 04/411
Beginn der Veranstaltung: 12.04.2007
Das Seminar untersucht einige Grundaspekte der historischen Genealogie und Systematik des Europakonzepts, wobei ein Schwerpunkt bei Entwürfen des Europäischen im Umfeld kosmopolitischer Projekte der Aufklärung, ein weiterer im frühen 20. Jahrhundert, in Essays und Publizistik (Paul Valéry, Jules Romains, Romain Rolland), in Beiträgen der Avantgarde, im Pariser Zeitschriftenprojekt Europe, liegen soll. Ein Ausblick auf das Fortwirken des Konzepts in der Gegenwart, sowohl auf kultureller als auch auf gesellschaftspolitischer und ökonomischer Ebene (Projekt der EU), soll die Seminardiskussionen abrunden.
Voraussetzung zur Teilnahme sind sehr gute Französischkenntnisse, da wir vorwiegend mit französischsprachigen Texten im Original arbeiten, zu denen es keine oder nur unzureichende Übersetzungen gibt. Ein Seminarordner mit Texten als Kopiervorlage wird ab Mitte März im Sekretariat der Komparatistik bereit gestellt.
Sommersemester 2007 | Seminar
050203 | Dr. Uwe Lindemann
Parodie und Satire
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie
Modul Vergleichende 1: Werke u. Autoren im weltliterarischen Kontext
4st. Do 10-14, GBCF 04/511
Beginn der Veranstaltung: 12.04.2007
Teilnehmerbeschränkung: 60.
Anmeldung ab 21.02.2007 (10-12.30 Uhr)im Geschäftszimmer der Komparatistik GB 3/59.
Nicht selten weisen Parodien satirische und Satiren parodistische Züge auf. Dennoch werden Parodie und Satire selten im Zusammenhang betrachtet, was nicht zuletzt in ihrer stark differierenden thematischen Ausrichtung begründet liegt. Während sich Parodien in der Mehrzahl auf bestimmte Formen literarischer Kommunikation beziehen, die sie ironisch persiflieren oder travestieren, befassen sich Satiren, wenn auch keineswegs ausschließlich, mit literaturexternen Bezugsfeldern, die sie in kritisch-überzeichnender Manier reflektieren.
Trotz dieser fundamentalen Unterschiede gibt es jedoch zahlreiche Parallelen zwischen parodistischem und satirischem Schreiben, auch und gerade in struktureller Hinsicht. Denn sowohl Parodien als auch Satiren sind Formen literarischer Kommunikation, die in hohem Maße auf transtextuelle Schreibverfahren zurückgreifen und deren Lesbarkeit erst über die genaue Kenntnis der jeweiligen literarischen und historischen Bezugsfelder rekonstruiert werden kann. Darüber hinaus lassen sich viele Ähnlichkeiten bezüglich der ästhetischen Parameter feststellen, welche die Parodie und Satire in pragmatischer Hinsicht kennzeichnen (Stichworte: satirische und parodistische Spezialkommunikation, narrative Strategien, Rolle der Rhetorik, Hybridbildungen über semantische und stilistische Transformationsprozesse etc.).
Das Seminar setzt sich zum Ziel, wesentliche Merkmale des parodistischen bzw. satirischen Schreibens sowohl in theoretischer wie auch in literaturgeschichtlicher Perspektive herauszuarbeiten.
Folgende Texte sind als Seminarlektüre vorgesehen:
Zum Thema "Parodie": Ps.-Homer: Batrachomyomachia; M. Cervantes: Auszüge aus Don Quijote; H. Fielding: Shamela; F. Nicolai: Freuden des jungen Werthers.
Zum Thema "Satire": Horaz: ausgewählte Satiren; Juvenal: ausgewählte Satiren; Swift: A modest proposal; Molière: Tartuffe ou L'Imposteur; O. Wilde: The Importance of Being Earnest; B. S. Johnson: Christie Malry´s Own Double-entry; D. Lodge: Changing Places
Zur Einführung empfohlen: Wolfgang Weiß: Swift und die Satire des 18. Jahrhunderts. München 1992; Frank Wünsch: Parodie. Zu Definition und Typologie. Hamburg 1999
(Bis auf Johnsons Christie Malry´s Own Double-entry und Lodges Changing Places werden alle Texte in einem Reader vereint, der zu Beginn des Semesters im Sekretariat der Komparatistik GB 3/59 erworben werden kann.)
Sommersemester 2007 | Seminar
050202 | Dr. Uwe Lindemann
Autobiographie
Modul Allgemeine 3: Theorien, Modelle, Methoden
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
2st. Fr. 10-12, GABF 04/411
Beginn der Veranstaltung: 13.04.2007
Teilnehmerbeschränkung: 60.
Anmeldung über VSPL
Die Autobiographie oder deutsch Selbstlebensbeschreibung (von griech. auto = seiner, ihrer selbst; bios = Leben, Lebenszeit; graphein = ritzen, malen, schreiben) ist eine Form des Schreibens, die sich auf der Grenze zwischen Fakten und Fiktion oder, wie es Goethe ausdrückte, "Dichtung" und "Wahrheit" bewegt. Ihre Nähe, ja bisweilen Identität mit dem Ich-Roman hat sie schon früh für die literaturwissenschaftliche Forschung interessant gemacht, zumal ihre Karriere etwa zeitgleich mit dem modernen Roman beginnt. Der erkenntnistheoretische Konflikt, der in der Autobiographie von Anfang an ausgefochten wird, ist der zwischen historischer Realität und subjektiver Autorposition, zwischen Erinnerung, Gedächtnis und (selbst)stilisierender Schreibpraxis sowie zwischen Rekonstruktion des (eigenen) Lebens und Konstruktion einer (er-schriebenen) Identität. "Je est un autre" - dies soll für die Autobiographie, entsprechend ihrem Wahrheits- bzw. Wahrhaftigkeitsanspruch, gerade nicht gelten. Und doch gilt Rimbauds berühmtes Diktum umso mehr für die Autobiographie, betrachtet man genauer ihre Schreibstrategien sowie ihre jeweilige kulturelle, diskursive und sprachliche Determiniertheit.
Ziel des Seminars ist es, einerseits die narrativen Strategien und erkenntnistheoretische Problematik einer "Erzählung" in der ersten Person Singular zu beleuchten sowie andererseits die literaturgeschichtliche Entwicklung der Autobiographie an ausgewählten Beispielen von der Antike über die Frühe Neuzeit bis ins frühe 19. Jahrhundert zu verfolgen.
Folgende Texte sind als Seminarlektüre vorgesehen:
Platon: Apologie; Augustus: Res gestae divi Augusti; Augustinus: Confessiones (Bücher 1-9); P. Abaelard: Historia calamitatum mearum; B. Cellini: Auszüge aus der Vita; J. Bunyan: Auszüge aus Grace Abounding to the Chief of Sinners; A. Bernd: Auszüge aus Eigene Lebens-Beschreibung; J. Boswell: Auszüge aus dem London Journal 1762-1763; J.-J. Rousseau: Auszüge aus Confessions; K. P. Moritz: Anton Reiser; G. G. Casanova: Auszüge aus Mémoires; B. Franklin: Auszüge aus Memoirs of the Life and Writings of Benjamin Franklin; J. W. Goethe: Auszüge aus Dichtung und Wahrheit
Zur Einführung: Günter Niggl (Hg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. 2. Aufl. Darmstadt 1998; Martina Wagner-Egelhaaf;. Autobiographie. Stuttgart, Weimar 2000
(Alle Texte sind in einem Reader vereint, der zu Beginn des Semesters im Sekretariat der Komparatistik GB 3/59 erworben werden kann.)
