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BAC 54

Vom Kosmos zum Chaos.
Ovids Metamorphosen und Vergils Aeneis

Janine Andrae

In diesem Buch wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, umfassend darzustellen, wie Ovid in seinem Epos, den Metamorphosen, die Auseinandersetzung mit Vergils Aeneis sucht und führt.

Nach einer Einleitung, die u.a. Ovids direkte Aussagen über Vergil untersucht, wird gezeigt, wie Ovid in der Exposition der Metamorphosen eine poetologische Standortbestimmung vornimmt. Mit dem Wettstreit zwischen Amor und Apollo signalisiert er bereits früh, dass der Zugriff auf Vergil nicht imitativ-epigonal, sondern aemulativ-innovativ erfolgen wird.

In drei großen Abschnitten wird sodann gezeigt, wie facettenreich Ovid seine Auseinandersetzung mit Vergil führt: Sie bezieht konzeptionelle Fragen ebenso ein wie thematische (z.B. Daedalus und Icarus, Aeneas) und vollzieht sich nicht selten auf sehr subtile Art (z.B. Arachne und Minerva).

Es zeigt sich: Die Metamorphosen sind nicht zuletzt Ovids Gegenentwurf zu einem Text, dessen poetologische (und auch ideologische) Positionen gleichsam unanfechtbar dastanden und dessen literarische Qualität über jeden Zweifel erhaben war. Die Metamorphosen sind Ovids Antwort auf Vergils Aeneis.

ISBN 3-88476-604-X, 286 S., 4 Abb., kt., Euro 27,50     2003

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