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"Ich fand es total faszinierend"

Felicitas ScholzFelicitas Scholz

geboren 1992
Physikstudentin
(Stand: 1.7.2013)

Teilnahme an MINT-Sommerprojektwoche
im Jahr 2010

Wer oder was hat Sie bewogen, an diesem Projekt teilzunehmen?

Als ich an dem Projekt teilnahm, war ich mir bereits sehr sicher, dass ich Physik studieren wollte. Darin hatten mich bereits die Wahl meiner Leistungskurse (Mathe und Physik), aber auch ein Praktikum an der Ruhr-Universität bestärkt.

Allerdings wollte ich die verschiedenen Gebiete der Physik und auch das Leben an der Uni besser kennenlernen und hatte gehofft, dass mir die Projektwoche dabei helfen würde.

Was haben Sie sich davon versprochen und welche Erwartungen haben sich bestätigt?

Meine Erwartung war, die verschiedenen Bereiche der Physik, aber auch anderer Fächer sowie die Uni kennenzulernen. Außerdem wusste ich noch nicht, was ich später mit einem Bachelor in Physik anfangen sollte und welche Fächer sich in Kombination mit Physik für einen 2-Fach-Bachelor eignen würden.

Meine Erwartungen haben sich bestätigt. Durch die individuelle Wahl des Stundenplans für die Projektwoche konnte ich die Einblicke gewinnen, die ich wollte. Zum Abschluss der Woche gab es außerdem die Möglichkeit, sich mit den Mentorinnen ausführlich über ihren Studiengang und auch über ihre Berufsvorstellungen auszutauschen, was mich dazu bewegte, nur Physik zu studieren und nicht den 2-Fach-Bachelor zu wählen.

Woran denken Sie, wenn Sie an das MINT-Projekt zurückdenken?

Ich denke an die Führungen durch die verschiedenen Bereiche des Gebäudes, aber auch an die Mädchen, die ich damals kennengelernt habe und die ich noch ab und zu in der U-Bahn oder auf dem Campus sehe.

Was war Ihr "Highlight" im Projekt?

Mein Highlight war, dass wir in einem Workshop bunten Beton angerührt und in eine Form gegossen haben. Das fand ich echt witzig und ich habe dieses kleine Andenken immer noch. Gefallen hat mir auch das Programmieren kleiner Roboter, die “das Haus vom Nikolaus“ ablaufen sollten. Da ich so etwas vorher noch nie gemacht hatte, fand ich es total faszinierend.

Was haben Sie durch die Teilnahme gelernt?

Neben den Vorstellungen der verschiedenen Fakultäten und Schwerpunkte habe ich vor allem neue Leute kennengelernt.

Welchen Einfluss hatte das Projekt auf Ihre persönliche und berufliche Entwicklung?

Das Projekt hat mir persönlich geholfen, offener auf andere Menschen zuzugehen, da ich zu Beginn der Projektwoche dort zunächst niemanden kannte. Heute studiere ich zusammen mit einer Teilnehmerin von damals. Es war zudem einer der ersten Schritte, selbstständig zu sein und mich um mein Leben nach der Schule zu kümmern. Beruflich hat mir das Projekt geholfen, da ich nun Physik studiere und mir auch sicher bin, dass ich das Richtige tue. Allerdings muss ich sagen, dass ich immer noch keinen konkreten Berufswunsch habe. Ich habe dahingehend zwar Anregungen erhalten, der richtige Beruf für mich war aber noch nicht dabei.

Was würden Sie interessierten Schülerinnen vor Studienbeginn raten?

Wenn die Schülerinnen schon wissen, was sie studieren wollen, würde ich ihnen raten, möglichst viele Eindrücke von ihrem Studiengang zu sammeln. So weiß man genauer, was auf einen zukommt und kann auch erkennen, ob das Fach wirklich das richtige für einen ist. Die RUB hat hierfür viele Angebote, von denen ich auch mehrere wahrgenommen habe. Man lernt neben dem Fachlichen auch einfach neue Menschen und das Leben an der Uni kennen.

Auch wer noch nicht weiß, was er oder sie studieren möchte, sollte sich Vorlesungen anhören oder durch andere Angebote die Fächer an der Uni kennenlernen, die ihn/sie interessieren, um so einen Einblick in das Studium zu erhalten.