Sommersemester 2007 | Seminar
050210 | Dr. Uwe Lindemann
Probleme der Literaturgeschichtsschreibung
Modul M.A. Vergleichende 6: Europäische Literaturgeschichte II
Blockseminar in Regensburg vom 06.06.-10.06.2007
Teilnehmerbeschränkung: 12
Es ist eine persönliche Anmeldung in der Sprechstunde erforderlich
Literaturgeschichte ist eine Grenzwissenschaft im wörtlichen Sinne. Sie versucht dort zeitliche, räumliche, autoren- und gattungsbezogene Grenzen einzuziehen, wo das literarische Feld in all seiner Diversität und Heterogenität dem wissenschaftlichen Blick zunächst nur ein unübersichtliches Chaos bietet. So resultieren aus der Literaturgeschichtsschreibung Epochenmerkmale, Nationalliteraturen, ‚große' und ‚kleine' Autoren, der so genannte literarische Kanon und historisch abgeleitete Differenzierungskriterien verschiedener Textsorten und Textformen. Die Literaturgeschichte, wird sie in schulische Lehrpläne übertragen, bestimmt, was lesenswert ist und was nicht. Sie zeigt, wo epochale Schwerpunkte und nationale Literaturzentren liegen, und macht deutlich, wie Texte im Rahmen ihrer räumlichen und zeitlichen Situierung zu interpretieren sind. Sie schafft damit ein Wissen, das es uns überhaupt erst ermöglicht, mittels distinkter Kategorien und Begriffe auf das weite literarische Feld analytisch zuzugreifen.
Ziel des Kompaktseminars ist es, anhand ausgewählter theoretischer Texte von Benjamin über Jauß bis hin zu neueren Ansätzen nach den methodischen Bedingungen der Literaturgeschichtsschreibung zu fragen und die jeweiligen Ansätze auf ihre Leistungsfähigkeit und kritischen Punkte hin zu prüfen. Damit ist zugleich der Versuch verbunden, die Theorie der Literaturgeschichtsschreibung in ihrer historischen Entwicklung an ausgewählten Texten exemplarisch nachzuvollziehen.
Die im Seminar zu besprechenden Texte werden rechtzeitig vor Beginn des Seminars in einem Reader zusammenfasst.
Sommersemester 2007 | Seminar
050205 | Angelika Baumgart, M.A.
Romanpoetik I
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie;
Modul Vergleichende 1: Werke u. Autoren im weltliterarischen Kontext
Blocksemninar
Beginn der Veranstaltung: 17., 18. und 19. Mai; 29.,30. und 31. Mai; 08.,09. Juni von 10.bis 17.00 Uhr
Teilnehmerbeschränkung: 60.
Anmeldung per Mail (Angelika-Baumgart@arcor.de) bis zum 15.03.2007.
Der Roman ist mehr als jede andere literarische Gattung durch Diskontinuität gekennzeichnet.
Seine Geschichte beginnt bereits in der Antike mit Heliodors Aithiopiká im 3. Jahrhundert n. Chr., und zwar mit dem Verzicht auf die tradierten Bauprinzipien des Erzählens. Damit steht am Anfang der Gattung bereits ein von Umberto Eco vertretenes Postulat, nach dem die Kunst die Welt durch die Strukturen ihres Gestaltens erkennt und modelliert. Die weltbildnerische Funktion des Romans wird damit zur zentralen Textkategorie, die über die Poetik(en) der Gattung bestimmt wird.
In einer historischen Betrachtungsweise wird das Seminar verschiedene theoretische Reflexionen zur Romanpoetik der Jahrhunderte in den Blick rücken und somit die Entwicklungslinien mit ihren Diskontinuitäten aufzeigen. Dabei soll durchaus der Versuch unternommen werden, die Geschichte der Romanpoetik nicht nach den tradierten Typisierungsmustern zu betrachten, sondern selbständige Kriterien zu entwickeln, nach denen gemäß der Romanarchitektur (M. Bachtin) Ordnungsmuster plausibel werden. Das Seminar ist zudem als Fortsetzung geplant, so dass sich im nächsten Semester an die Analyse der theoretischen Reflexionen ein Seminar zur literarischen Praxis anschließen soll.
Geplant sind Blockveranstaltungen mit folgenden Terminen:
17., 18. und 19. Mai, 29., 30. und 31. Mai und 08. und 09. Juni von 10.00 bis 17.00 Uhr.
Die drei Terminblöcke widmen sich verschiedenen Fragestellungen.
Einleitend beleuchtet die Seminardiskussion den Gegenstandsbereich der Romanpoetik im Diskurs der Literaturwissenschaft. In einem zweiten Schritt werden die theoretischen Diskurse unterschiedlicher Epochen in den Blick gerückt.
Im Wintersemester 07/08 ist ein ebenfalls vierstündiges Seminar geplant, das die literarische Praxis der Romanpoetik von der Antike bis ins 21. Jahrhundert an ausgewählten Beispielen zum Seminargegenstand nimmt.
Die für den jeweiligen Gegenstandsbereich relevanten Texte werden ab dem 01. März 07 auf der Kommunikationsplattform des Seminars (Blackboard Learning System der RUB) bekannt gegeben.
Auf Grundlage der vorliegenden Anmeldungen wird schnellstmöglich das Textkorpus des Seminars als Reader vorgelegt. In einer Vorbesprechung am 30. März 07 von 12.00 bis 14.00 Uhr werden die Themen und Aufgaben abgesprochen.
Literaturhinweise:
Jost Schneider: Einführung in die Roman-Analyse. Darmstadt 2003.
Matthias Bauer: Romantheorie. Stuttgart/Weimar 1997.
Bruno Hillebrand: Theorie des Romans. 2 Bde. München 1972.
Sommersemester 2007 | Seminar
050204 | Dr. Martina Schönenborn
Utopien
Modul Vergleichende 2: Literatur im Dialog Literatur/andere Künste, Medien bzw. Disziplinen;
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Blockseminar, Raum GABF 04/411
Beginn der Veranstaltung:Vorbesprechung am 29. März 10 - 13 Uhr; 2.,3.,4. und 5. April 10 - 15 Uhr
Teilnehmerbeschränkung: 60.
Anmeldung und Absprache der Referatsthemen ab sofort per Mail (Martina.Schoenenborn@rub.de
"... denn man sahe allhier, in einem kleinen Bezierck,
das schönste Lust-Revier der Welt, so, dass unsere Augen eine gute Zeit
recht starr offen stehen, der Mund aber, vor Verwunderung des Gemüths,
geschlossen bleiben musste."
(Johann Gottfried Schnabel, Die Insel Felsenburg)
‚Utopie' bezeichnet nach dem Titel des 1516 erschienenen Staatsromans von Thomas Morus die Darstellung eines Idealzustandes von Staat und Gesellschaft, der nicht zu verwirklichen ist. Morus kritisiert in seinem Roman die englische Gesellschaftsordnung und entwirft ein ideales Gemeinwesen, das er auf die Insel Utopia verlegt. Frühe literarische Utopien verorten die ideale Gesellschaft im allgemeinen in einer unerforschten Gegend. In späteren Utopien befindet sich die utopische Gesellschaft in der Regel in einer anderen Zeit oder auf einem anderen Planeten, wobei in utopischen Vorstellungen zumeist Aspekte aus religiösen, technischen und gesellschaftskritischen Kontexten vermischt werden.
Im Seminar sollen verschiedene Ausformungen literarischer Utopien und Dystopien im literarhistorischen Kontext betrachtet und im Hinblick auf typische Inhalte und Gestaltungselemente untersucht und kategorisiert werden.
Gelesen werden u.a.: Morus, Utopia, Schnabel, Die Insel Felsenburg, Kleist, Das Erdbeben in Chili, Wells, The time machine, Andres, Wir sind Utopia, Schlink, Chez Max. Die Kreditierung der Lehrveranstaltung erfolgt nach den üblichen Bedingungen; erwartet wird zudem die verbindliche Übernahme eines Referates zu einem der im Seminar zu besprechenden Texte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Eine Kopiervorlage zu den vorgesehenen Texten liegt ab März im Sekretariat der Komparatistik (GB 3/59) aus.
