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BAC 70

Virtutes und vitia.
Interpretationen der Charakterzeichnungen in Sallusts Bellum Iugurthinum

Christina Viola Dix

Der Historiker Sallust räumt in seinen historiographischen Darstellungen Persönlichkeiten einen höheren Stellenwert ein als geschichtlichen Fakten: Durch das literarische Mittel der Charakterzeichnung veranschaulicht er seine historischen Theorien und moralischen Vorstellungen.

Während Marius und Sulla in der Forschungsliteratur eine ihrer Rolle im Bellum Iugurthinum angemessene Behandlung erfahren haben, wurden die beiden anderen Protagonisten der Monographie, Iugurtha und Metellus, bisher zu wenig beachtet. Der Numiderfürst Iugurtha fungiert ebenso als moralisches Exemplum wie seine römischen Gegenspieler, ja in mancher Hinsicht ist er es, der eine Vorbildfunktion übernimmt. Die Bedeutung des Metellus für die Monographie wird aufgrund der Tatsache, dass Sallust ihm kein direkt charakterisierendes Kapitel widmet, oft unterschätzt, obschon gerade diese Persönlichkeit geeignet ist, die Wertvorstellungen des Historikers zu verdeutlichen.

Fragt man nach der Stellung Iugurthas und seiner römischen Gegenspieler, so muss man sie miteinander kontrastieren. Ein systematischer Vergleich, der in der Forschung bisher noch nicht angestellt wurde, gibt wichtige Hinweise auf die Bewertung der Protagonisten und die ihnen von Sallust in der Monographie zugedachte Rolle.

ISBN 978-3-88476-850-1, 350 S., geb., Euro 40,-     2006

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