
sommercampus 2013
Beim Sommercampus sind Schülerinnen und Schüler der Oberstufe eingeladen, die RUB mit allen Fachbereichen kennen zu lernen.
Vom 22.07.2012 bis zum 24.07.2012 erwartet Sie ein buntes Programm mit Einführungsvorträgen, Workshops und Übungen.
Workshop- Programm in den Fakultäten
Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Fakultät für Geowissenschaften
Fakultät für Biologie und Biotechnologie
Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Beton ist bunt!
Wie erschafft man einen künstlichen Stein? Unter dieser Fragestellung möchten wir Schülerinnen und Schülern den Baustoff Beton und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten näher bringen. Denn: Beton ist nicht gleich Beton. Bauingenieure sorgen dafür, dass durch die gezielte Auswahl der Ausgangsstoffe auch wirklich das gewünschte Produkt entsteht. Beton begegnen wir im alltäglichen Leben sehr häufig – ob als Baustoff für den Straßen-, Brücken- und Wohnungsbau oder als Werkstoff für Skulpturen. Den Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Anhand von prägnanten Beispielen werden die vielseitigen Möglichkeiten zur Formgebung gezeigt. Zu diesem Zweck sollen die Teilnehmenden einmal selbst den Beton kennenlernen. Wie werden die gewünschten und / oder erforderlichen Betoneigenschaften, wie z.B. Festigkeit und Farbe eingestellt? Wie wird der Beton hergestellt, und wie wird sicher gestellt, dass der Beton die rechnerischen Festigkeiten auch besitzt? Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern werden zu diesem Zweck im Baustofflabor Betone für verschiedene Anwendungen vor- und hergestellt. Die Jugendlichen erfahren, wie sich die unterschiedlichen Ausgangskomponenten auf die Eigenschaften des Betons auswirken. Anschließend werden unterschiedliche Betonprobekörper in speziellen Prüfmaschinen auf ihre Festigkeiten hin untersucht und bis zu ihrem jeweiligen Versagen geprüft. Im Workshop können außerdem ganz persönliche Erinnerungsstücke hergestellt werden und mit nach Hause genommen werden. (Ricarda Behrmann; Christina Fust)
Bis(s) zum Asphalteinbau - Wie entsteht eine Straße?
Straßen sind die Lebensadern der modernen Gesellschaft. Aber nur wenige wissen, wie es unter ihrer Oberfläche aussieht. Der Workshop vermittelt grundlegendes Wissen über Planung und Konstruktion einer Straße und der verwendeten Baustoffe. Die Teilnehmerinnen erfahren, welcher Beanspruchung die Straße durch Verkehr und Klima ausgesetzt ist, wie Spurrinnen entstehen können und was es mit dem Baustoff Asphalt auf sich hat. Im Labor erproben sie, wie eine "ideale" Tragschicht zusammengesetzt ist und lernen die einzelnen Schritte der Asphaltherstellung kennen. (Natasha Sedaghat)
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Roboter auf Spurensuche: Wie Sensoren für Orientierung sorgen
Hier bringt Fischertechnik künstliche Intelligenz ins Spiel. Als Gehirn des Roboters fungiert die Zentraleinheit dieses Bau-Systems. Der kleine programmierbare Computer übernimmt Steuerungsfunktionen und kann über eine Infrarot Schnittstelle mit anderen Computern kommunizieren. Dank seiner Sensoren kann der Roboter Anweisungen wie „vorwärts fahren“, „links drehen“ oder „rechts drehen“ folgen. Mit wenigen Mausklicks und der passenden Software können diese Vorgaben schnell kombiniert und zu komplizierten Abläufen zusammengesetzt werden. So folgt der Roboter automatisch einer gezeichneten Linie. (Rene Schuh)
Head und Body: Eine eigene Website gestalten
Wir nutzen das Internet ganz selbstverständlich, doch die Technik, die hinter dem Design im WWW steckt, kennen längst nicht alle. Obwohl HTML oder andere Programmiersprachen auf das ungeübte Auge erst einmal rätselhaft wirken können, sind die zugrunde liegenden Regeln logisch und gut nachvollziehbar. Das Schulprojekt zeigt Schritt für Schritt wie eine Website aufgebaut ist. Mit kurzen Texten und einfachen Formatierungen sowie einigen Tabellen, Grafiken und Hyperlinks legen die Projektteilnehmer/innen den Grundstein für ihre eigene Webseite. ( Dr.-Ing. Sandra Krüger)
Das Echo nutzen: Radar, Sonar und Ultraschall entdecken
Was macht die Fledermaus so flugsicher, wodurch orientieren sich Wale und Delphine? Es sind ihre ausgesendeten Schallwellen und die empfangenen Echos der Umgebung. Dieses RADAR-Prinzip ist auch für die Menschen in der Luft- und Raumfahrt, im Straßen- und Schiffsverkehr, beim Wetterdienst und in der Astronomie wichtig. So liefert das Echo von Schallwellen dem Ultraschallgerät die notwendigen Bildinformationen. Über die Reflektion von elektromagnetischen Wellen können Radaranlagen Flugzeuge orten, lange bevor unser Auge sie erkennt. (Christian Schulz)