Literaturhinweise:
Biesterfeld, Wolfgang, Die literarische Utopie, Stuttgart 1982
Schmundt, Hilmar, Hightechmärchen. Die schönsten Mythen aus dem Morgen-Land, Berlin 2002
Sommersemester 2007 | Seminar
050206 | Dr. Peter Goßens
Übersetzung und Übersetzungstheorie im 19. Jahrhundert
Modul Allgemeine 1: Epochen der Weltliteratur;
Modul Allgemeine 3: Theorien, Modelle, Methoden
2st. Di 14-16, GB 02/60
Beginn der Veranstaltung: 10.04.2007
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bemühten sich zahlreiche Übersetzer und Dichter darum, fremdsprachige Autoren in die deutsche Sprache zu bringen. Zugleich versuchten sich Philologen wie Literaturhistoriker, dem deutschsprachigen Publikum die Entwicklung transnationaler Literaturphänomene in Monographien und Literaturgeschichten vorzustellen. Aus diesem großangelegten Projekt einer ›Weltliteratur in deutscher Sprache‹ entwickelte sich ein literarischer Kanon von Autoren der Weltliteratur, die noch heute für jeden Literaturwissenschaftler und literarisch Interessierten verbindlich sind: Erst durch die Anstrengungen dieser Textphilologie des 19. Jahrhunderts haben Autoren wie Homer, Dante, Petrarca, Rabelais, Shakespeare, Cervantes, Calderón u.a. ihre heutige Bedeutung erlangt. Im Mittelpunkt des Seminars sollen neben den genannten Autoren vor allem Theorien und Modelle stehen, die sich mit diesem literaturgeschichtlichen Projekt verbinden: Das grundlegende Phänomen der Übersetzung wird begleitet von Fragen der Kommentierung, der literaturgeschichtlichen Darstellung, der Anthologisierung und, natürlich, der Hermeneutik, wie sie z.B. Friedrich Schleiermacher (auch) an seiner Übersetzung und Kommentierung der Werke Platons entwickelt. Für das Seminar wird ein Reader zusammengestellt, außerdem wird das Seminar mit Onlinephasen über Blackboard begleitet.
Anmeldung über VSPL, die Teilnehmerzahl wird auf 60 beschränkt.
Sommersemester 2007 | Seminar
050204 | Dr. Peter Goßens
Sputnik
Modul Vergleichende 2: Literatur im Dialog Literatur/andere Künste, Medien bzw. Disziplinen;
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Blockseminar
Raum GABF 04/414
Termine der Veranstaltung: Vorbesprechung am Sa., den 28.04.07, 10s.t. - 15.30s.t. Uhr; 31.05.07 und 1.06.07 10s.t. - 16.30s.t. Uhr
23.06.07 10s.t. - 15.30s.t. Uhr
Der Mond und die Möglichkeit, zum Mond zu reisen, faszinieren die Menschheit schon seit der Antike. Doch im 20. Jahrhundert bekamen diese Gedankenflüge zu unserem Nachbarn eine neue Dimension: Seit den 1920er Jahren wurde an Möglichkeiten gearbeitet, die Reise zum Mond auch technisch zu realisieren, und am 3. November 1957 war es dann soweit: Mit Sputnik 2 und seiner Besatzung, der Hündin Laika, gelang es sowjetischen Forschern erstmals, ein irdisches Lebewesen in den Weltraum zu befördern. Es war ein Schock für die westliche Welt, doch das Wettrennen um den ersten Menschen auf dem Mond war damit eröffnet und wurde am 21. Juli 1969 von den USA gewonnen: Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Mond. Auf dem jahrtausende alten Traum einer Kolonialisierung des Weltraums war man einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Das Seminar möchte sich dem Thema Mondreise literarisch nähern und die heißeste Phase des Kalten Krieges näher in den Blick nehmen. Nach einem Überblick über die Tradition der Mondreisen in der Geschichte der Literatur werden wir uns mit Texten und anderen Medien beschäftigen, die sich in direkter Form mit dem Start der Sputniks und Apollos in den 1960er und 1970er Jahren beschäftigen. Auf dem Programm stehen Texte von Lukian, Ariost, Galilei, M. Claudius, J.W. Goethe, J. Verne, B. Brecht, C. Wolf, G. Kunert, P. Rühmkorf u.v.a. Für das Seminar wird ein Reader zusammengestellt, außerdem werden zwischen den Sitzungsterminen verbindliche Onlinephasen über Blackboard stattfinden.
Anmeldung über VSPL, die Teilnehmerzahl wird auf 60 beschränkt.
Sommersemester 2007 | Seminar
050211 | Dr. Stephanie Dressler
Literatur und Gedächtnis
Modul Allgemeine 3: Theorien, Modelle, Methoden
Modul Vergleichende 1: Werke u. Autoren im weltliterarischen Kontext
2st. Fr 8.00-9.30, GBCF 04/516
Beginn der Veranstaltung: 20.04.2007 Zusatztermin: Sa., 28.04. von 10-12Uhr
Die Arbeit am Gedächtnis als einer kulturstiftenden Kraft ist eine der großen Aufgaben der Literatur, seit es sie gibt. Sie findet ihren Ursprung in der Mnemotechnik der oralen oder noch nicht voll verschriftlichten Gesellschaften, und in übertragenem Sinne bezeichnet man den fiktiven Raum "Gedächtnis" auch heute noch als Speicher für kulturell identitätsstiftende Inhalte. Damit ist Literatur aber nicht als "Denkmal" im Sinne eines so ehrwürdigen wie verstaubten Kanons zu verstehen, sondern sie steht im Prozess dessen, was sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten als die abendländische "Gedächtniskultur" ausgeformt und im öffentlichen Bewusstsein etabliert hat.
Es gilt also einerseits zu fragen, inwieweit Literatur Instrument und Institut des (öffentlichen) Gedächtnisses war und ist; andererseits gilt es zu erforschen, wie literarische Werke der eher dynamischen und individuellen Erinnerung Ausdruck verleihen und sie transportieren. Beides wird im Seminar anhand ausgewählter literarischer Werke geschehen. Auch die Frage, inwieweit die Literatur ihre Rolle als klassischer Speicherort mittlerweile an andere Medien abtritt und welche Auswirkungen das auf Gedächtnisinhalte und Art der Speicherung hat, soll diskutiert werden.
Teilnahmebedingungen: keine
Teilnahmenachweise sind durch regelmäßige Anwesenheit und Referat bzw. Essay zu erwerben, Leistungsnachweise durch schriftliche Hausarbeiten.
Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt.
Eine Anmeldeliste liegt ab Mi., d. 21. Februar (10 Uhr) im Geschäftszimmer Komparatistik (GB 3/59) aus.
Eine Kopiervorlage wird zu Semesterbeginn am gleichen Ort auf Leser/innen warten.
Zur Einführung:
Aleida Assmann: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. München 1999.
Frankfurt/Main 1993.
Sommersemester 2007 | Seminar
050197 | Sebastian Hartwig, M.A.
Mythos Meer
Modul Vergleichende 2: Literatur im Dialog Literatur/andere Künste, Medien bzw. Disziplinen;
Modul Vergleichende 3: Stoffe und Motive der Weltliteratur
2st. Mi 14.00 - 16.00, GBCF 04/411
Beginn der Veranstaltung: 11.04.2007
Teilnahmebeschränkung: 60 TN
Anmeldung per Mail: Sebastian.Hartwig@rub.de
Anmeldungen werden ab dem 21. Februar 2007 angenommen.
