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BAC 67

Autonomie und Münzprägung in Griechenland und Kleinasien in der Zeit Philipps II. und Alexanders des Großen

Sonja Ziesmann

Der griechische Autonomiebegriff wird in der einschlägigen Literatur häufig in Verbindung mit Münzprägung gebracht. Dahinter steht der Gedanke, dass eine griechische Polis, die die autonomia erwirbt, das Recht zur Prägung von Münzen besitzt.

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der These eines Zusammenhanges von Autonomie und Münzprägung und wertet in einem ersten Teil inschriftliche und literarische Quellen aus, die den Terminus autonomia führen. Neben einer Zusammenstellung der Städte und Regionen, die in der Zeit Philipps II. und Alexanders des Großen nachweislich als autonom galten, wird gleichzeitig auf den Inhalt des Autonomiebegriffes eingegangen.

Der zweite Teil widmet sich der Entwicklung der städtischen Münzprägung. Ein Schwerpunkt gilt hier der Auswertung von Münzschätzen, die in der zweiten Hälfte des vierten und der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts v.Chr. vergraben worden sind. Der Inhalt der Funde ermöglicht Rückschlüsse auf einen Produktionsanstieg oder -rückgang städtischer Emissionen und bietet Anhaltspunkte für die Herausgabe bislang undatierter Bronzeserien.

Die Zusammenführung historischer und numismatischer Fragen und die Auswertung literarischer und numismatischer Quellen bringen neue Aspekte zum Vorschein und führen zu einem umfassenderen Verständnis der Auseinandersetzung von Polis und Herrscher im vierten Jahrhundert v.Chr.

ISBN 3-88476-767-4, 298 S., 4 Taf., geb., Euro 39,50     2005

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