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BAC 58

Die Declamatio in L. Sergium Catilinam.
Einleitung, Text, Übersetzung, Kommentar

Katrin Schurgacz

Die Declamatio in L. Sergium Catilinam, ein pseudo-ciceronisches Plädoyer in einem fiktiven Prozeß, wird das erste Mal in einem Brief des italienischen Humanisten Poggio Bracciolini aus dem Jahre 1452 erwähnt.

Der Autor der Declamatio ist ebenso umstritten wie die Abfassungszeit, da die Entstehung der Rede völlig im Dunkeln liegt: Der erste Herausgeber der Rede, Pomponius Laetus, schreibt sie dem römischen Rhetor Porcius Latro zu. Allerdings kommen schon im 17. Jhd. Zweifel daran auf. Die darauffolgenden Versuche, Verfasser und Entstehungszeit zu bestimmen - die Datierungen reichen vom 2./3. Jhd. n.Chr. bis in die Zeit der Renaissance -, haben bislang zu keinem eindeutigen Ergebnis geführt.

In der vorliegenden Arbeit wird ein neuer Versuch unternommen, der über die bisherigen Untersuchungen hinausgeht, in denen zumeist nur einzelne Gesichtspunkte betrachtet wurden: Hier wird die Declamatio erstmals einer gründlichen Analyse aller relevanten Aspekte unterzogen. Zunächst werden in einer Einleitung Forschungsgeschichte, juristischer Hintergrund, Aufbau, literarischer Charakter sowie Überlieferung und Textkritik behandelt. Es folgen Text und - zum ersten Mal - eine deutsche Übersetzung. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet der sich anschließende Kommentar, der ausführliche inhaltliche und sprachliche Erläuterungen sowie eine Auflistung der Parallelstellen enthält. Anhand der Ergebnisse des Kommentars wird am Ende der Arbeit eine Datierung der Declamatio vorgeschlagen.

ISBN 3-88476-636-8, 202 S., kt., Euro 20,50     2004

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