Die Interpretationen der Bibel, insbesondere die des Buches Genesis, der Psalmen und des Buches Ijob, haben die Vorstellungen vom Meer nachhaltig geprägt. Die Schöpfungsgeschichte und der Bericht über die Sintflut besetzen das kollektive Imaginäre mit ihren jeweils spezifischen Attributen. Ist das Meer im Buch Genesis mit dem Unendlichen und Unfassbaren assoziiert, so scheint in dem widersätzlichen Element auch die Unvollendetheit der Schöpfung und mithin die Bedrohung durch das ihm innewohnende Moment des Chaos auf, wodurch sich seine Verbannung aus Eden erklärt: Das Meer ist Relikt und Ausdruck einer Amorphität, die den präzivilisatorischen Raum besetzt, und bedeutet das dem Menschen radikale und Angst verursachende Fremde. Erst mit und durch das Zeitalter der Aufklärung entsteht langsam ein komplexeres Bewertungssystem, das neben der Angst vor dem Meer eine Faszination des Meeres erkennen lässt. Bis heute konkurrieren die generellen Vorstellungen von Katastrophe und Glück, so wie die das Meer umreißende Küstenlandschaft wechselnd als wüste und leere Demarkation und als fertiler kultureller Raum konnotiert wird. Ohne Zweifel widersteht das Meer seiner endgültigen Decodierung und wahrt in der Polyrhythmik seiner Semantik die Intensionalität seines Wesens. Nicht ohne Grund dient das Meer im Zuge postmoderner und poststrukturalistischer Literatur(theorie) darüber hinaus als ostentative Metonymie für den Text schlechthin und erobert insbesondere als Trope der Kontingenz neue Regionen jenseits seiner Anschauung: Das Meer als Innen ohne Außen, als Passage, als Transfer, als Polymorphie, als translineare Unabschließbarkeit usw. sind Epitheta, deren adaptive Extensionalität auf eine radikale Grundlosigkeit verweist und dem Meer nicht mehr entreißt, als die Konkretion seiner unentwegten Bewegung sinnfällig werden zu lassen.
Ziel des Seminars ist es, die Ideengeschichte des Meeres auswählend nachzuzeichnen und die Übertragung von der konkreten Erfahrungswelt des Meeres als Naturphänomen hin zu dessen Adaption als grapheologisches Supplement nachzuvollziehen. Dabei wird u. a. zu beobachten sein, dass und wie das Meer das verlässliche Land lange schon detrahiert hat. Das Meer expandiert.
U. a. sollen folgende Texte im Seminar diskutiert werden: Homer: Odyssee; Vergil: Aeneis; William Shakespeare: The Tempest; Herman Melville: Moby-Dick; Edgar Allan Poe: The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket, A descent into the Maelstrom; Jules Verne: Vingt mille lieues sous les mers; Charles Baudelaire: Le Voyage; Arthur Rimbaud: Le bateau ivre; Stéphane Mallarmé: Un coup de dés jamais n'abolira le hasard; Paul Valéry: Le Cimetière Marin, Mer; Fernando Pessoa: Ode maritime; H. P. Lovecraft: The Shadow Over Innsmouth; Antonio Machado: Soledades; Saint-John Perse: Amers; Giorgos Seferis: Kíchle; Jack Kerouac: On the Road; Steve McCaffery: Seven Pages Missing; José Saramago: A Jangada de Pedra; Jacques Derrida: Glas, Yves Bonnefoy: Les planches courbes; Ulrich Holbein: Die ozeanische Sekunde; Clive Barker: Abarat u. a.
Sämtliche Texte stehen spätestens zu Semesterbeginn in einem Reader im Geschäftszimmer der Komparatistik (GB 3/59) zum Erwerb zur Verfügung, die längeren Texte sind je in Auszügen aufgenommen. Angesichts des Schwierigkeitsgrades einiger Texte wird nachdrücklich empfohlen, sich bereits vor Beginn des Seminars in eigenständiger Lektüre mit den Texten vertraut zu machen, um das Seminar insbesondere für die gemeinsame Textanalyse weithin offen zu halten.
Sommersemester 2007 | Seminar
050916 | Dr. Christiane Leiteritz
Traumtexte der Romantik
Modul Allgemeine 1: Epochen der Weltliteratur
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Blockseminar: Vorbesprechung am 15. März um 12 Uhr in Raum GABF 04/413
Termine: Do. 22. März 07 (10-16 Uhr) / Fr. 23. März 07 (10-16 Uhr) und
Do. 29. März 07 (10-16 Uhr) / Fr. 30. März 07 (10-16 Uhr)
In Abgrenzung zu Theorien der Aufklärung, die den Traum als Abwesenheit der Vernunft diskreditierten, entdecken die Autoren der Romantik den Traum als ein der Poesie analoges Vermögen der Imagination. Die Autoren dieser Zeit erkennen in der spezifischen Poetik des Traums, im System seiner Symbolik, seiner Codes und rhetorischen Verfahren eine der Literatur verwandte ganz neuartige Sprache, die nicht nur zu neuen Schreibweisen inspiriert, sondern auch neue Erkenntnisbereiche der Literatur erschließt. Der Traum bildet nun das ideale Medium, einerseits die leiblich-seelischen Tiefen des Subjekts auszuloten, andererseits - das Subjekt transzendierend - ein vergessenes, Natur, Kunst und Gesellschaft synthetisierendes Allgemeines der individuellen Erfahrung zu erschließen. Die Analyse einschlägiger Traumtexte aus der europäischen Romantik soll das spezifisch Neue der romantischen Traumtheorie und ihre kulturhistorische Relevanz in Abgrenzung zu naturwissenschaftlichen Traumkonzepten der Zeit erhellen.
Lektüreliste
Coleridge: The Ancient Mariner (Kopiervorlage ab 5. Feb. im Sekretariat)
Novalis: Heinrich von Ofterdingen (Reclam)
Kleist: Das Käthchen von Heilbronn (Reclam)
Kleist: Prinz Friedrich von Homburg (Reclam)
Hoffmann: Der Magnetiseuer, in: Fantasiestücke (z.B. Dt. Klassiker Verlag)
Hoffmann: Die Elixiere des Teufels (Reclam)
Nodier: Smarra ou les démons de la nuit (Kopiervorlage ab 5. Feb. im Sekretariat)
Vorbesprechung / Sekundärliteratur
Eine Liste mit Sekundärliteratur erhalten Sie in der für alle Teilnehmer obligatorischen Vorbesprechung am 15. März um 12 Uhr in Raum GABF 04/413
Anmeldung: Per E-Mail an folgende Adresse: christiane.leiteritz@rub.de
Die Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie einige Tage vor der Vorbesprechung per Sammelmail.
Sommersemester 2007 | Seminar
050219 | PD Dr. Claudia Becker
Wolfgang Koeppen
Modul M.A. Allgemeine 4: Europäische Poetik I;
Modul M.A. Vergleichende 5: Europäische Literaturgeschichte I
2st. Fr 10-12, GABF 04/413
Beginn der Veranstaltung: 13.04.2007
"Er kam, schrieb - und schwieg." (Haentzschel) Der Mythos Koeppen ist mindestens ebenso vom jahrzehntelangen Schweigen des Autors genährt worden wie durch seine zu Lebzeiten publizierten Schriften.
10 Jahre nach seinem Tod beginnt man nun mit einer 14-bändigen Gesamtausgabe, die sich zum Großteil speist aus einem umfangreichen Nachlass, der sowohl einen Blick auf bereits Bekanntes, aber auch auf unzählige unpublizierte Manuskriptseiten, Fragmente und Notizen freigibt, und damit auf ein Leben, das dem Schreiben gewidmet war und nicht dem Schweigen.
Im Zentrum des Seminars stehen seine bekanntesten Romane aus den 50-er Jahren "Tauben im Gras" (1951), "Das Treibhaus" (1953) und "Der Tod in Rom" (1954), die sog. "Trilogie des Scheiterns", die ein illusionsloses und kritisches Bild der bundesdeutschen Nachkriegszeit entwirft, in der die alten Machtstrukturen und Denkweisen eine Kontinuität zeigen, die die damalige Aufbruchsstimmung mehr als fragwürdig erscheinen lässt.
