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Linda Müller
Junge Uni
SSC 0/230
Tel.: 0234 32-26767
E-Mail: boysday@rub.de

Angebote beim Boys' Day an der RUB

Boys' Day am 27.03.2014

Beim Boys' Day an der Ruhr-Universität Bochum können Schüler der Klassenstufen 8. bis 10., die das Abitur anstreben, in geisteswissenschaftliche Studienfächer hineinschnuppern.

Folgende Workshops wurden angeboten:


Bevor es die Zeitung gab: Sex and crime im Flugblatt der Frühen Neuzeit

"BILD Dir Deine Meinung" – wer kennt nicht diesen Slogan, den sich die auflagenstärkste deutsche Boulevardzeitung auf ihre Fahnen geschrieben hat. Nachrichten, Infos und Meinungen werden im modernen Blätterwald keineswegs nur über Texte transportiert – mindestens ebenso bedeutsam ist der gezielte Einsatz von Bildern. Doch ist das wirklich neu? In einem historisch arbeitenden Medien-Workshop werden wir insbesondere Rätselstrukturen in Nachrichten- und Flugblättern des 16. und 17. Jahrhunderts untersuchen und Funktionsweisen von Text und Bild mit aktuellen Tageszeitungen vergleichen. Dabei werden wir besonders untersuchen, zu welchen Zwecken der Einsatz von Bildern in Kombination mit Nachrichtentexten dienen kann und welche unterschiedlichen Deutungszusammenhänge bei der Interpretation solcher Text-Bild-Bezüge zu berücksichtigen sind.
Dr. Gilbert Heß, Geisteswissenschaftliches Schülerlabor

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Pascal - Ein interessanter Denker

Blaise Pascal (1623-1662) war einer der bedeutendsten Mathematiker und Naturwissenschaftler seiner Zeit und als solcher mit den neu aufkommenden Wissenschaften sehr vertraut. Es ging ihm darum, die Bedeutung des christlichen Glaubens für den Menschen und sein Streben nach Glück neu zu bedenken. Grundlegend ist dabei für Pascal die Unterscheidung von Glaubenserkenntnis und wissenschaftlicher Erkenntnis.
Mit Recht hat man daher gesagt, dass Pascal den ersten Dialog des modernen Menschen mit dem Glauben führt.
Fabian Bohl, Fakultät für Katholische Theologie

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Universitätsbibliothek: Ein Blick hinter die Kulissen

Zunächst erfolgt ein Rundgang durch die Universitätsbibliothek: Servicetheken der Bibliothek, Magazin für seltene und wertvolle Bücher, interne Arbeitsbereiche der Bibliothek (z. B. EDV). Im Anschluss wird mit unserer Unterstützung in Online-Zeitungen und Nachrichtenportalen zu aktuellen und schüleraffinen Themen recherchiert.
Martina
Stiemert, Universitätsbibliothek

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Was sehen wir eigentlich? Kurioses und Faszinierendes aus der Bewusstseinsforschung

Uns scheint es so, als ermöglichten uns die Sinnesorgane einen direkten Zugang zur Außenwelt. Unsere Wahrnehmungen scheinen uns die Welt so zu vermitteln, wie sie wirklich ist, und zwar in all ihrem Detailreichtum. Philosophen und Psychologen haben diese naive Auffassung immer wieder angezweifelt. Zahlreiche überraschende und teils verstörende Phänomene aus der Wahrnehmungsforschung legen eine völlig andere Interpretation der Beziehung zwischen Geist und Welt nahe. Diese und weitere, jüngere Entwicklungen aus der Bewusstseinsforschung werden für Jungs interaktiv präsentiert und diskutiert.
Prof. Dr. Tobias Schlicht, Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft

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Lernen und Computer

Einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Begriffen würde Manfred Spitzer, der Autor des Bestsellers „Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen “, sicher ausschließen. Unter welchen Bedingungen aus lern- und lehrtheoretischer Sicht computergestütztes Lernen (doch) stattfindet, könnt ihr in diesem Workshop erfahren. Vor dem Hintergrund dieser Bedingungen werden wir einige Beispiele computergestützter Lernumgebungen gemeinsam untersuchen.
Alexandra Funk, Claudia Mazziotti, Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft

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Experimente zur sozialen Wahrnehmung

Im Bereich der Sozialpsychologie werden kleine Experimente zur sozialen Wahrnehmung durchgeführt sowie zum Thema  "Gruppenleistung und Aufgabentyp". Die Testothek bietet ca. 750 unterschiedliche Testverfahren und ca. 1240 einzelne Tests, u.a. Persönlichkeits-, Entwicklungs-, Intelligenz-, Leistungstests und klinische Tests sowie IT-gestützte Tests. Bei Interesse, erhaltet Ihr eine kleine Einführung in einige psychologische Testverfahren.
Christoph Saft, Fakultät für Psychologie

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Jugend und Jugendbanden im Nationalsozialismus
Wie lebten Jugendliche im Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg? Dieser Frage wollen wir in unserem Workshop nachgehen, wobei wir uns Filmausschnitte, Jugendbücher, Vorschriften und Berichte aus der damaligen Zeit ansehen werden. Einige Fragen, die wir zusammen besprechen wollen, sind: Wie stellten sich die Nationalsozialisten gute Jugendliche vor? Sollten Kinder eher ihren Eltern oder der Hitlerjugend gehorchen? Waren alle Jugendliche Mitglied der Hitlerjugend? Was passierte mit Jungen und Mädchen, wenn sie nicht das taten, was die Nationalsozialistische Partei wollte? Was hat es mit "wilden Banden" auf sich, die sich abenteuerliche Namen wie "Edelweiß-Piraten" gaben?
Prof. Dr. Till Kössler
, Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft

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Verschwörungstheorien - Warum sind sie so attraktiv?

