Vergangenheit und Zukunft sozialer Sicherungssysteme am Beispiel der Bundesknappschaft und ihrer Nachfolger
Pakt für Forschung und Innovation
2007 - 2009

Vergangenheit und Zukunft sozialer Sicherungssysteme am Beispiel der Bundesknappschaft und ihrer Nachfolger
Pakt für Forschung und Innovation
2007 - 2009

Teilprojekt 2: See-Kasse
Seefahrer und Schiffer bildeten bereits im Mittelalter soziale Netzwerke zum gegenseitigen Beistand, um den Risiken ihres Berufes entgegnen zu können. Soziale Sicherungssysteme im Bereich der Seefahrt haben ihre Wurzeln in der seemännischen Sozialfürsorge, wie sie unter anderem durch Schiffergilden, Schifferbrüderschaften und Schiffergesellschaften gegeben war. Der Versicherungsschutz war jedoch durch die regional verschiedenen Einrichtungen und deren Bestimmungen lange davon abhängig, in welchem Hafen der Seemann anheuerte. Erst im Zuge der Sozialgesetzgebung Bismarcks entstanden 1887 die See-Berufsgenossenschaft zur Einführung der Unfallversicherung für Seeleute, 1907 die Invaliden-, Witwen- und Waisen-Versicherungskasse (Seekasse) und schließlich 1928 eine Krankenversicherung für Seeleute. Aus dem Zusammenschluss der Seesozialversicherung löste sich 2005 die Seekasse heraus und schloss sich mit der Bundesknappschaft und der Bahnversicherungsanstalt zur Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zusammen.
Ziel des Teilprojektes wird sein, die Veränderungen und Entwicklungen in den verschiedenen berufsständischen Zusammenschlüsse zur sozialen Sicherung der Schifffahrt, insbesondere der Seekasse, aufzuzeigen sowie die Gründe für die Umbrüche offen zu legen.
Ebenso soll darauf eingegangen werden, inwiefern aus der Betrachtung des wirtschaftsektoralen Ansatzes der Vergangenheit Erkenntnisse für die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Sozialversicherungswesens gezogen werden können.
Kontakt
Melanie Sulzer (geb. Manthe), M.A.
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Hans-Scharoun-Platz 1
27586 Bremerhaven