Doch neben dieser geschichtlich-politischen Dimension haben alle drei Romane ihre "eigene poetische Wahrheit" (Koeppen), die sie als Gleichnisse der conditio humana schlechthin zeigen.
Ihr spezifischer Erzählstil bezeugt den Einfluss avantgardistischer Schreibweisen (wie sie etwa von Joyce entwickelt wurden) so die Verwendung des "inneren Monologs", die dem Film entliehene Schnitttechnik, die fragmentarische Konstruktion etc.
Auch seine sog. "Reisebücher", (über Amerika, Russland, Frankreich) machen deutlich, dass Koeppens poetisches Verfahren, einzelne Realitätspartikel als Imaginationsstimuli zu verwenden, wie seine intertextuellen Verweise (auf Kafka, Melville etc.) seinen Beobachtungen und Erfahrungen eine literarische Qualität verleihen, dass man sie mittlerweile als den Romanen gleichwertig einstuft.
Aus der Grundfrage literarischer Adaption biographischer und historischer Fakten ergeben sich eine Reihe von komparatistischen Problemen, sei es der Imagologie (z.B. das Amerika-Bild), des literarischen Einflusses (Proust, Faulkner), der Verarbeitung weltliterarischer Motive (Großstadt) , denen wir im Seminar nachgehen wollen.
Wir besprechen gemeinsam und ausführlich die o.g. Trilogie und versuchen, mit Referaten zu den anderen (früheren und späteren) Texten - wie etwa dem Roman "Eine unglückliche Liebe" oder "Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch" (1992) ein abgerundetes Koeppen-Bild zu erarbeiten.
Zur Einführung (mit weiterführender Literatur): Günter&Hiltrud Häntzschel: Wolfgang Koeppen. Leben Werk Wirkung. Frankfurt: Suhrkamp 2006.
Die Trilogie steht z.Zt. in einer einbändigen Sonderausgabe (Suhrkamp) zur Verfügung. Aber auch andere Editionen können benutzt werden.
Referat-Themen werden in der ersten Stunde besprochen und vergeben.
Sommersemester 2007 | Seminar
050192 | Evgenia Grishina, M.A.
Reisen in die Revolution: Reiseberichte über die Sowjetunion in den
20er und 30er Jahren
Modul Allgemeine 1: Epochen der Weltliteratur
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Blockseminar: Vorbesprechung am Sa. 19 Mai. 07 von 10 - 12 Uhr in GBCF 04/511
Termine:
Sa. 14. Juli 07 (10-14.30 Uhr) in GBCF 04/511
Fr. 20. Juli 07 (10-14.30 Uhr) in GABF 04/411
Sa. 21. Juli 07 (10-14.30 Uhr) in GABF 04/411
Fr. 27. Juli 07 (10-14.30 Uhr) in GABF 04/411
Sa. 28. Juli 07 (10-14.30 Uhr) in GABF 04/411
Revolutionstourismus gibt es heute nicht mehr. Man fährt heute nicht mehr nach Kuba, um sich ein Bild von den Errungenschaften der sozialistischen Revolution in diesem Karibikstaat zu machen, sondern der schönen Strände und ihres exotischen Flairs ("all inclusive") wegen. Das war einmal anders.
Nach der Oktoberrevolution zogen die Umwälzungen in Russland das Interesse zahlloser westeuropäischer Intellektueller auf sich, die von dem sozialen Experiment in dem weithin unbekannten östlichen Land entweder fasziniert oder tief erschrocken waren. Viele unternahmen eine Reise in die Sowjetunion und berichteten ihren Landsleuten in Zeitungsartikeln, Broschüren und Büchern über ihre Beobachtungen und Erlebnisse in dem fremden Land. So entstand in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein neuer Typus von Reiseliteratur, der in der Gattungsgeschichte einen markanten Höhepunkt bildet, obwohl er keineswegs ohne Voraussetzungen war, weil es Reiseberichte über Russland und über berühmte Revolutionsorte (Paris) natürlich auch vorher schon gab.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die Reiseliteratur über das revolutionäre Russland an ausgewählten Beispielen der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts kennen zu lernen. Autoren aus verschiedenen europäischen Ländern und unterschiedlicher politischer Richtungen sollen analysiert werden, um das gesamte Spektrum dieser Reiseliteratur in den Blick zu bekommen. Dabei werden sowohl bekannte Schriftsteller wie Joseph Roth oder André Gide als auch heute weithin vergessene Autoren wie Max Barthel oder Heinrich Vogeler Berücksichtigung finden. Politische und mentalitätsgeschichtliche Voraussetzungen der Reisen in die Sowjetunion werden in die Diskussion ebenso einbezogen wie die Frage nach der Rolle solcher Blicklenkungen, die mit den behördlichen Organisationen dieser Reisen einhergingen. Auch Grundfragen der Gattung, ihrer Geschichte, Theorie und ihrer interdisziplinären Erforschung werden in das Seminargespräch einbezogen.
Der genaue Ablauf und das Programm des Seminars werden in der Vorbesprechung am 19. Mai 2007 (10 - 12 Uhr) erläutert. Von den Teilnehmern wird die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet. Die Themen und Aufgaben werden am 19. Mai abgesprochen.
Eine Liste der Texte, die Sie vor Beginn des Seminars gelesen haben sollen, finden Sie hier.
Die Texte stehen in einem Ordner ab Mitte April im Geschäftszimmer der Komparatistik (3/59).
Zur Vorbereitung empfohlene Literatur:
Brenner, Peter J.: Der Reisebericht in der deutschen Literatur. Ein Forschungsüberblick als Vorstudie zu einer Gattung. Tübingen 1990. (Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur. 2. Sonderheft). Insb. S. 588-609.
Brenner, Peter J. (Hrsg.): Der Reisebericht. Die Entwicklung einer Gattung in der deutschen Literatur. Frankfurt a. M. 1989.
Brenner, Peter J.: Schwierige Reisen. Wandlungen des Reiseberichts in Deutschland 1918-1945. In: Peter J. Brenner (Hrsg.): Reisekultur in Deutschland. Von der Weimarer Republik zum "Dritten Reich". Tübingen 1997.
Dücker, Burckhard: "Nur eine russische Berichterstattung kann meinen guten Ruf retten." Rußlandorientierungen deutscher Künstler und Schriftsteller im 20. Jahrhundert. In: Dietrich Harth (Hrsg.): Fiktion des Fremden. Erkundung kultureller Grenzen in Literatur und Publizistik. Frankfurt a. M. 1994.
Koenen, Gerd / Kopelew, Lew (Hrsg.): Deutschland und die russische Revolution 1917-1924. München 1998. (West-östliche Spiegelungen. Reihe A; Bd. 5)
Schütz, Erhard: Autobiographie und Reiseliteratur. In: Bernhard Weyergraf (Hrsg.): Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bd. 8. Literatur der Weimarer Republik. 1918-1933. München / Wien 1995.
Weitere Forschungsliteratur wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben.
Anmeldung: Per E-Mail an folgende Adresse: evgenia.grishina@gmail.com
Die Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie Anfang Mai per Sammelmail.
Sommersemester 2007 | Seminar
050192 | Sebastian Hartwig M.A.