Die US-Regierung vertuscht seit Jahrzehnten die Landung außerirdischer Wesen in der Wüste Nevadas (Area 51), J.F. Kennedy wurde von Kubanern/der CIA/der Mafia ermordet, die Illuminaten haben die Regierungen der Welt unterwandert, der Vatikan unterdrückt Beweise, die belegen, dass Jesus und Maria Magdalena gemeinsame Nachkommen hatten, die Pharmaindustrie verschweigt, dass Krebs durch Vitamine geheilt werden kann, die menschengemachte Klimaerwärmung ist die Erfindung eines geltungssüchtigen Forscherkartells und einiger Wind- und Solarkrafthersteller usw. Verschwörungstheorien sind vermutlich beinahe so alt wie die Menschheit selbst, doch im Zeitalter des Internets florieren sie besser als jemals zuvor. Einige dieser Theorien haben hohen Unterhaltungswert, andere kosten jedoch Menschenleben (z.B. die Behauptung einer angeblichen „AIDS-Lüge") oder sind moralisch widerwärtig (z. B. Holocaustleugnung, 9/11 Truth Movement). Wie lassen sich Verschwörungstheorien von seriösen historischen Hypothesen, Pseudowissenschaft von Wissenschaft unterscheiden? Wie enstehen solche Theorien, warum glauben so viele Leute an sie, gibt es Grenzfälle? Haben sich nicht gelegentlich Verschwörungstheorien (Watergate-Skandal…) oder als pseudo-wissenschaftlich verschriene Auffassungen (z. B. die These der Verschiebung der Kontinente) bewahrheitet?
Dr. Christian Weidemann, Fakultät für Katholische Theologie

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Gottesdienste online feiern - Gute Idee oder nur Spielerei?

Das Internet ist ein Medium, über das wir zahlreiche Vollzüge unseres Alltags abwickeln. Facebook, Twitter oder persönliche Homepages sind nur einige Beispiele dafür, wie sich unser Leben verändert. Es gibt auch Gottesdienste und Gebete im Internet. Passen sie ins Online-Medium? Braucht man dafür nicht die persönliche Begegnung? Verlieren Gebet und Gottesdienst nicht etwas von ihrem Wert, wenn sie im Netz stattfinden? Oder lassen sie sich als zeitgemäße Formen des Kircheseins verstehen?
Prof. Dr. Stefan Böntert, Katholisch-Theologische Fakultät

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Dem Denken auf der Spur - Können Neurowissenschaftler Gedanken lesen?

Nach einer kleinen Einführung in die Hirnforschung werden wir in einer Kleingruppe in ein Labor gehen, in dem Neuropsychologen die Gedanken von Probanden mit Hilfe von Elektroenzephalographie (EEG) versuchen zu messen. Dabei werden wir zusammen einen kleinen Versuch mit EEG durchführen und auswerten – und der Frage nachgehen, ob es denn eigentlich möglich ist zu sehen, was der Proband während einer Aufgabe gedacht hat.
Sabrina Schenk M.Sc., Fakultät für Psychologie

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Jugend und Erziehung im Ersten Weltkrieg

Wie reagierten Jugendliche in Europa auf den Kriegsausbruch vor hundert Jahren? Demonstrierten sie für den Frieden, oder meldeten sie sich freiwillig zum Militär? Was hielten Sie vom Kämpfen, und welche Vorstellungen vom Weltkrieg hatten sie überhaupt? Wie veränderte sich ihr Leben, wenn ihre Väter und älteren Brüder zum Kriegsdienst eingezogen wurden? Und wie erlebten sie die Kriegsjahre, die für Hunderttausende die Erfahrung des Todes naher Verwandter, Hunger und Entbehrungen bedeuteten? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unseres Workshops, in dem es auch um die Frage gehen soll, wie wir überhaupt etwas über das Leben vor hundert Jahren herausfinden können.
Prof. Dr. Till Kössler, Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft  

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Suppenkaspar oder Nimmersatt: Essstörungen aus einer motivationspsychologischen Perspektive

"Ich esse keine Suppe! Nein! Nein, meine Suppe ess' ich nicht!" Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Suppenkaspar aus dem Kinderbuch "Der Struwwelpeter" von Heinrich Hoffmann, erschienen im Jahre 1845. Wahrscheinlich eine der ersten Darstellungen von Magersucht in der Literatur. Heutzutage stellen Essstörungen in vielen Ländern ein gravierendes und weiter zunehmendes gesundheitliches Problem dar. Die Ursachen liegen meist im persönlichen, familiären und sozialen Bereich, die Entstehungsgründe sind vielfältig und individuell sehr unterschiedlich.
In diesem Workshop werden wir uns exemplarisch mit psychologischen Methoden und deren Ergebnissen befassen, die in der psychologischen Forschung zu Magersucht und Esssucht eingesetzt werden.
Dr. Marlies Pinnow, Fakultät für Psychologie