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"Man ist als Mädchen mit naturwissenschaftlichem Interesse nicht allein"

Julia Krause

geboren 1989
Studentin im Fach Pharmazie an der Universität Bonn (Stand: 1.7.2013)

Teilnahme am Girls' Day in den Jahren 2006 und 2007

Wer oder was hat Sie bewogen, an diesem Projekt teilzunehmen?

Unsere Schule nahm damals am Girls' Day teil und mein Biologielehrer hatte mich auf das Projekt an der Ruhr-Uni Bochum aufmerksam gemacht. Naturwissenschaften fand ich schon immer interessant, besonders die Bereiche Chemie und Biologie.

Was haben Sie sich davon versprochen und welche Erwartungen haben sich bestätigt?

Ich wollte einen Einblick davon bekommen, ob ein naturwissenschaftliches Studium für mich in Frage kommt und inwieweit die Mathematik im Studium eine Rolle spielt, da ich in diesem Fach oft Verständnisprobleme hatte und demnach großen Respekt vor einer zu großen Hürde im Studium.

Woran denken Sie, wenn Sie an das MINT-Projekt zurückdenken?

Ich denke an die interessanten Einblicke, aber auch daran, dass einige Veranstaltungen leider sehr voll waren.

Was war Ihr "Highlight" im Projekt?

Andere interessierte Schülerinnen zu treffen und festzustellen, dass man als Mädchen ganz und gar nicht alleine im naturwissenschaftlichen Bereich ist, das waren meine Highlights im Projekt.

Was haben Sie durch die Teilnahme gelernt?

Ich habe gelernt, dass man sich nicht durch Lehrer in die sprachliche Richtung treiben lassen sollte, sondern sich möglichst viele Richtungen in der Schule offen halten sollte. In der Oberstufe sollte man sowohl Sprachen als auch Naturwissenschaften belegen und sich somit viele Möglichkeiten für die spätere Berufsausbildung offen lassen. Außerdem habe ich gelernt, dass man als Mädchen mit naturwissenschaftlichem Interesse nicht alleine ist.

Welchen Einfluss hatte das Projekt auf Ihre persönliche und berufliche Entwicklung?

Obwohl ich auch in die sprachliche Richtung Interesse und Talent habe, habe ich gemerkt, dass es sich durchaus für mich lohnt, gerade meinem Chemie-Interesse nachzugehen. Dadurch, dass ich sowohl Chemie als auch Biologie in der Oberstufe gewählt habe, habe ich mir ein solides Grundwissen für mein jetziges Studium der Pharmazie angeeignet, in dem gerade chemisches und biologisches Wissen mit medizinischen Fakten verknüpft wird.

Was würden Sie interessierten Schülerinnen vor Studienbeginn raten?

Ich würde den Schülerinnen raten, so viele Projekte wie möglich im naturwissenschaftlichen Bereich mitzunehmen. Ich hab
z. B. auch oft das Alfried Krupp-Schülerlabor an der Ruhr-Uni Bochum besucht. So konnte ich meine Interessen genau herausarbeiten und mich mit praktischen Arbeiten vertraut machen. Denn gerade die Laborpraktika haben in meinem Studium einen großen Stellenwert und so wurde mir auch ein Praktikum in den Semesterferien an der Uni angeboten.