La Dame à la Licorne
Modul Vergleichende 2: Literatur im Dialog Literatur/andere Künste, Medien bzw. Disziplinen
Modul Vergleichende 3: Stoffe und Motive der Weltliteratur
Blockseminar: Vorbesprechung am Mi., 30. Mai, 2007 von 10.15 - 12.15 Uhr in GABF 04/511
Termine: 16. - 20.7.2007 jeweils 10.15 - 14.30 Uhr
Teilnehmerzahl: 60
Das Tier, das es nicht gibt, beschäftigt sowohl Literatur-, Kunstwissenschaftler und Philosophen als auch bildende Künstler und Schriftsteller bis heute. Dabei verliert sich der Ursprung des Mythos vom Einhorn in archaischen Tiefen und ist bestenfalls als Plurikontextur zu benennen. Erste Zeugnisse entstammen dem Orient und von dort tritt das Einhorn seinen Weg in die okzidentale Kunst- und Literaturgeschichte an. Insbesondere die Inventarisierung des Tieres in die Zoologie, später die Medizingeschichte und das Bemühen um seine paläontologische Rechtfertigung blieben bis in das 19. Jhd. hinein bestehen und hielten einen Diskurs über Faktizität und Fiktionalität des Einhorns aufrecht, der sich in der Literaturwissenschaft wie der Analytischen Philosophie bis in das 20. Jhd. vor dem Hintergrund der Probleme von Referenz- und Präsuppositionstheorien auf das Thema der Theorie der möglichen Welten ausweitete. Führte dieser Diskurs, der die Heterogenität der Wissenschaften beförderte, zur Verbannung des Einhorns aus den Naturwissenschaften und der Logik, so löste diese keineswegs das "paradoxe Doppelwesen" (C. G. Jung) des Einhorns auf: So disparat der Ursprung des Einhorns erscheint, so irreduzibel different erweist sich letztlich auch die Bedeutung des Fabeltieres und währt fort als "pharmakon" (J. Derrida). Dabei ist das Einhorn nicht einfach Ausdruck bloßen ästhetischen Ornaments, sondern meint einen poetisch-diskursiven Widerstand, der metonymisch die gesamte Poesie und Poetikgeschichte erfasst. Als apologetisches Emblem des Wunderbaren ist es erst in zweiter Instanz bedeutsam, vielmehr in den Worten Hamlets: "[t]here are more things in heaven and earth, Horatio, / Than are dreamt of in your philosophy" eröffnet es der Literatur neue Horizonte des Möglichen.
Ziel des Seminars ist es die Begriffs- und Ideengeschichte des Einhorns auswählend nachzuzeichnen sowie Sinn und Bedeutung des Einhorns für die Literatur, insbesondere die Poesie, herauszuarbeiten. Dabei werden u. a. Exkurse in die Kunst- und Medizingeschichte sowie die Analytische Philosophie, die Analytische Ontologie und die Sprachphilosophie unternommen.
U. a. sollen folgende Texte im Seminar diskutiert werden: Rabelais: Gargantua et Pantraguel; Voltaire: La Princesse de Babylone, Jean Paul: Siebenkäs; E.T.A. Hoffmann: Prinzessin Brambilla - Ein Cappriccio nach Jakob Callot; Lewis Carroll: Through the Looking-Glass; Stéphane Mallarmé: Ses purs ongles très-haut dédiant leur onyx; William Butler Yeats: The Unicorn form the Stars; Rainer Maria Rilke: Sonette an Orpheus, Das Einhorn, Die Dame mit dem Einhorn; James Joyce: Ulysses; Paul Celan: Schibboleth; Tennessee Williams: The Glass Menagerie; Saul Aaron Kripke: Naming and Necessity; Peter S. Beagle: The Last Unicorn; Terry Brooks: The Black Unicorn; Cees Nooteboom: Die Dame mit dem Einhorn; Tanith Lee: The Black Unicorn.
Sämtliche Texte stehen spätestens zu Semesterbeginn in einer Kopiervorlage im Geschäftszimmer der Komparatistik (GB 3/59) zur Verfügung, die längeren Texte sind je in Auszügen aufgenommen.
Anmeldung: Per E-Mail an folgende Adresse: sebastian.hartig@rub.de
Sommersemester 2007 | Seminar
050192 | Kai Fischer M.A.
Walter Benjamin
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie;
Modul Vergleichende 2: Literatur im Dialog Literatur/andere Künste, Medien bzw. Disziplinen
Blockseminar: Vorbesprechung am Mo., d. 02.04.2007 von 10 - 12 Uhr in GABF 04/414
Termine: Mo., 23. Juli - Do., 26. Juli 2007
jeweils 10.00-15.30 Uhr
Unumstritten gilt Walter Benjamin auch heute noch als Vorläufer für die Kultur- und Geisteswissenschaften. Sein vielfältiges Werk vereint neben dezidiert philologischen Arbeiten sowohl philosophische als auch ästhetische Studien und Essays. Darüber hinaus markiert Benjamins Aufsatz Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1935) einen frühen Höhepunkt medientheoretischer Reflexion.
Die Auseinandersetzung mit einem derart heterogenen Werk muss somit notwendig selektiv verfahren. Drei Aspekte sollen dabei im Vordergrund stehen: Benjamin (1) als Literaturkritiker, (2) als Medientheoretiker und (3) als (politisch engagierter) Schriftsteller. In diesem Zusammenhang wird sowohl Benjamins Rezeption der literarischen Tradition (Goethe, Hölderlin) als auch seine Erfahrung mit der rasanten Entwicklung und Verbreitung der Massenmedien (Breton, Brecht) Beachtung finden.
Benjamins Texte sowie weitere für die Diskussion relevante Texte werden als Kopiervorlage im Geschäftszimmer GB 3/59 bereitgestellt.
Zusätzlich wird die Kenntnis von Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften vorausgesetzt.
Eine Vorbesprechung findet am 02.04.07 von 10-12 Uhr in Raum GABF 04/414 statt.
Zur Einführung empfohlen:
- Norbert Bolz/Willem van Reijen: Walter Benjamin. Frankfurt/New York 1991.
- Sven Kramer: Walter Benjamin zur Einführung. Hamburg 2003.
- Uwe Steiner: Walter Benjamin. Stuttgart 2004.
Anmeldung per Mail an: kai.fischer-3@rub.de.
Sommersemester 2007 | Seminar
050192 | Dr. Stephanie Glaser
Gotische Kathedrale in der Moderne: Architektur, Literatur und Kunst
um 1900
Modul Allgemeine 1: Epochen der Weltliteratur;
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Blockseminar: 24.-29. September 2007
jeweils 8.30 - 12.30 Uhr
Raum: GABF 04/413
UDas Seminar wird das Thema der gotischen Kathedrale um die Jahrhundertwende erforschen, um besser zu verstehen, welchen Einfluss die gotische Architektur auf die Künste hatte. In dieser Zeit geht die Bedeutung und Symbolik der Kathedrale geht weit über die christliche Bedeutung hinaus und strahlt auf die verschiedensten sozialen und ästhetischen Bewegungen aus: vom Impressionismus zum Kubismus, vom Anarchismus zum Nationalsozialismus. Im Laufe des Blockseminars erarbeiten wir die folgenden Themen:
- 1. Die Entwicklung der romantischen Bedeutung der Kathedrale: In wie fern weicht die Moderne davon ab oder gibt es eine Kontinuität?
- 2. Kathedrale und Nationalbewusstsein: Beleuchtung des Zusammenhangs insbesondere vor dem ersten Weltkrieg.
- 3. Kathedrale und Ästhetik: Impressionismus, Symbolismus, Dekadenz, Kubismus, Expressionismus.
- 4. Kathedrale und Gesellschaft: Anarchismus, Sozialismus, Arts and Crafts, Bauhaus, Wolkenkratzer.
Durch die Intermedialität der Materialien werden wir die Beziehung zwischen Text, Bild und Architektur tiefer verstehen können.
Das Format des Blockseminars hat den Vorteil, dass alle Teilnehmer - über den jeweils eigenen Beitrag hinaus - in sehr kurzer Zeit sowohl in der Breite als auch in der Tiefe auf ein neues Erkenntnisniveau gehoben werden. Schlüssel und Voraussetzung für den Erfolg dieses Seminars ist ein hohes persönliches Engagement aller Teilnehmer, das sich in der Intensität der individuellen Vorbereitung und einem hohen Grad an Interaktion im Seminar ausdrückt. Es wird daher erwartet, dass jeder Teilnehmer die unten angegebene Basisliteratur gelesen hat und über ein Thema referiert, das anschließend zur Diskussion gestellt wird. Die Themen werden im Juni vergeben (der genaue Termin wird noch ausgehängt). Ab einer gewissen Teilnehmerzahl können die Themen als Gruppenarbeit und Gruppenvortrag geleistet werden. Das Seminar wird teilweise in englischer Sprache durchgeführt.