Programmieren auf Knopfdruck : Softwaretechnik praktisch ausprobieren
Die Schülerinnen und Schüler skizzieren ihre Ideen zunächst in einem Diagramm auf ein Blatt Papier. Aus diesem einfachen Modell werden die Grundbestandteile der neuen Software automatisch abgeleitet. Möglich machen dies so genannte „Generatorsysteme“, die die Entwicklung deutlich vereinfachen. Alle benötigten Informationen werden hier direkt miteinander vernetzt. Die Teilnehmerinnen lernen während des Workshops die modellgetriebene Softwareentwicklung kennen und können ihre Ergebnisse am Ende der Veranstaltung in einer Web-Anwendung erstmals testen. (Michael Goll)
Strom aus Wind -Erneuerbare Energie erzeugen
Das Projekt vermittelt, wie aus Wind mit Hilfe von Motoren und Generatoren elektrische Energie gewonnen wird. Am Versuchsstand ist der Prozess dargestellt: Wenn der Ventilator gegen ein Windrad bläst, dreht sich sein Rotor, dadurch wird Strom in einem Generator erzeugt, der eine Modellbahn antreibt. Verändert man nun die Ausrichtung des Windrads zum Ventilator, wird für die Teilnehmer offensichtlich, wie schnell sich die gemessene Leistung verändern kann. Der Zug rollt nun mal schneller, mal langsamer über die Schienen. Wer per Hand mit einer Kurbel einen anderen Generator antreibt, stellt fest, wie kräftezehrend es sein kann, die daran angeschlossenen Glühlampen strahlen zu lassen. (Dr. Volker Staudt)
Mobilfunk und WLAN: Datenübertragung durch die Luft
Man hört sie nicht, man fühlt sie nicht, aber sie sind dennoch da: Ob per Mobilfunk unterwegs oder per WLAN in den eigenen vier Wänden, Informationen werden unsichtbar durch die Luft übertragen. In diesem Projekt erklären wir Euch, wie das genau funktioniert und wie man Handygespräche sichtbar machen kann. Danach zeigen wir, wie die Mikrochips ins Mobiltelefon kommen und broadcasten mit unserem selbst gebauten (Piraten-) Sender. (Pierre Mayr)
Spielregeln im Netz! Facebook und WhatsApp im Sicherheits-Check
Alle, für die ein Leben ohne Facebook oder Whatsapp unvorstellbar ist, aufgepasst: Eure Daten sind weder in sozialen Netzwerken noch beim Instant Messaging mit dem Smartphone wirklich sicher! Und jetzt mal Hand aufs Herz - habt Ihr Euch schon mal überlegt, was das für Folgen haben kann? Heute oder vielleicht auch erst in ein paar Jahren? Wir zeigen in diesem Projekt, welche Spielregeln Ihr kennen müsst. Damit Ihr ab sofort sicher und selbstbestimmt im Netz unterwegs seid! (Prof. Dr.-Ing. Thorsten Holz)
Fakultät für Mathematik
Ein Streifen Papier entfaltet seine Möglichkeiten! Aus Dreiecken werden Sechsecke, aus 2 Seiten werden 3, oder 4, oder 5, ... Erlebe ungeahnte Wendungen und steige hinter ihr Geheimnis. Heptahexaflexagons, Tetratetraflexagons, Dodekaflexagons, Flexagons kommen in zahlreichen Formen daher. Mit einem einfachen Stück Papier und ein bisschen Kleber kannst Du Dir Deine eigene Variante erschaffen und spielerisch ihre faszinierende mathematische Struktur analysieren. Als Belohnung für das erfolgreiche um die Ecke knicken, winken eigens kreierte schmackhafte Tri-Lecker-Hexa-Flexagons. (Michael Kallweit)
Fakultät für Geowissenschaften
Mit dem Smartphone raus in die Natur
Wir zeigen Euch auf einem kleinen Spaziergang durch den Botanischen Garten, wie wir Naturlehrpfade für Smartphones aufpeppen und was das Ganze mit GeoCaching zu tun hat. Das verschafft uns ganz neue Möglichkeiten, wie wir unsere Umwelt kennenlernen können. Wer ein Smartphone oder GPS-Gerät hat, bitte mitbringen! (Dr. Angela Hof, Elisa Michel)
Fakultät für Biologie und Biotechnologie
Stammzellen des Nervensystems - Kleine Helfer, live on stage!
Stammzellen haben das Potential zur Selbsterneuerung (Zellteilung). Weiterhin verfügen Stammzellen über die Fähigkeit verschiedene Zelltypen hervorzubringen. So bringen neurale Stammzellen während der Entwicklung des Gehirns sowohl Nervenzellen als auch Gliazellen hervor. Im Hinblick auf stammzellbasierte Ersatztherapien z.B. bei Erkrankungen des Gehirns, rücken diese „kleinen Helfer“ immer mehr in den Vordergrund. Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Schülerinnen und Schüler, die Stammzellen in Kultur (in vitro) beobachten und untersuchen wollen. (Dr. Jacqueline Reinhard)