Die Anmeldung für das Seminar richten Sie bitte unter Angabe von Name, Studiengang, Semester, Hauptfächer per E-Mail bis zum 30 April an: Anmeldung per Mail an:
smg@teol.ku.dk.
Syllabus und Reader werden im Mai zur Verfügung gestellt.
Johann Wolfgang von Goethe, Auszug aus Von Deutscher Baukunst
Eugène-Emmanuel Viollet-le-Duc, Auszug aus Dictionnaire raisonné de l'architecture française du XIe au XVIe siècle (in engl. Übersetzung erhältlich)
Wilhelm Worringer, Formprobleme der Gotik
Kurt Gerstenberg, Auszug aus Deutsche Sondergotik
John Ruskin, The Bible of Amiens
Walter Pater, Amiens
Joris-Karl Huysmans, La Cathédrale (in engl. Übersetzung erhältlich)
Rainer Maria Rilke, Auszug aus Neue Gedichte
Marcel Proust, Auszug aus A la Recherche du temps perdu
Die Texte werden begleitend mit Werken von Claude Monet, Camille Pissaro, Odilon Redon, Robert Delaunay, Albert Gleizes, Maurice Utrillo, Henri Matisse, Piet Mondrian, Lyonel Feininger, Paul Klee, Bruno Taut, Erik Satie und Claude Debussy studiert.
Sommersemester 2007 | Seminar
050220 | Apl. Prof. Dr. Bettina Gruber
Religion und Avantgarde
Modul M.A. Allgemeine 4: Europäische Poetik I
Modul M.A. Vergleichende 5: Europäische Literaturgeschichte I
Blockseminar: Do.-Sa., 20.-22. September 2007 in GABF 04/413 jeweils 10-18 Uhr
Die große Bedeutung religiöser Semantiken für Literatur und Kunst der avancierten Moderne ist lange unterschätzt worden, da die Vorherrschaft einer allgemein gefassten Säkularisierungsthese deren Erkenntnis erschwerte. Tatsächlich verarbeiten gerade die Avantgarden motivisch und teilweise auch formal auf breiter Front Anregungen aus dem Religionssystem (was hier selektiv anhand von Gedichten erarbeitet werden soll), wobei vornehmlich christliche, jüdische sowie esoterisch-neureligiöse Materialien zum Zuge kommen. Ihre Bedeutung für Werk, Poetik und Selbstverständnis der Dichter geht deutlich über die Funktion eines bloßen ästhetischen Steinbruchs hinaus. Die Veranstaltung koppelt daher textanalytische Lektüren mit einer kulturwissenschaftlich erweiterten Perspektive.
Wir untersuchen die leitende Fragestellung des Seminars an Gedichten von Charles Baudelaire (1821-1867), Gerard Manley Hopkins (1844-1889), Paul Verlaine (1844-1896), Rainer Maria Rilke (1875-1926), Else Lasker-Schüler (1869-1945), T.S. Eliot (1888-1965), Paul Celan (1920-1970) und Czeslaw Milosz (1911-2004).
Höchstteilnehmerzahl: 45
Anmeldung bis Ende Juni und Kontakt unter: gruberbb@web.de. Eine Kopiervorlage wird bis Ende Juni bereitgestellt, die Übernahme von Kurzreferaten ist erwünscht.
Sommersemester 2007 | Seminar
050293 | Apl. Prof. Dr. Bettina Gruber
Interpretieren. Interpretationspraxis für Literaturwissenschaftler.
Modul Allgemeine 2: Poetik, Ästhetik, Gattungstheorie
Modul Allgemeine 3: Theorien, Modelle, Methoden
Modul M.A. Vergleichende 5: Europäische Literaturgeschichte I
Blockseminar: Mo.-Mi., 17.-19. September 2007 in GABF 04/413 jeweils 10-18 Uhr
Im Wintersemester 2006/07 haben wir uns mit Interpretation als einem Zentralproblem der Literaturwissenschaft befasst und uns anhand ausgewählter Texte einen repräsentativen Überblick über die neuere Entwicklung des Interpretationsbegriffs erarbeitet. Im Seminar wurde dabei verschiedentlich der Wunsch nach einer Ergänzung durch praktische Interpretationsarbeit laut, dem das Angebot dieses Seminars nun entgegenkommt. Wir werden uns interpretierend sowohl gattungsspezifisch als auch historisch unterschiedlichen Texten widmen und dabei versuchen, Erkenntnisse von allgemeiner Bedeutung (Worauf muss ich bei der Drameninterpretation im Gegensatz zu der von Gedichten achten? Warum kann ein barockes Sonett nicht gelesen werden wie z.B. eines von Rilke? usw.) herauszuarbeiten. Das Seminar ist wegen dieses pragmatisch und interaktiv orientierten Zugangs auch für Studierende geeignet, die die vorhergehende Veranstaltung nicht besucht haben! Um eine möglichst breite gemeinsame sprachliche Basis zu haben, beschränken wir uns hier auf Texte der deutschen und englischen Literatur. B.A. und M.A. Studierende sind zugelassen
Höchstteilnehmerzahl: 50
Anmeldung bis Ende Juni und Kontakt unter: gruberbb@web.de. Seminarlektüre wird bis 31. Mai bekannt gegeben.
Sommersemester 2007 | Seminar
050218 | Rasmus Overthun, M.A.
Dummheit
Modul Vergleichende 3: Stoffe und Motive der Weltliteratur
Modul Vergleichende 4: Literarische Themen und Reflexionen im übernationalen Vergleich
Blockseminar: Vorbesprechung am Mi., den 11.04.2007 18 Uhr s.t.
Termine: Mo., 24. Sept. - Do., 27. September 2007
jeweils 10.00-16.00 Uhr in GABF 04/411
"Die Versuchung besteht darin, der Dummheit den Krieg zu erklären - als wäre sie ein bezwingbares Objekt" (A. Ronell)
Ist Dummheit einfach das Gegenteil der Klugheit und Verständigkeit, der Name der geistigen Einfältigkeit? Ist sie auf irgendeine simple Weise dem Wissen entgegengesetzt als negative Grenze des erkennenden Denkens - als (Ab-)Grund schon des sokratischen Wissens, nichts zu wissen? Produzieren die Konventionen und diskursiven Mechanismen des Wissens womöglich ihrerseits Dummheit als ihr konstitutives ‚Anderes'? Macht Wissen selbst immer auch dumm, in Form einer Züchtigung des Geistes? Und ist die nur listig vorgetäuschte Dummheit als Maskerade des Weisen die geeignete Waffe dagegen? Können sich vielleicht Dummheit und List zur ‚Dummlistigkeit' (R. Musil) vereinen, welche den ‚Regen aus der Transzendenz' vermeintlicher Gewissheiten als (nietzscheanischer) Regenschirm empfängt und zugleich von sich abperlen lässt? Gibt es in diesem Zusammenhang eine besondere Beziehung zwischen Dummheit und Literatur? Schließlich: Ist Dummheit moralisch und epistemologisch zu vermeiden, stigmatisieren, bekriegen oder ist sie im Lob der Dummheit zu begrüßen?
Allenthalben in Zeiten der wissenschaftlichen Konjunktur einer Kulturpoetik des Wissens - Tagungen und Publikationen zum Thema ‚Wissen' sind en vogue - soll diesen und anderen Fragen nach der Dummheit besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Strategisches Ziel des Seminars wird dabei sein, Dummheit nicht abschließend ‚auf den Begriff' zu bringen, sondern sie in gemeinsamen Lektüren philosophisch-poetologischer Texte (u.a. von Kant, Musil, de Man) und literarischer Texte (u.a. von Flaubert, Kafka, Dostojewskij) als Thema, Phänomen und Problem wiederkehren zu lassen. Zu den behandelten Problemen der Dummheit wird auch die wissenschaftliche Rede über sie gehören: Wie lässt sich über Dummheit in der Geste des Wissenden urteilen, ohne selbst von ihr betroffen zu sein?
Ein Reader mit einer Auswahl von Texten ist bis Anfang April im Geschäftszimmer der Komparatistik (GB 3/59) erhältlich.
Forschungsliteratur:
- Zur Kenntnisnahme sei dringend empfohlen: Ronell, Avital: Dummheit. Berlin 2005.
- Weitere Literaturhinweise im Rahmen der Vorbesprechung.
Anmeldung via Mail unter: rasmus.overthun@sprachlit.uni-regensburg.de
Sommersemester 2007 | Seminar
050215 | Mathias Bley, M.A.
Einführung in die semiotische Theorie und Praxis Umberto Ecos
Modul Allgemeine 3: Theorien, Modelle, Methoden
Modul Vergleichende 1: Werke u. Autoren im weltliterarischen Kontext
Blockseminar: Vorbesprechung am Fr., den 30.03.2007 10.00-12.00 Uhr
Termine: Mo., 3. Sept. - Mi., 5. September 2007
jeweils 9.00-12.00 und 13.00-16.00Uhr in GABF 04/411
"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen" - so lautet (etwas verkürzt) die Proposition Nr. 7 aus dem TRACTATUS LOGICO-PHILOSOPHICUS des Philosophen Ludwig Wittgenstein. Wenn Umberto Eco diesem auf dem Klappentext seines Romans DER NAME DER ROSE entgegenhält, es sei geradezu notwendig, über das zu erzählen, wovon man nicht theoretisch sprechen könne, so ist dies weder bloße Anspielung, knapper Seitenhieb akademischer Gelehrsamkeit noch die Resignation eines Wissenschaftlers, der seine Zuflucht im Feld der Literatur sucht.
Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria im Piemont, ist Philosoph, Professor für Semiologie und Schriftsteller gleichermaßen; und schon allein die Identität der Autorinstanz macht es für den Interpreten naheliegend, keine hermetische Trennung zwischen seinen literarischen und theoretischen Schriften anzunehmen, sondern beide Seiten des Werkes wechselseitig aufeinander zu beziehen. So ist es nur ein kleiner Schritt von der theoretischen Disziplin der Semiologie, "im Grunde die Disziplin, die alles untersucht, was man zum Lügen verwenden kann", hin zu jenem Ratschlag, den der junge Baudolino am Beginn des gleichnamigen Romans erhält, der wie kaum ein zweiter mit der Instanz des unzuverlässigen Erzählens spielt: "Willst Du ein Mann der Schrift werden und womöglich eines Tages auch Historien schreiben, so mußt du auch lügen und Geschichten erfinden können, sonst wird deine Historia langweilig." (Eco: Baudolino, S. 62) Die Fundamentalphilosophie des Zeichens, die Semiotik, erscheint als das Element, welches Ecos literarische Schriften mit seinen semiotischen, ästhetischen, historischen und kulturkritischen Schriften verbindet.
Das Seminar versucht, jene durchgängigen Verbindungslinien in Ecos Werk an konkreten Beispielen herauszuarbeiten und so nicht zuletzt die Interpretationsmöglichkeiten seiner Romane zu erweitern. Dazu werden ausgewählte Teile sowohl seiner theoretischen als auch seiner literarischen Werke gelesen.
Wir lesen von Ecos Romanen:
Umberto Eco, Baudolino, DTV München 2001.
Umberto Eco, Der Name der Rose, SZ Bibliothek Bd. 2, 2004.
Umberto Eco, Die Insel des vorherigen Tages, DTV München 1997.
Umberto Eco, Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana, DTV München 2006.
Literatur zur Einführung:
- Dieter MERSCH: Umberto Eco zur Einführung, (Junius Einführungen Bd. 90), Hamburg 1993.
- Ursula AHLBORN-RIZZUTO: Im Labyrinth der Zeichen: Zur Textsemiotik Umberto Ecos, (Europäische Hochschulschriften, Reihe 9; Italienische Sprache und Literatur, 18), Frankfurt a. M./Bern 1990.
- Tom KINDT, Hans-Harald MÜLLER (Hrsg.): Ecos Echos. Das Werk Umberto Ecos. Dimensionen, Rezeptionen, Kritiken, München 2000.
Anmeldungen per Mail an: matthias.bley@rub.de
Sommersemester 2007 | Seminar
050214 | Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans
Probleme der Komparatistik
Modul M.A. Allgemeine 5: Europäische Poetik II
3st. Fr 16-19, GBCF 04/516
Beginn der Veranstaltung: 13.04.2006
Dieses Oberseminar soll Examenskandidaten, Doktoranden, Habilitanden und anderen, die an laufenden Projekten arbeiten, Gelegenheit geben, ihre Projekte vorzustellen, aus der laufenden Arbeit zu berichten, Zwischenergebnisse mitzuteilen und gemeinsam zu diskutieren. Die Teilnahme erfolgt nach persönlicher Absprache mit mir, in der Regel durch schriftliche und mündliche Einladung, aber alle Interessenten können sich grundsätzlich auch gern in meiner Sprechstunde oder per email anmelden (monika.schmitz-emans@ruhr-uni-bochum.de). Das genaue Verlaufsprogramm des Oberseminars wird nach Absprache mit Referentinnen und Referenten per Aushang sowie auf der Homepage der Komparatistik mitgeteilt (http//www.ruhr-uni-bochum.de/komparatistik/veranstaltungen).
Sommersemester 2007 | Seminar
050217 | Dr. Uwe Lindemann
Examenskolloquium für B.A.-Studierende
2st. Fr 14-16, GBCF 04/516 (alle zwei Wochen!)
Beginn der Veranstaltung: 13.04.2007
Teilnehmerbeschränkung: 20
Das Kolloquium richtet sich an B.A.-Studierende, die kurz vor dem Examen stehen. Es sollen im Rahmen des Kolloquiums einerseits Strategien einer effektiven Prüfungsvorbereitung erarbeitet werden sowie andererseits Hilfestellungen bei allen Fragen gegeben werden, die im Zusammenhang mit B.A.-Prüfungen im Fach Komparatistik erfahrungsgemäß entstehen. Das Kolloquium gliedert sich in drei Teile:
1) Vorbereitung auf die mündliche Prüfung
2) Vorbereitung auf die B.A.-Arbeit
3) Durchführung von mock exams
Ziel des Examenskolloquiums ist es, den Studierenden nicht nur gezielt Hilfen an die Hand zu geben, um mit der "Prüfungssituation" pragmatisch umgehen zu können, sondern zugleich auch Prüfungsängste und Unsicherheiten auf Seiten der Studierenden zu mildern. Das Kolloquium findet in einem zweiwöchigen Turnus statt.
Eine Anmeldeliste liegt ab Mi., d. 21. Februar (10 Uhr) im Geschäftszimmer Komparatistik (GB 3/59) aus.
Beachten Sie bitte, daß im Rahmen des sogenannten Grenzverkehrs
weitere Lehrveranstaltungen anderer Institute zur Ergänzung des komparatistischen Lehrangebotes
empfohlen werden. Näheres dazu am 'schwarzen Brett' der Allgemeinen und Vergleichenden
Literaturwissenschaft gegenüber dem Geschäftszimmer (GB 3/59) und als
Download hier!
Bitte beachten Sie dort die einleitenden Hinweise zur Belegung der Grenzverkehrveranstaltungen!
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